Werkzeug für die Fahrradtour: Lass den Knochen zu Hause!

TernKettennieter, Maulschlüssel, Reifenheber: Mit dem richtigen Werkzeug im Gepäck geht bei einer Radtour garantiert nichts schief. Doch ein Pannenset in Miniaturgröße ist nicht der einzige Helfer, der in die Satteltasche gehört - und auch eine App kann die Laune retten.

http://www.spiegel.de/reise/europa/p...-a-911446.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kettennieter, Maulschlüssel, Reifenheber: Mit dem richtigen Werkzeug im Gepäck geht bei einer Radtour garantiert nichts schief. Doch ein Pannenset in Miniaturgröße ist nicht der einzige Helfer, der in die Satteltasche gehört - und auch eine App kann die Laune retten.

    Platte Reifen, lockere Speichen: Handliches Werkzeug für die Radtour - SPIEGEL ONLINE
    Das Problem an den Schraubwerkzeugen ist daß sie meistens nur verchromt sind, will heißen der Innensechskant löst sich praktisch auf wenn man mit Dampf anzieht. Generell fehlt in der Zusammenstellung ein Fahrradreparaturbuch, wer schonmal selbst ein Kugellager aufgemacht hat weiß was gemeint ist.
  2. #2

    Scharfe Kanten? Am Knochen? Echt nicht. Zuhauselassen ist natürlich trotzdem eine gute Idee. Wegwerfen noch besser.
  3. #3

    Als jahrelanger Europa-Radler und Ländersammler per Rad verzichte ich grundsätzlich nicht auf einige Dinge: Ein Rad-Multitool mit Kettennieter, einen zusätzlichen Inbus (wegen zugänglichkeit), Flickzeug, Minipumpe, Verbandszeug (mehrmals gebraucht!), Schweizer Messer mit Säge (sehr hilfreich!), einige Kabelbinder (verstecke ich im Lenkerrohr), einmal Ersatz Schaltseil. Meine Bremsen sind hydraulisch von Magura, die Bremsleitungen so verlegt das auch bei Fahrten mit der Bahn die ungeschicktesten Mitradler nichts ausversehen abreissen können. Ich habe Autoventile, weil ich damit gut an Luft komme (die Minipumpe ist echt nur für den Notfall) und vor allem Ventilersatz einfach zu beschaffen geht - Robust ist diese Konstruktion sowieso.

    Nebst ein paar Platten und ein paar Schrauben zum nachziehen hatte ich bisher nur einmal in Holland einen Sattelbruch. Zum Glück sind in Holland auch Sonntags einige Radlgeschäfte offen. Weil "mein" Sattel dort natürlich nicht verfügbar war kaufte ich den billigsten Rennsattel (gab eh keine Alternativen) - was sich als ausgesprochener Glücksgriff erwiesen hat, den fahre ich heute noch, nach Jahren.

    Ich empfehle auf jeden Fall vor einer größeren Ausfahrt, wenn noch nicht geschehen: Versuchen Sie das Fahrrad mit dem Werkzeug das mitgenommen werden soll soweit zu zerlegen wie es geht (ok, Zahnkranzabzieher etc nehm ich dann auch nicht mit) - zumindest testen, ob man die Schraubverbindung lösen und befestigen kann mit dem Werkzeug. Weiterhin sollte man ein Gefühl dafür entwickeln wieviel Kraft diverse "Newtonmeter" tatsächlich sind, ein Drehmomentwerkzeug ist auch kaum ein Reisewerkzeug. Oft müssen Schraubverbindung erstaunlicherweise mit weit weniger Kraft angezogen werden als man so denkt. Bei Aluteilen (Lenker+Vorbau) ist es nicht ungefährlich die Schraubverbinungen zu fest zu ziehen. Ein Lenkerbruch bei einer Alpenpassabfahrt ist nicht wirklich lustig und das Erste Hilfeset dann garantiert als Folge auch zu klein.
  4. #4

    Dreckige Hände...

    ...durch eine Reparatur unterwegs kann man übrigens leicht vermeiden, indem man zum Werkzeug noch ein Paar Einweg-Latex-Handschuhe einsteckt. Die nehmen wirklich keinen Platz weg und sind federleicht. Dafür hat man später keinen Schmier am Lenker und an den Klamotten.
  5. #5

    Busch und Müller ?

    Klar, diese Lichtschmiede mag LED-Leuchtenmässig für viele der Ausrüster der Wahl sein. Für mich nicht. LED-Lampen dieses Herstellers haben ein "bestialisches" Störsignal, anscheinend durch schlechte Komponenten der PWR welche nicht ums Verrecken schirmbar sind (ich hab alles probiert). Das mag nicht nur mein Tacho nicht (den es leider NICHT kabelgebunden gibt), da streikt sogar mein Garmin-GPS mit Topokarte am Lenker. Daher fahre ich wieder, leider leider, mit Halogen am Schmidt Nabendynamo (SON) - der beste den es gibt.
  6. #6

    oh gott

    jetzt wird sogar Fahrradfahren schon zu einer Wissenschaft. Mal ehrlich: diese Hinweise braucht doch kein Mensch, oder kann kein Fahrradfahrer selber denken?
  7. #7

    Luxos

    Bei einer gerade beendeten fünfwöchigen Radreise durch Norwegen mit einem Liegeradtandem hatten wir die Luxos U am Rad. So richtig bewährt hat sich das Teilchen dabei nicht. Allerdings lohnt es sich, unsere konkreten Einwände mit dem eigenen Nutzungsprofil abzugleichen, denn die von uns erlebten Mängel kommen nicht unbedingt in allen Anwendungsszenarien zum Tragen.

    Am offensichtlichsten ist das beim angesprochenen Taster. Das mitgelieferte Kabel ist fertig konfektioniert und kann weder verlängert noch gekürzt werden. Nunja, bei einem Liegeradtandem ist es damit komplett nutzlos, weil es irgendwo in Höhe der Knie endet. Klar, dass das bei normalen Rädern kein Problem ist. Eine gute Idee wäre es trotzdem, z.B. als Zubehörartikel längere Kabel-/Tasterkombinationen zu verkaufen.

    Interessanter wird es schon bei der angesprochenen Lichtausbeute und der "intelligenten Nahfeldausleuchtung". Bei 8% Steigung in einem dunklen Tunnel und entsprechend gefahrener "Geschwindigkeit" blieb die Lampe beinahe dunkel. Ein trübes Funzeln, ca. 1m vor dem Rad, das nützt bestenfalls dem Gegenverkehr als Hindernisanzeiger. Der SON-Nabendynamo ist dabei in einem 20"-Rad montiert, so dass die Problematik bei einem üblichen 28"-Laufrad eher größer wird. Dafür gibt es vermutlich in Deutschland nicht allzuviele Tunnel, in denen es steil bergauf geht. Aber nachts als Normalsterblicher z.B. durch die Eiffel? Lieber nicht mit der Luxos U.

    Das Aufladen eines Samsung Galaxy Tabs 2 7.0 war aber eigentlich angesichts der Mitternachtssonne auch die eigentliche Aufgabe. Hier hat das Gespann aus Tablet und Lampe klar versagt. Das lässt sich nun nicht einfach auf die Leuchte schieben, aber ein Kurztest mit einem iPhone ist definitiv kein Anlass für Loblieder. Faktisch war es so, dass das Aufladen in der ersten Urlaubswoche noch recht gut funktioniert hat und dann immer schlechter, nach zwei Wochen gar nicht mehr: Im Laufe der Zeit hat die Ladeelektronik des Tablets nicht mehr gewusst, was sie tun soll. Vermutlich hat der schwankende Ladestrom und das fahrradtypische Stop-And-Go im Stadtverkehr die Statistik, die das Gerät zu seiner Akkukapazität führt, völlig durcheinandergebracht. Ambulante Versuche mit Akkurekalibrierungen haben keine Abhilfe gebracht, auch wenn hier sicherlich der Hase im Pfeffer liegt. Nun kann man also hoffen, dass dem eigenen Mobilgerät eine schlauere Ladelogik innewohnt.

    Wer sich fragt, wozu die Luxos U einen Pufferakku hat, der doch schwankende Ladeströme ausgleichen soll, der erntet bei mir nur Schulterzucken. Anleitungsgemäß war das Licht ausgeschaltet, wenn das Tablet geladen werden sollte (Parallelbetrieb ist laut Hersteller schlicht nicht vorgesehen, was der Fahrradhandel gern vergisst zu erwähnen). Das Gerät ist nachvollziehbar Ende Mai 2013 frisch zum Großhändler geliefert worden - insofern Fundstellen im Web behaupten, dass es mit den ersten, eigentlich deutlich früher produzierten Seriengeräten Akkuprobleme gab, könnte man also den einen oder anderen Verdacht hegen.

    Kurz: Wer auf einem normalen Rad sportlich in ebenen Gebieten auf Reisen ist, wird vermutlich mit der Luxos U zufrieden sein.
  8. #8

    Wann

    kommt endlich der beheizbare Massagesattel?
  9. #9

    Pannen...

    ...sind nach Einführung der Pannenschutz-Reifen doch eher selten geworden...kann mich gar nicht mehr erinnern wann ich meinen letzten Platten hatte (früher mind. einmal im Monat).
    Von daher....Werkzeug ist weitgehend unnötig....sicher Reifenheber und ein Ersatzschlauch ist immer dabei...aber sonst...wofür?