Skandalkünstler vor Gericht: Jonathan Meese bezeichnet Hitlergruß als Kunstaktion

DPAFür einen Hitlergruß, mit dem Jonathan Meese während eines SPIEGEL-Gesprächs an der Uni in Kassel provozierte, muss er sich vor Gericht verantworten. Der Künstler ist unbeeindruckt. Es habe sich dabei nicht um seine private Meinung gehandelt, sondern um eine Kunstaktion.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-911877.html
  1. #1

    Künstler und Möchtegern-Künstler

    stehen nicht außerhalb der Rechtsordnung
  2. #2

    Jonathan Meese Beleidigungs-Performance

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für einen Hitlergruß, mit dem Jonathan Meese während eines SPIEGEL-Gesprächs an der Uni in Kassel provozierte, muss er sich vor Gericht verantworten. Der Künstler ist unbeeindruckt. Es habe sich dabei nicht um seine private Meinung gehandelt, sondern um eine Kunstaktion.

    Jonathan Meese bezeichnet in Kassel Hitlergruß als Kunstaktion - SPIEGEL ONLINE
    Bei seinem nächsten "Auftritt" sollte man einfach mal in Gruppe anreisen, den Spieß herumdrehen und eine höchst künstlerisch-inspirierte "Jonathan Meese Beleidigungs-Performance" starten.

    Einfach ein paar alte Schuhe, Vuvuzelas und Tam-Tams mitnehmen, und dann mal zur Freude von Künstler und Publikum kräftig loslegen. Bin ja mal gespannt, wie weit seine Kunstsinnigkeit hier noch reichen wird.
  3. #3

    Gute Strategie...

    ...muss ich mir merken. Jedesmal, wenn ich mich daneben benehme oder mich der Wahnsinn befällt, bezeichne ich es hinterher als Kunst!
  4. #4

    Solange wir wie die Äffchen

    auf Hakenkreuz und Hitlergruss reagieren sind wir wie verschreckte Hasen die auf die Fehler unserer Vergangenheit starren. Es wird Zeit, derartige Symbole und Reaktionen zu ignorieren wie erwachsene Menschen und sie nicht hochzuspielen. Die machen keine neue Naziherrschaft.
  5. #5

    Ich finde es befremdlich wieviel Macht der Gröfaz fast 70 Jahre nach seiner Höllenfahrt imm noch über die Köpfe vieler Menschen hat, so das eine nach ihm benannte Bewegung des rechten Armes eine Provokation ist.
  6. #6

    Kunstobjekt - schrecklicher Mensch -

    nunja - Kunst liegt im Auge des Betrachters. Er hat jedenfalls Hirn im Kopf - soweit man es aus Interviews herauslesen kann. Aber genialer Künstler? Sich auf der Bühne bewusstlos saufen - dass muss man mögen. Ich mag es nicht.

    Aber er ist nunmal Künstler, er selbst ist irgendwie ein Kunstobjekt, welches viele schrecklich und andere genial finden.

    Wenn man dann "Diktatur der Kunst" und Hitlergruss in Zusammenhang setzt, dann muss man zwangsläufig ins Grübeln geraten.. wie wörtlich darf ich das jetzt nehmen.

    In einer Uni, die Studenten als Schmarotzer der Nation zu bezeichnen, er war selber mal einer, ist die Aufforderung Kunst zu machen, nicht sie zu studieren.

    Er provoziert. Darf Kunst das nicht?
  7. #7

    natürlich nicht

    Zitat von gefaehrlicheshalbwissen Beitrag anzeigen
    nunja - Kunst liegt im Auge des Betrachters. Er hat jedenfalls Hirn im Kopf - soweit man es aus Interviews herauslesen kann. Aber genialer Künstler? Sich auf der Bühne bewusstlos saufen - dass muss man mögen. Ich mag es nicht.

    Aber er ist nunmal Künstler, er selbst ist irgendwie ein Kunstobjekt, welches viele schrecklich und andere genial finden.

    Wenn man dann "Diktatur der Kunst" und Hitlergruss in Zusammenhang setzt, dann muss man zwangsläufig ins Grübeln geraten.. wie wörtlich darf ich das jetzt nehmen.

    In einer Uni, die Studenten als Schmarotzer der Nation zu bezeichnen, er war selber mal einer, ist die Aufforderung Kunst zu machen, nicht sie zu studieren.

    Er provoziert. Darf Kunst das nicht?
    wenn ein teil des gesetzes für künstler nicht gilt, wird in zukunft jeder, der straftaten begeht sich künstler nennen.
    provokation ist nicht die erlaubnis, straftaten begehen zu dürfen.
    er kann zwar mit verbrechen provozieren - muss dann aber die konsequenzen tragen.
    wäre ja sonst auch kein künstler, sondern nur ein gestörtes würstchen ohne unrechtsbewusstsein.
  8. #8

    Zusammenhang unwichtig?

    Also der Hitlergruß war ja wie ich es verstehe nicht stumm ausgeführt und auch nicht im Zusammenhang mit Naziparolen. Sondern er sollte eine Diktatur symbollisieren (die der Kunst, also keiner politischen Staatsform). Ich muss ganz ehrlich gestehen, daß ich nicht ganz verstehe wieso man da keinen Unterschied sieht. Wieso der Umstand, daß Meese schwarz gekleidet gewesen ist eine Erwähnung wert ist ebenfalls nicht. Trage ich auch bevorzugt als Farbe, und das hat nichts mit Nazis zu tun. Ich weiß zwar, daß*es in diesem Zusammenhang eine unzulässige Rellativierung gibt, aber mit dieser selbst auferlegten Zensur schiesst man weit über das Ziel hinaus und verunglimpft möglicherweise Leute als Nazis, welche keine sind, wähnrend die wahren Nazis unbeeindruckt ihr Unwesen treiben.
  9. #9

    bei den kommentaren hier wird mir als künstler ganz anders. kunst ist und hat frei zu bleiben. man muss sie nicht kapieren. eine beleidigung kann ich bei herrn meese nicht feststellen. einen hitlergruss aus einen kontex herauszunehmen, um ihn dann zu verurteilen ist sehr fragwürdig. auch kunst darf in form von satire oder mahnung auch verachtende äusserungen oder zeichen benutzen. kunst ist aufklärung. verstehen muss man sie nicht, aber auch nicht darüber urteilen. herr meese ist alles andere als ein faschist, sondern ein mensch, der sich über das leben mal gedanken gemacht hat. im gegensatz zu einigen kommentatoren hier. peace.