Schönheitsreparaturen: Fast alle Klauseln in Mietverträgen sind ungültig

CorbisSie sind Bestandteil vieler Mietverträge: Klauseln, die Mietern vorschreiben, wann sie was in der Wohnung zu renovieren haben. Drei Viertel dieser Vorgaben sind allerdings ungültig - und Mieter haben mehr Rechte, als sie häufig glauben. Ein Überblick.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...-a-912280.html
  1. #1

    Wo bleibt der Gesetzgeber?

    Weshalb schiebt der Gesetzgeber die Ausgestaltung des Mietvertrages auf das BGH? Anstatt von einem Urteil zum nächsten zu gehen, sollte er endlich klare Vorgaben machen. Dann sind die meisten BGH Urteile überflüssig und mehr Rechtssicherheit gegeben. Wenn der Gesetzgeber einen offiziellen Mietvertrag erlässt in dem sämtliche Klauseln aufgelistet sind, dann wäre Klarheit geschaffen. An diese muss sich dann jeder halten.
  2. #2

    Das ist ja alles nix neues, wie sieht es denn mit Klauseln wie z.B. : "Rückgabe in dem Zustand, in dem sich die Mietsache zu Beginn des Mietverhältnisses befunden hat"

    Kann ja alles oder nichts bedeuten
  3. #3

    Kann es sein

    daß diesen Artikel ein frustrierter Mieter geschrieben hat? Denn wehe das glaubt einer was hier steht. Ein absolut unsauberer Artikel mit mindestens 100 Fallstricken. Beispiel: Ein ungültiger Artikel macht den Vertrag unwirksam? Schon mal etwas von Salvatorischer Klausel gehört? Und so weiter und so weiter. Natürlich muss ein Mieter renovieren, wenn er auszieht. Was erzählen sie den Leuten da eigentlich?
  4. #4

    wartet ab

    Da lassen Leute Wohnungen lieber leer stehen als sie von irgendwelchen Leute abwohnen zu lassen die nur Dreck hinterlassen beim Auszug.

    Eine Bekannt musste beim Einzug in eine andere Wohnung 20 !!!! Schichten Tapeten entfernen. Sagt doch alles aus über die Faulheit von Mietern. Warum alte Tapeten entfernen wenn mir die Wohnung nicht gehört. Einfach neue draufkleben. Fertig. Nach mir die Sintflut.
  5. #5

    Prima ...

    ... dann muss ich als Vermieter 10 Lagen Tapeten akzeptieren. Nicht nur lebensfremd sondern total daneben. Ich vermiete nur ohne Renovierung und das wars. Wer nicht will soll sich woanders eine Bude suchen. Basta.
  6. #6

    @ thunderstorm305

    Ihr Einwand ist nur zu berechtigt und jeder Fachmann wird Ihnen zustimmen.
    Nur leider haben wir in Deutschland unter den Abgeordneten in Bund und Land und auch bei sonstigen poltitischen Funktionsträgern keine fähigen Leute. Und der Rest besteht aus Interessenvertretern der Industrie.

    NIEMAND wird aufgrund seiner Kompetenz gewählt.
    Stelle man sich mal vor Merkel hätte sich mit ihrem Lebenslauf und ihrem Auftreten 1990 als Politikerin in einer Stellenausschreibung beworben. Man hätte sie aufgrund fehlender Qualifikation nicht mal als Tippse zur Aushilfe angestellt.

    Dementsprechend sind Bund und Länder kaum noch in der Lage handwerklich gut gemachte Gesetze zu produzieren. Aus heutiger Sicht ist es kaum glaubhaft, daß unsere BGB vor über 100 Jahren innerhalb weniger Wochen durch den Reichstag kam. Es gab zwar viele Veränderungen, aber insgesamt kann man es als Meisterwerk betrachten. Heutige Gesetze sind auch nach jahrzehntelangen Beratungen das Papier nicht wert!
    Selbst die Verträge zu Euro sind so lausig und voller Fehler. Heute kosten uns diese Fehler hunderte Milliarden Euros.
    Da kann man kaum erwarten, daß dieser Gesetzgeber sinnvolles Mietrecht schaffen wird!

    Leider wird wohl Merkel am Ruder bleiben obwohl ihre Bilanz auch nach Meinung der FAZ eine Ablösung rechtfertigen würde.
  7. #7

    Die Diktatur des Mieters

    Auch ein Grund, warum bezahlbarer Wohnraum knapp ist: wer vermietet hat kaum Rechte und hat vor Gericht kaum eine Chance. Mir reichen die Erfahrungen mit Mietern. Nie wieder! Ändert etwas an der Waffenungleichheit und ihr bekommt wieder Mietwohnungen. Gesetzliche Preisregulierungen, wie sie staatsgläubige Linke will, sind keine Lösung.
  8. #8

    Richtig so!

    Mieter muessen mehr ueber ihre Rechte erfahren. Gerade in Zeiten von absurden Mieterhoehungen ist es nur richtig das Mieter alle Schlupfloecher nutzen die moeglich sind. Man sollte sich nicht vom Vermieter ausnehmen lassen wie eine Weihnachtsgans.
    Und Vermieter die sagen, "dann vermiete ich nicht" ... bitteschoen, hat ja keiner was dagegen. Jammert doch nicht rum, sondern macht einfach.
  9. #9

    Ich bin beruflich bedingt schon oft umgezogen....

    ... und die Reparaturen und anschliessenden Norgeleien der Vermitter waren schon sehr lästig. Eigentlich hatte man als Mieter nie die Chance es selbst zu machen, zu 100% waren die Forderungen.
    Und so wie ich die Wohnung dann final hinterlassen hatte bekam sie der nächste Mieter, wieder mit den selben Auflagen. Das ist schon dreist.
    Es ist gut dass dem nun endlich ein Riegel vorgeschoben wird.