Zürcher Rotlichtviertel: Huren, Junkies und ein Zeichner

SPIEGEL ONLINEDas Zürcher Langstrassen-Quartier, das Rotlichtviertel, ist im Umbruch. Doch noch stöckeln Prostituierte über die Bürgersteige, Polizei kontrolliert. Der richtige Ort für André Sandmann, der Geschichten mit der Zeichenfeder erzählt.

http://www.spiegel.de/reise/staedte/...-a-911478.html
  1. #1

    ...gewisse Parallelen zu Toulouse-Lautrec?

    Wo kann man seine Bilder sehen?
  2. #2

    Immer langweiligere Städte

    Schöner Artikel, mehr davon. Ich habe beobachtet, dass die meisten Städte immer cleaner werden - und immer langweiliger. Früher waren die Sädte wild und voller Leben. Denken Sie an NYC, London, Paris, Barcelona, Madrid, Rom, Bangkog, Hongkong, sogar Singapore. Auch hierzulande. Der Kiez in Hamburg? Da rufen die Besitzerder neuen schnieken 3 Zi Whng. für 750TSD € die Polizei, wenn die Band im Lehmitz zu "laut" ist nachts um halb eins, statt sich Wachs in die Ohren zu tunnund sich zu freuen, dass man in einem lebhaften aviertel wohnt. Wo wird das enden. In der gähnenden Langweiligkeit, fürchte ich.
  3. #3

    mähhh

    Das Rothaus an einem Sonntag Nachmittag- das vermittelt überhaupt keinen Eindruck von der Langstrasse. Aber spielt eh keine Rolle - ist im Grunde nur noch ein Vergnügungspark für Juppies und Aargauer samt Originalfassade und ein paar abgehalfterten Junkies. Zürich ist endgültig Opfer seines Reichtums geworden. Geistige Verflachung infolge des narzistischen Festmahls das jedermann dort erwartet wenn er nur ein bischen ehrgeizig ist. Schreibt mal darüber...
  4. #4

    Hauptsache die Leute haben Spass und bringen dem Longstreet BIP was.

    Zitat von itaipu Beitrag anzeigen
    Das Rothaus an einem Sonntag Nachmittag- das vermittelt überhaupt keinen Eindruck von der Langstrasse. Aber spielt eh keine Rolle - ist im Grunde nur noch ein Vergnügungspark für Juppies und Aargauer samt Originalfassade und ein paar abgehalfterten Junkies. Zürich ist endgültig Opfer seines Reichtums geworden. Geistige Verflachung infolge des narzistischen Festmahls das jedermann dort erwartet wenn er nur ein bischen ehrgeizig ist. Schreibt mal darüber...

    Ja klar gibt ja auch seit Jahrzehnten den Aargauerhof an der Longstreet. Was spricht dagegen das die vielen in der Stadt Zürich arbeitenden Nicht Zürcher einen Teil Ihrer Freizeit auch dort verbringen?

    Es ist eine gesunde Mischung unter den südamerikanisch, asiatisch, balkanesisch, portugesisch und germanischen Fussgängern/Barhocker Volk.

    Nur die Rockkultur auf der Strasse und in der Bar wie Früher fehlt neben all den unter Kulturschock überlasteten Black Jacken.
  5. #5

    Urban Sketcher

    Nein, es kann kein Städte-/ Gebäudezeichner sein, dass wäre langweilig und würde den Eindruck vermitteln, so etwas gäbe es schon länger. Urban Sketching ist da ein ganz neuer Ansatz, deutlich moderner und hundertmal cooler.

    Mann Leute, wenn die deutsche Sprache jemand retten kann, dann sind es Schriftsteller und Autoren. Wir brauchen euch. Englisch können wir schon.
  6. #6

    Ich like Urban scetching

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Zürcher Langstrassen-Quartier, das Rotlichtviertel, ist im Umbruch. Doch noch stöckeln Prostituierte über die Bürgersteige, Polizei kontrolliert. Der richtige Ort für André Sandmann, der Geschichten mit der Zeichenfeder erzählt.

    Urban Sketcher in Zürich: Huren, Junkies und ein Zeichner - SPIEGEL ONLINE
    und habe den neuen Begriff sofort auf einer Site in meiner Sammlung "Englisch fuer Deutsche" notiert. Da gab's doch mal Strassenmaler und man hat halt auch mal geguckt, so wie auf die maessig interssanten Skizzen vom Sandmann, Urban Scetching hingegen ist total aufregend mit den vielen Klicks und Likes weltweit.
  7. #7

    Mehr Sandmann!

    @gjedda: Mehr urban sketching & sandmann in aktion gibt es hier http://www.westnetz.ch/story/der-ort-ist-wichtig-man-zeichnet-ihn-ja-schliesslich und hier www.sandmann.ch Ansonsten: Wie hier schon richtig bemerkt haben viele Jahre Saubermann-Politik auch die Langstrasse ziemlich gesäubert.
  8. #8

    Andre Sandmann

    "Urban Sketchers" klingt ähnlich wie "Urban Gardening" oder "Urban Knitting". Ist aber mehr als ein weiterer, modischer Anglizismus. Denn "Urbansketchers.org" ist primär der Name einer gemeinnützigen Organisation aus Seattle. Sie hat diese Bewegung angestossen und verbindet über ihr eigenes Forum und über Ableger in verschiedenen sozialen Netzwerken Zeichner aus aller Welt. Da ist Englisch naheliegend. Zeichnen in der Stadt ist an und für sich nichts Neues - eher retro. Das Analoge hat aber für viele Kreative, die Tag für Tag vor Bildschirmen sitzen, eine neue Faszination entwickelt. Neu ist ausserdem, dass Web 2.0 den Austausch vereinfacht und weltweit Gleichgesinnte verknüpft (Prinzip Longtail).