Fall Trayvon Martin: Das Schweigen des Barack Obama

AFPFünf Tage sind nach dem umstrittenen Freispruch für den Weißen George Zimmermann vergangen, der den Schwarzen Trayvon Martin erschoss - und Barack Obama schweigt. Bürgerrechtler fordern vergeblich deutliche Worte vom ersten schwarzen US-Präsidenten. Dessen Schweigen hat Kalkül.

Fall Zimmerman Trayvon Martin: Obamas Schweigen - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    optional

    Was soll er denn groß machen? Auch in den USA gibt es Gewaltenteilung. Wenn muss der Justizminister was machen. Es war nunmal das Urteil und es kann doch nicht durch den Präsidenten aufgehoben werden o.Ä.
  2. #2

    Chef der Exekutive...

    Auch wenn sich die Staaten offenbar z.zt. keine besondere Mühe mehr geben wenigstens als ein Rechtsstaat zu erscheinen, wäre es dennoch schon ziemlich verwegen vom Chef der Exekutive in die Entscheidungen der Judikative einzugreifen.
    Das mit der Gewaltenteilung ist halt so ein Ding.....
  3. #3

    Das war's mit dem zweiten schwarzen Präsidenten

    Der Erste hat es so dermaßen verbockt, dass es der nächste schwer haben wird, nochmal die Wähler zu aktivieren.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fünf Tage sind nach dem umstrittenen Freispruch für den Weißen George Zimmermann vergangen,
    Ich habe den Fall nicht sonderlich intensiv verfolgt, das ganze kommt mir aber doch stark wie eine Stellvertreterdebatte vor. Um festzustellen, dass Zimmermann, trotz seines deutschen Namens, kein Weisser ist, braucht es keinen DNA-Test. Manchmal scheint mir, dass man Zimmermann zum Weissen erklaert hat, weil man einen Latino einfacher verurteilen kann. Und das dann im Namen der Rassismusbekaempfung. An diesem Fall ist einiges nicht koscher.
  5. #5

    Politik hat die Judikative nicht zu beeinflussen

    Würde Obama jetzt seine Meinung dazu äußern, dann gelte das als Beeinflussung, eventuell gar als Bevormundung der Judikative.
    Das wäre voll schädlich für eventuelle weitere rechtliche Prüfung des Falles.

    Die Presse sollte statt stimmungsmachend Öl ins Feuer zu gießen, vielleicht auch mal aufklären über die demokratischen Strukturen der Gewaltenteilung.
  6. #6

    Warum also schweigt Obama?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fünf Tage sind nach dem umstrittenen Freispruch für den Weißen George Zimmermann vergangen, der den Schwarzen Trayvon Martin erschoss - und Barack Obama schweigt. Bürgerrechtler fordern vergeblich deutliche Worte vom ersten schwarzen US-Präsidenten. Dessen Schweigen hat Kalkül.

    Fall Zimmerman Trayvon Martin: Obamas Schweigen - SPIEGEL ONLINE
    ....weil Zimmermann in rechtsstaatlich einwandfreier Weise mangels Tatnachweis nach dem Grundsatz "in dubio pro reo" freigesprochen wurde. Es gab nun mal keine Zeugen und die Gesetze in Florida sind sehr großzügig, wenn es um die Frage geht, ob man jemanden abknallen darf - man darf, wenn man sich nur bedroht FÜHLT.

    Der Ausgang der Sache ist unbefriedigend. Das Problem löst man aber nicht durch die Gerichte. Die Gesetze müssen geändert werden. Leute wie Zimmermann dürfen nicht mehr mit einer Waffe auf die Menschheit losgelassen werden.
  7. #7

    Tatsachen

    Bleiben wir doch bitte bei den Tatsachen. Im letzten Absatz kurz erwähnt wurde Stand your ground in diesem Fall überhaupt nicht angewandt sondern es handelte sich um einen klassichen Fall von Notwehr.
    Kurz die Fakten von jemanden , der den gesammten Prozess verfolgt hat:
    Trayvon Martin hat den Konflikt initialisiert und befand sich im Moment des Schusses auf Georg Zimmerman und schlug auf ihn ein.
    Georg Zimmerman durfte eine Waffe tragen.
    Georg Zimmerman war kein Rassist, sondern ein Latino der sich um seine Nachbarschaft gesorgt hat.
    Trayvon Martin war öfter in Schlägerein verwickelt, nahm regelmäßig Drogen und besaß oder hatte zumindestens Zugang zu Waffen ( illegal , da er erst 17 war).
    In Deutschland wäre Georg Zimmerman nun tot und Trayvon Martin dürfte nach 2 Jahren Haft den Rest seiner Strafe auf Bewährung in Freheit verbringen. Meiner Meinung wurde gerechtigkeit geliefert.
  8. #8

    Vielleicht

    ist es gar nicht die Aufgabe des Präsidenten Gerichtsentscheidungen zu kommentieren ? Hier verhält sich Obama mal richtig. Er ist nämlich tatsählich Präsident von ganz Amerika.
    Und in Polizeikontrollen sollten sich auch weiße Amerikaner vorsichtig verhalten.Besser ist das.
  9. #9

    Es beweist

    ein merkwürdiges Verständnis von Demokratie, von einem Präsidenten zu verlangen, er solle sich in ein rechtsstaatliches Verfahren einmischen. Das Prinzip der Gewaltenteilung gilt auch und gerade in Amerika. Wenn Obama zu dem Prozeß schweigt, handelt er völlig korrekt.
    Nebenbei: Auch in Deutschland müssen "von einem Verbrechen bedrohte Bürger der Gefahr nicht aus dem Weg gehen, sondern dürfen den vermeintlichen Angreifer sogar töten".