Frauenfußball-Bundestrainerin Neid: "Die Favoritenrolle sind wir los"

DPAZu träge, zu verspielt, zu viele Fehlpässe: Silvia Neid geht mit ihrer Mannschaft nach dem 0:1 gegen Norwegen hart ins Gericht. Im Interview spricht die Bundestrainerin der Fußballerinen zudem über ihren Plan für das EM-Viertelfinale gegen Italien.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...-a-911784.html
  1. #1

    Silvia Neid ist das Problem...

    ... nicht die Mannschaft. Ohne ein Spiel in voller Länge gesehen zu haben, diese Frauschaft wird immer schlechter. Von Jahr zu Jahr.

    Die Jones wäre wohl besser geeignet als TrainerIN.
  2. #2

    optional

    Zunächst einmal: Ich glaube an Frauenfußball und würde es mir sehr gerne anschauen, wenn es nicht so langweilig wäre. Ich sehe keinen anderen Grund dafür, dass es nicht so spannend und elegant ist wie das, was die Männer machen, in der Ausbildung der Menschen. Nichts was ich sage bedeutet: Frauen können das nicht. Ich sehe mich aufgrund der Behandlung der Frauennationalmannschaft in den deutschen Medien gezwungen, zunächst so eine Einleitung zu schreiben. Echter Kommentar: Was für ein Käse. Es gibt nur einen Grund wieso Deutschland so schlecht abgeschnitten hat: Chancenverwertung des Grauens. Das ist aber leider Standard im Frauenfußball, der technisch und taktisch sehr weit abgeschlagen ist. Das schlechte Abschneiden ist zu 20% der schlechten Ausbildung der Spielerinnen geschuldet (wodurch jedes Frauenfußballspiel einen großen Zufallsfaktor erhält) und zu 75% (5% diverses) der schlechten Trainerin. Keine Struktur. Keine Spielzüge. Hat wer den Ball, wird gerannt als ob der Teufel hinter einem wäre bis man den Ball verliert oder nach vorne gedroschen als würden Weitschüsse Punkte bringen. Ironisch ist, dass dies in der Defensive, wo es durchaus sinnvoll ist, nicht passiert, sondern Kullerbälle gespielt werden. Kein Spielaufbau = keine Tore, ist jetzt schon in 2 Spielen gegen unterlegene Gegner passiert. Ich glaube Deutschland würde viel besser abschneiden, wenn man ein paar Sachen beachten würde: Niemand stirbt, wenn man mal Ruhe ins Spiel bringt, einen Pass seitwärts (fast jeder Pass ist haargenau parallel zur Seitenlinie) oder gar zurück spielt, Frankreich demonstriert das schon ganz gut, Zeit lässt die Lücke zu suchen und im Ballbesitz bleibt. Die spanische Männernationalmannschaft mag super darin sein mit einem Ballkontakt pro Spieler den Ball laufen zu lassen, aber die sind auch technisch in einer anderen Liga. Dies sollte aufhören, ziemlich schnell.
  3. #3

    Neid-Debatte

    "Die Favoritenrolle sind wir los. " Da hat Frau Neid recht.

    Ich hoffe nur, dass Frau Neid auch bald ihren Job los ist. Für 700.000 Euro p.a. findet man bestimmt Fachpersonal mit mehr Kompetenz und Ausstrahlung als die etwas paddelige Frau Neid.
  4. #4

    ... nicht aus dem ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zu träge, zu verspielt, zu viele Fehlpässe: Silvia Neid geht mit ihrer Mannschaft nach dem 0:1 gegen Norwegen hart ins Gericht. Im Interview spricht die Bundestrainerin der Fußballerinen zudem über ihren Plan für das EM-Viertelfinale gegen Italien.

    Frauenfußball: Bundestrainerin Neid im Interview - SPIEGEL ONLINE
    ... Rhythmus bringen lassen von den Italienerinnen?
    Es wäre zu wünschen, dass der derzeitige Rhythmus freiwillig verlassen wird.
    Frau Neid, Sie sollten es doch am besten wissen, dass diese Mannschaft nicht gut ist und deshalb niemals eine Favoritenrolle innehaben konnte.
    Dafür ist ein TrainerIn ja da, den Leistungsstand schon vorab zu vermitteln und so gegen Nervosität vorzubauen.
    Aber es ist noch nicht vorbei.
  5. #5

    Trainerin ist natürlich unschuldig

    Wer ist denn für die Einstellung des Teams verantwortlich ? Wenn denn die Mädchen alle noch so jung sind, warum bringt man dann nicht nach 60 min eine Lira, die schon beim Islandspiel gezeigt hat, dass es dann noch einmal richtig nach vorn geht. Ich vermute ja, dass das Taktik war zu verlieren, dass hat aber mit Sport und mit Werbung für den Frauenfussball wenig zu tun. Und die Werbung bräuchte man nach der verkorksten WM11. Ich finde das Auftreten in allen drei Spielen erschreckend, wenn man bedenkt was für tolle Talente wir haben, Verletzungen hin oder her... Wir im Frauenfußball Engagierte hätten gehofft, dass mit mutigem frischen Fußball ala Löw noch mal ein neuer Schub kommt. Chance vertan ...
  6. #6

    unqualifiziertes

    Gelaber, sollte sich eine Trainerin nicht vor Ihre (jungen) Spielerinnen stellen ?! Schon ganz die Funktionärin, besser mal nen Jogging Anzug anziehen...
  7. #7

    "Neid: Wir haben nie ins Spiel gefunden. Zu wenig Tempofußball, zu viele Fehlpässe und Ballverluste, zu träge, zu verspielt vor dem Tor, zu wenig den Abschluss gesucht"

    Komisch.. Ich dachte das gehoert zum Frauenfussball dazu?
    Immer wenn ich durch Zufall mal beim Zappen hängenbleibe, kommt wir das wie ne Zeitlupenwiederholung bei nem E-Jugend-Spiel vor...

    Gibts da auch Mannschaften die schnell spielen?
  8. #8

    Nein

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zu träge, zu verspielt, zu viele Fehlpässe: Silvia Neid geht mit ihrer Mannschaft nach dem 0:1 gegen Norwegen hart ins Gericht. Im Interview spricht die Bundestrainerin der Fußballerinen zudem über ihren Plan für das EM-Viertelfinale gegen Italien.

    Frauenfußball: Bundestrainerin Neid im Interview - SPIEGEL ONLINE
    Es war zum Haare raufen. Kein Pass kam an, kein Ball wurde angenommen ohne das er 5 Meter weg sprang zum Gegner, es wurde einfach einmal geschossen in der Hoffnung dort steht eine Spielerin der eigenen Mannschaft, aber leider stand da eine aus der anderen Mannschaft. Bitte Üben, Bälle passen, Bälle annehmen, weniger Haufenbildung von 3 bis 5 Damen die sich selbst im Wege stehen und umlaufen. Und wenn man das Passspiel beherrscht können vielleicht auch die Torschüsse in Richtung Tor funktionieren. Also üben, üben, üben.
  9. #9

    offensichtlich absicht

    habe nur die letzten 10 minuten gesehen, konnte aber da schon klar erkennen, dass es sich hierbei mal wieder um ein absichtliches abschenken des dfb handelt, wie man es ja auch bei den herren in jeder sich bietenden situation praktiziert, wenn man schwere gegner umgehen will. die körpersprache der deutschen sagte weit mehr aus, als es das ansehehen des spiels über die volle länge hätte tun können. und auch der reporter ließ den vorsatz der vermeidung des ko-gegners frankreich durchklingen, da es ja in seiner offensichtlichkeit einer erklärung bedurfte.
    zuletzt machte man das bei den herren im letzten quali-spiel zur em 2008, als man gegen tschechien das heimspiel mit 0-3 abschenkte, weil man in österreich nicht als gruppensieger gesetzt werden wollte. man wurde gruppenzweiter, wurde dem gruppenkopf österreich zugelost, was mit den weiteren gegnern kroatien und polen einem freilos gleichkam. dieses abschenken, so unsportlich es auch war, hatte somit seinen zweck erfüllt und man konnte sich gegen gurkengegner bis ins endspiel durchmogeln, wo dann letztendlich die spanier den ertricksten titel vermeiden konnten.
    wer gestern das ständig lächelnde gesicht von silvia neid sah, den nicht vorhandenen drang, das spiel von außen in irgend einer form positiv zu beeinflussen, der konnte sehen was sache war. die schlußszene, ein in peinlicher offensichtlichkeit absichtlich neben das tor geschossener freistoß, zauberte ihr parallel zum schlußpfiff dann noch ein weiteres lächeln ins gesicht, wo normalerweise ein ausflippen üblich ist.
    ok, jetzt hat man sich durch diese zuschauerverarsche auf den zweiten platz getrickst, den vermeintlich schwersten gegner, frankreich, vermieden. ob italien so viel leichter wird...?

    zuletzt bleibt anzumerken, daß das abschenken gegen die ddr 74 das einzige turnier war, wo solch urdeutsche praktiken letztendlich auch zum turniersieg führten. ansonsten siegte am ende immmer die fairness, so oft man es auch versuchte. 82, 86, 08. auch wenn die schande von gijon keine niederlage sondern ein sieg war, war man teil eines verschobenen wm-spiels zum eigenen vorteil. wobei, auch das sollte nicht vergessen werden: nicht nur deutsche fussballer wenden solche tricks an, auch die letzte hockey-wm in deutschland wurde so beeinflußt, als man im letzten gruppenspiel einen sieg gegen südkorea vermied, um sich dann in der leichteren hälfte des plateaus bis zum titel zu tricksen. und titel zu feiern, ohne deren art des zustandekommmens zu hinterfragen, das ist in deutschland das normalste der welt.
    man denke nur an all die anderen sportarten, olympisch oder nicht, wo man den deutschen in sachen fairplay oder doping ständig auf die finger klopfen muß