Insider-Skandal bei Solarfirma: Q-Cells-Manager erklärt Rücktritt

GoodventEiner der obersten Wirtschaftsförderer Sachsen-Anhalts hat privat Millionen an der vom Land subventionierten Firma Q-Cells verdient. Im Interview verkündet er seinen Rücktritt - und berichtet von weiteren geförderten Unternehmen, an denen er sich beteiligt hat.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-911863.html
  1. #1

    Von der Osten: Im Rückblick mag das vielleicht seltsam aussehen. Aber mein Vertrag als Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft IBG hat es mir nicht verboten, solche Beteiligungen einzugehen und mich auch nicht verpflichtet, sie offen zu legen. Zumal ich in den Gremien, die über die Q-Cells-Beteiligung entschieden haben, weder Sitz noch Stimme hatte.

    Es ist absolut widerlich, was in diesem Land passiert.

    Ich wünsche mir echt französische Verhältnisse. Die von 1789.
  2. #2

    Aalglatt das Gesicht aalglatt die Auskünfte...

    Hier haben wir das Paradebeispiel dafür, wo es hinführt wenn alles was nicht verboten ist getan wird.
    Juristisch ist der Mann fein raus. Ein Unrechtsbewußtsein hat er auch nicht. - Na dann prosit!
  3. #3

    Leider nichts Neues - in Ostdeutschland eher die Regel

    Diese Verflechtungen sind leider in Ostdeutschland leider eher die Regel als die Ausnahme. Gerade durch die politisch eingesetzten Geschäftsführer wurde der Kontrollmechanismus ausgehebelt oder glaubt jemend im Ernst dass ein Geschäftsführer einer Landesgesellschaft durch die Politiker, die ihn bestellt haben richtig geprüft wird?
    Auch wenn , wie in diesem Fall, meistens rechtlich nichts vorzuwerfen ist, die Votrteilsnahmemöglichkeiten sind vielfälltig, denn bei Empfängen und anderen Smaltalk-Möglichkeiten werden massenhaft Insiderinformationen ausgetauscht.
    Am Ende zahlt's der Steuerzahler, denn meistens geht's um die Ausschöpfungsmöglichkeiten bei Subventionen.
    Ich möchte nicht wissen wie groß der Anteil der Unterstützung durch Herrn von der Osten bei der "Subventionsgestaltung" für Q-Cells war.
    Vielleicht sollten sich wirtschaftskundige Journalisten einmal in diesem gigantischen Sumpf von Subventionen und Subventionsgewährungen umsehen, das gäbe sehr abwechslungsreichen Lesestoff über Jahre.
  4. #4

    ..sehr schön

    ..immer wieder zu sehen wie Aufsichtsräte und vorstände "kooperieren"..da bleibt für beide genügend übrig. Unsere previligierten Eliten mit Fielmann Brille und intregrem Reklame Lächeln.machen doch nichts unrechtes..und wenn juristisches unklar..sitzen wir das doch aus..die paar millionen müssen wir ehh nicht zurückzahlen
  5. #5

    Harmlos oder ?

    Ein harmloser Bürger, ein tüchtiger Manager.
    Falls es einmal vor Gericht gehen sollte, wird der Richter sicher gleich sein Taschentuch zücken und abwinken, kein Handlungsbedarf.
    Oder darf ich hoffen - auf dich, du augenverhüllte Justitia?
  6. #6

    Ich muss bei Solarförderung immer an meinen Bekannten denken als er mir damals erzählt hat, wie die Firma, bei der er gejobbt hat ganze Felder von nicht oder schlecht funktionierenden Panels errichtet hat, um noch Födermittel abzugreifen. Aber der Michel zahlt's ja...
  7. #7

    Rechtslage ändern

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Einer der obersten Wirtschaftsförderer Sachsen-Anhalts hat privat Millionen an der vom Land subventionierten Firma Q-Cells verdient. Im Interview verkündet er seinen Rücktritt - und berichtet von weiteren geförderten Unternehmen, an denen er sich beteiligt hat.

    Sachsen-Anhalt: Von der Osten erklärt Rücktritt - SPIEGEL ONLINE
    Er wird nicht der einzige Entscheidungsträger/Politiker sein, der so handelt. Deshalb muss endlich im Strafrecht eine Handhabe her, dass Bestechung und Korruption eindeutig definiert und saftige Strafen möglich sind. Außerdem sind die Gesetze schnellstens so zu ändern, dass diese ausufernde Selbstbedienung durch die Hintertür verhindert wird.

    Der hier geschilderte Fall beweißt aber auch mal wieder, wie tief die sogenannte politische Elite gesunken ist. Eine Schande!
  8. #8

    und politische Verantwortung - Fehlanzeige

    dieses Interview ist doch der St**kefinger für den Steuerzahler!
  9. #9

    Man stelle sich vor...

    ein 16jähriger wird beim Versuch etwas zu stehlen erwischt und er entgegnet: Die Ware ist nicht ausgezeichnet und niemand hat mich darauf hingewiesen, dass man hier nichts mitnehmen darf.