Showdown in Kairo: Machthaber Sisi isoliert die Islamisten

DPADer Tahrir-Platz in Kairo feiert General Sisi. Nur wenige Minuten entfernt findet die Gegendemonstration der Muslimbrüder statt. Doch der neue starke Mann in Ägypten spielt seine Macht rücksichtslos aus, um seine Gegner in der Öffentlichkeit zu isolieren.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-913427.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Tahrir-Platz in Kairo feiert General Sisi. Nur wenige Minuten entfernt findet die Gegendemonstration der Muslimbrüder statt. Doch der neue starke Mann in Ägypten spielt seine Macht rücksichtslos aus, um seine Gegner in der Öffentlichkeit zu isolieren.

    Demonstrationen in Kairo: General Sisi grenzt die Islamisten aus - SPIEGEL ONLINE
    Auf Al Jazeera sieht man deutlich, dass die Mursianhänger/ Muslimbrotherhood in Kairo ein Herr an demonstrierenden Unterstützern aufgeboten hat.
    In anderen Landesteilen kam es bereits zu Auseinandersetzungen mit Toten und Verletzten. Eine friedliche Lösung scheint illusorisch.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Tahrir-Platz in Kairo feiert General Sisi. Nur wenige Minuten entfernt findet die Gegendemonstration der Muslimbrüder statt. Doch der neue starke Mann in Ägypten spielt seine Macht rücksichtslos aus, um seine Gegner in der Öffentlichkeit zu isolieren.

    Demonstrationen in Kairo: General Sisi grenzt die Islamisten aus - SPIEGEL ONLINE
    ...und der Livestream von OnTV ist untertitelt mit: "Millions of Egyptians protest against terrorism". Dem Anlass angemessen, ausnahmsweise sogar in englischer Sprache.
    Nicht zu vergessen: Vor vier Wochen stellten die Vertreter dieses "Terrorismus`" noch die gewählte Regierung. Hunderttausende von MB demonstrieren in Kairo nicht weit weg vom Tahrirsquare...
  3. #3

    Nicht der Sisi, sondern die Islamisten isolieren sich selber.
  4. #4

    Armes Ägypten

    hier wird wieder in aller Deutlichkeit sichtbar das eine 'halbe' Revolution schlechter ist als gar keine.
    Es hilft nichts nur den (oder die) obersten Repräsentanten einer Diktatur zu entfernen, das ihn stützende und vom System profitierende Establishment wird immer wieder Mittel und Wege finden um die eigenen Privilegien zu schützen und zu erhalten. Siehe auch Tunesien, Libyen usw.

    MfG: M.B.
  5. #5

    Ist doch in Ordnung, dass Sissi die radikalen und religiös-ideologisch verblendeten Islamisten ausgrenzt. In Tunesien, Afghanistan, Iran usw. sehen wir doch, war von diesen Leuten zu halten ist. Was Ägypten braucht, sind stabile und demokratische Verhältnisse. Und die sind mit den Muslimbrüdern und Salafisten keinesfalls zu bekommen.
  6. #6

    Aus meiner Sicht wehrt sich das Volk gegen die Islamisierung. Demokratie ist nicht von heute auf morgen in einem derart patriarchalisch-hierarchisch durchstrukuriertem Lande möglich. Hat jemand im ernst demokratische Zustände erwartet? In meinem Umfeld hat man sich über das realitätsferne Demokratie-Gerede von Anfang geärgert und der Sieg der Moslembrüder war vorhersehbar, ebenso wie die zu erwartende Islamisierung. Dass diese Entwicklung aufgehalten werden soll ist begrüsenswert, mit dem reaktionären Islam ginge es in keine bessere Zukunft.
  7. #7

    Ohne Verfassung keine Demokratische Wahl!!!

    Ich verstehe unsere Journalisten nicht!Mursi hat eine Verfassung instaliert die von Maximal 20% der Bevölkerung gewählt wurde.Dies ist keine Demokratische Verfassung abgesehen davon hat Mursi als er regierte genauso intolerant regiert wie jetzt die Armee.Dies ist der Fehler den Ägypten machte.Zuerst muss eine Verfassung von einer Verfassungskomission erarbeitet werden.Die dann dem Volke zur Abstimmung vorgelegt wird.Erst danach kann man eine Wahl des Präsidenten und des Parlamentes erwägen wenn ein Wahlgesetz das in der Verfassung stehen muss erlassen wurde.Alles andere führt zu dem was Ägypten gerade erlebt.Die Tatsache das der Islamismus mit der Demokratie nicht vereinbar ist blenden alle Journalisten aus oder schweigen es tod.
  8. #8

    Was jetzt?!?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Tahrir-Platz in Kairo feiert General Sisi. Nur wenige Minuten entfernt findet die Gegendemonstration der Muslimbrüder statt. Doch der neue starke Mann in Ägypten spielt seine Macht rücksichtslos aus, um seine Gegner in der Öffentlichkeit zu isolieren.

    Demonstrationen in Kairo: General Sisi grenzt die Islamisten aus - SPIEGEL ONLINE
    Liebe Spon-Redaktion,

    was wollt ihr lieber, demokratisch gewählte Islamisten oder sekuläre Demokratiefreunde mit einer dezenten Note von Putin? Aber eure Berichterstattug ist unwürdig...selbst für eure die letzten Jahre gesunkenen Standards.
  9. #9

    Zitat von roboterx Beitrag anzeigen
    Ist doch in Ordnung, dass Sissi die radikalen und religiös-ideologisch verblendeten Islamisten ausgrenzt. In Tunesien, Afghanistan, Iran usw. sehen wir doch, war von diesen Leuten zu halten ist. Was Ägypten braucht, sind stabile und demokratische Verhältnisse. Und die sind mit den Muslimbrüdern und Salafisten keinesfalls zu bekommen.
    Ägypten braucht in der jetzigen Situation in meinen Augen nicht zuallererst "Demokratie".
    Ägypten braucht erstmal Stabilität.
    Die drängendsten Probleme dieses Landes sind die kränkelnde Wirtschaft, die Arbeitslosigkeit, die mangelhafte Bildung und die Radikalen.

    Ich vermute, dass für Ägypten das "chinesische Modell" mittelfristig die besten Aussichten auf nachhaltige Verbesserungen verspricht.

    "Demokratie" würde in endlosen destruktiven Machtkämpfen zwischen den Religiösen und den anderen ausarten.

    Wenn das Bildungsniveau und die Wirtschaft ein akzeptables Niveau erreicht haben, dann mag Demokratie der nächste Schritt sein.