Brüssel und der NSA-Skandal: Das Schweigen der Europäer

AFPDer amerikanische Geheimdienst NSA hat gezielt EU-Einrichtungen abgehört. Und was tun die Chefs der Brüsseler Institutionen? Tauchen ab. Wäre Kommissionspräsident Barroso direkt vom Volk gewählt, könnte er sich nicht so leicht aus der Affäre ziehen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-911398.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wäre Kommissionspräsident Barroso direkt vom Volk gewählt, könnte er sich nicht so leicht aus der Affäre ziehen.
    Klar könnte er. Machen fast alle europäischen Staatsoberhäupter doch auch und die sind entweder direkt gewählt oder, wie Frau Merkel, von direkt gewählten Gremien eingesetzt.
  2. #2

    Nicht schlimm

    Über Barroso und Co. redet in ein paar Monaten kein Mensch mehr, nur van Rompuy wird als "damp rag" noch in Erinnerung bleiben, wenn dieser wahnwitzige EU-Fanatismus beendet ist.

    Als überzeugter Europäer: Schade. Vor ein paar Jahren wäre noch "Zurück zu Maastricht" möglich gewesen, jetzt kommt kämpfen die EU-Extremisten bis zum Ende in ihrem Bunker.
  3. #3

    Ich habe mehr Angst...

    vor der EU-und EZB-Diktatur und ihren "EU-Granden" als vor der NSA. Die NSA ruiniert nicht unsere Demokratie und unseren Wohlstand, das machen die unlegitimierten EU-Kommissare und Ihr Gefolge!
  4. #4

    Fehlbesetzung Barroso

    Daniel Cohn-Bendit hat sich lautstark gegen die Wiederwahl von Barroso gewehrt - mit Recht. Barroso ist ein erklärter US-Freund, will Uno-Generalsekretär werden und arbeitet pro USA ! Europa muss zu sich selbst finden und sich als eigenständige Kraft installieren, die USA sind keine verlässlichen Partner (mehr) !
  5. #5

    Demokratie

    "Wäre Kommissionspräsident Barroso direkt vom Volk gewählt, könnte er sich nicht so leicht aus der Affäre ziehen."

    Herzlichen Dank an den Autor, das kann man gar nicht häufig genug sagen! Das Beispiel Deutschland zeigt - alle 4 Jahre wählen ist noch zu wenig, um die Politiker zu kontrollieren. Aber wenn Europa noch nicht reif für dieses absolute Minimum an Demokratie ist, sollte man es schnellstens auflösen. Besser ein Schritt in die falsche Richtung, als den inakzeptablen Status quo aufrechtzuerhalten!
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wäre Kommissionspräsident Barroso direkt vom Volk gewählt, könnte er sich nicht so leicht aus der Affäre ziehen.
    Das Demokratiedefizit der EU ist doch kein Geheimnis. Nicht mal die wahl des Parlaments genügt demokratischen Standards (sie ist zwar frei und geheim aber nicht gleich) und das Parlament hat praktisch nichts zu sagen. Mitbestimmung ist in der Brüsseler Bürokratur auch nicht erwünscht, denn dann könnten sie sich undurchdachte Dummheiten wie den Euro oder den Türkeibeitritt direkt in die Haare schmieren.
  7. #7

    Vasallen verhalten sich nun mal so,

    sahen wir doch auch bei den sogenannten "Satelliten" Moskaus. Es gilt eben immer das Gesetz des Stärkeren und der sitzt halt in Washington und die anderen Kratzbuckeln, ein übliches Verhalten, selbst im Zoo. An Snowdens Ehrgefühl zu appellieren ist wohlfeil, er würde keinen fairen Prozeß bekommen, da den Juristen dort Ehre kein Begriff ist, wie auch die Geheimen Richter belegen, sie scheuen die Öffentlichkeit.
  8. #8

    Realisten

    Abgesehen von den sonstigen Schwächen sind das eben Realisten. Die nicht wie die Deutschen panisch im Kreis rumlaufen und die Regierung mit Wonne ausschimpfen. Obwohl die relativ wenig dafür kann, wenn eine Supermacht die eigenen Interessen durchsetzt.
  9. #9

    optional

    welche Demokratie meinen sie? Schauen sie sich doch erstmal unser land an, da herrscht keine demokratie, die wird nur vorgegaukelt.... oder warum sonst gibt es soviele unnötige bauprojekte, die bereits jahre zuvor geplant wurden, aber die bevölkerung nie gefragt wurde. oder warum werden Millionen in irgendwelche unternehmen gesteckt, die wirtschaftlich unrentabel sind. Beispiele gibt es genug.