Bodensee-Region: Geothermie-Bohrung löst Erdbeben aus

DPADas Erdbeben in der Nähe des Bodensees war nicht schwer, dennoch sind die Folgen groß: Ein Geothermie-Projekt nahe der Schweizer Stadt St. Gallen ist vorerst gestoppt worden. Forscher sehen einen Zusammenhang zwischen der Bohrung und den Erdstößen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...-a-912284.html
  1. #1

    Risikobehaftete Technologien

    Nicht so schlimm wie Fracking aus meiner Sicht, aber niemand weiß ganz genau was einen dort unten erwartet. Wir haben wohl anscheinend noch nicht richtig verstanden wie unsere Erde in größeren Tiefen funktioniert. Deshalb Finger weg von solchen Bohrungen... es sind ja schon ganze Dörfer vor der Zerstörung gestanden aufgrund solcher Bohrungen.
  2. #2

    Hoffentlich

    Merken jetzt verantwortliche was da alles passieren kann und lassen solche Bohrungen sein.
  3. #3

    Bewundernswerte Polizei

    Ich finde es faszinierend, wie die Polizei mit ihrem Röntgenblick sicher ausschließen kann, dass es Schäden gegeben hat. Damit darf es keinerlei Befürchtungen geben, dass Wasser-, Abwasser- oder Regenwasserleitungen, Fundamente oder andere unterirdische Anlagen Schaden genommen haben. Derartige Schäden, die die Gemeinden und Bürger viel Geld kosten, sind niemals die Folge von durch Geothermie, seismische Untersuchungen oder andere Eingriffe in den Boden ausgelöste Erdbeben. Das Gegenteil wäre auch kaum zu beweisen.
  4. #4

    Wieso stoppen?

    Daß es bei einer Bohrung zu teilweise heftigen Reaktionen kommt, halte ich nicht für ungewöhnlich. In der Tiefe, in der sich das alles abspielt, gab es vermutlich seit Jahrhunderten keine Veränderung im Untergrund.

    Sämtliche Bohrungen zu stoppen ist aus meiner Sicht unsinnig. Es gibt halt ein paar Erdstösse, und dann sollte wieder Ruhe einkehren.
  5. #5

    auslösen eines Erdbebens nur durch eine Bohrung?

    Ehrlich gesagt leuchtet es mir nicht ein wie es durch eine Bohrung zu einem Erdbeben kommen kann.
    Normaler Weise werden Beben durch das Verschieben von Platten bzw durch Vulkane ausgelöst.
    Bei mehreren Sprengungen könnte ich mir das eher vostellen -aber bei einer punktuell begrenzten Bohrung?
    Da kann es eigentlich nur sein, dass evtl. "schwimmende" Schichten nachrutschen
  6. #6

    Na und weiter!

    Da war doch mal was auch in Landau/Rhld.-Pf. Dann bohrt man halt 300 km südlicher und hoppla , auch da rumpelt die Erde. Und um das Ganze zu toppen wird demnächst "gefrackt", dass es eine Vreude ist. Ich finde: Lasst sie bohren, graben, "fracken" uns sonst was, aber vorher wird von den Verantwortlichen erwartet, dasss ei per Unterschrift für die Folgeschäden vollumfänglich haften. Und so eine Vorgabe zugunsten der Bürger erwarte ich von den maßgeblichen Politikern. Punkt. Aus. Basta.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Erdbeben in der Nähe des Bodensees war nicht schwer, dennoch sind die Folgen groß: Ein Geothermie-Projekt nahe der Schweizer Stadt St. Gallen ist vorerst gestoppt worden. Forscher sehen einen Zusammenhang zwischen der Bohrung und den Erdstößen.

    Geothermie: Bohrung verursacht Erdbeben nahe dem Bodensee - SPIEGEL ONLINE
    Und wie war das noch mit dem Fracking? Das funktioniert wie Geothermie, nur dass statt normalem Wasser giftige Chemikalien hineingepresst werden?
  8. #8

    EE - Das Sorgenkind

    Die Technologien sind insofern nicht risikobehaftet, weil hinterm Bohren eines Loches nicht mehr an Technologie steckt als das Bohren selbst. Was man aber in der Schweiz versucht, wie es sich anhört, ist, ein großes Kraftwerk für viele Endverbraucher zu schaffen. Ursache hierfür ist, dass man Kosten sparen will. Wo man die Katze aber anpackt, sie wird in Sachen Kosten immer jaulen. Geothermie kann man mitunter flächeneckend verwenden. Nur nicht in Tiefen bis 4 bis 5 Kilometer. Es gibt Bohrlöcher bis 1.000 Meter oder solche bis 100 Meter, oder es gibt bodennahe Systeme. Die Entzugsleistung, wenn man nicht auf 140 Grad Celsius heißes Wasser treffen will, beträgt dabei 5 Watt pro Bohrmeter.

    Die erneuerbaren Energien, und Geothermie, oder Erdwärme, ist dabei ein System von insgesamt acht Gruppen, müssen alle zusammenspielen - und für die Privatwirtschaft ist die Energiewende nicht zu stemmen. Mit einem Wert von 25 bis 100 Tsd. Euro pro Einwohner muß man rechnen. Das Datum "140 Grad Celsius" ist irreführend. Man meint nachher, dass Geothermie nur mit diesen Bohrtiefen oder diesen Wassertemperaturen zu tun hat.

    Das Reichstagsgebäude wird mit der Erdwärme geheizt (eine Erdwärmeanlage im Sommer übrigens, umgekehrt dann, kühlt und als Klimaanlage funktioniert):

    www.bundestag.de/kulturundgeschichte/architektur/energie : Deutscher Bundestag: Strom, Wärme, Kälte: das Energiekonzept des Deutschen Bundestages
  9. #9

    Zitat von Frickel-Pit Beitrag anzeigen
    Daß es bei einer Bohrung zu teilweise heftigen Reaktionen kommt, halte ich nicht für ungewöhnlich. In der Tiefe, in der sich das alles abspielt, gab es vermutlich seit Jahrhunderten keine Veränderung im Untergrund.

    Sämtliche Bohrungen zu stoppen ist aus meiner Sicht unsinnig. Es gibt halt ein paar Erdstösse, und dann sollte wieder Ruhe einkehren.
    ein paar Erdstöße? in Staufen im Breisgau hebt sich der Boden nach sechs Jahren immer noch.