Muss ein gesetzlicher Höchstwert für Uran im Trinkwasser her?

Aus deutschen Wasserhähnen fließt noch immer mit Uran belastetes Wasser. Schon 2008 machte die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch auf diesen Missstand aufmerksam. Muss ein Höchstwert für die Uran-Belastung des Trinkwassers her?
  1. #10

    Zitat von DJ Doena Beitrag anzeigen
    Weil's doch URAN!!!! ist. ;-)
    Und dann liest jeder nur URAN, und denkt an die Radioaktivität - dass das SCHWERMETALL Uran ähnlich wirkt wie Blei (25 mg/l), und mit 4 Mia. Jahren Halbwertzeit die Strahlenschäden nicht so schnell zuschlagen wird wie die Scwermetallvergiftung, das ist unnützes Begleitwissen...
  2. #11

    Zitat von DanielaMund Beitrag anzeigen
    Und dann liest jeder nur URAN, und denkt an die Radioaktivität - dass das SCHWERMETALL Uran ähnlich wirkt wie Blei (25 mg/l), und mit 4 Mia. Jahren Halbwertzeit die Strahlenschäden nicht so schnell zuschlagen wird wie die Scwermetallvergiftung, das ist unnützes Begleitwissen...
    Das spiegelt sich auch darin wieder, dass Uranverbindungen als 'Gift' (T) eingestuft sind, die genau so radioaktiven Thoriumverbndungen jedoch nur als 'gesundheitsschädlich'(X). Und eine Substanz, die 'nur' gesundheitsschädlich ist, gilt bei Chemikern als praktisch harmlos.
    Die Strahlung ist es also NICHT, die Uran gefährlich macht!
  3. #12

    Vermehrt oder nicht? Darum geht's...

    Zitat von Edgar Beitrag anzeigen
    Was heisst 'belastet'?
    Uran ist ein natürlicher Bestandteil unserer Umwelt.
    Die Uranmengen im Grundwasser haben sich nicht vermehrt und es gibt nicht den geringsten Grund zu der Annahme, dass diese winzigen Mengen irgendwie schädlich wären.
    Können Sie das irgendwie belegen, dass sich die Uranmengen
    im Trink-/Grundwasser bzw. die Strahlenbelastung in den letzten 60 Jahren nicht erhöht hat?
    Das wäre eine Aussage.
  4. #13

    Toxikologie

    Zitat von Edgar Beitrag anzeigen
    Das spiegelt sich auch darin wieder, dass Uranverbindungen als 'Gift' (T) eingestuft sind, die genau so radioaktiven Thoriumverbndungen jedoch nur als 'gesundheitsschädlich'(X). Und eine Substanz, die 'nur' gesundheitsschädlich ist, gilt bei Chemikern als praktisch harmlos.
    Die Strahlung ist es also NICHT, die Uran gefährlich macht!
    Das ist mir zu oberflächlich. Natürlich gibt es viele verschiedene Gefährdungen, die kumulieren.
    Bei gesundheitsschädlichen Stoffen dauert die Schädigung nach Konsum etwas länger als bei Giften. Nur gesund ist beides nicht. Hinzu kommt die Dosis-Wirkungs-Beziehung.

    Bei Strahlen ist es ähnlich.
    Unser Körper verträgt sehr viel und kann viel kompensieren. Aber irgendwo ist eine Grenze. Und diese gilt es nicht zu überschreiten.
  5. #14

    Zitat von fintenklecks Beitrag anzeigen
    Bei gesundheitsschädlichen Stoffen dauert die Schädigung nach Konsum etwas länger als bei Giften. Nur gesund ist beides nicht. Hinzu kommt die Dosis-Wirkungs-Beziehung.

    Bei Strahlen ist es ähnlich.
    Unser Körper verträgt sehr viel und kann viel kompensieren. Aber irgendwo ist eine Grenze. Und diese gilt es nicht zu überschreiten.
    Sie springen schwunghaft auf den Zug namens Nebensächlichkeit. Die Bundesregierung eiert auf Kosten der Bürger, der Gaspreis schnappt wieder in die Höhe, die Weltwirtschaft kriselt leise vor sich hin, GM schmeisst ein paar tausend Leute raus, andere sind schon ohne Job und Sie fürchten sich vor Uran im Wasser.
    Sonst haben sie keine Sorgen von Bedeutung?
  6. #15

    Zitat von fintenklecks Beitrag anzeigen
    Das ist mir zu oberflächlich. Natürlich gibt es viele verschiedene Gefährdungen, die kumulieren.
    Bei gesundheitsschädlichen Stoffen dauert die Schädigung nach Konsum etwas länger als bei Giften. Nur gesund ist beides nicht. Hinzu kommt die Dosis-Wirkungs-Beziehung.

    Bei Strahlen ist es ähnlich.
    Unser Körper verträgt sehr viel und kann viel kompensieren. Aber irgendwo ist eine Grenze. Und diese gilt es nicht zu überschreiten.
    Hier gibt es eine Stellungnahme des Umweltbundesamtes zum Thema:
    http://www.umweltbundesamt.de/gesund...abe03-2008.pdf
  7. #16

    Zitat von fintenklecks Beitrag anzeigen
    Das ist mir zu oberflächlich. Natürlich gibt es viele verschiedene Gefährdungen, die kumulieren.
    Bei gesundheitsschädlichen Stoffen dauert die Schädigung nach Konsum etwas länger als bei Giften. Nur gesund ist beides nicht. Hinzu kommt die Dosis-Wirkungs-Beziehung.
    Das hat nichts mit der Dauer zu tun. Sowohl Arsen wie auch Quecksilber - beides typische Gifte, die in kleinen Dosen vor allem eine Langzeitschädigung bewirken, sind als T+ (SEHR giftig, 2 Stufen über dem Thorium und eine über dem Uran) eingestuft.

    Bei Strahlen ist es ähnlich.
    Unser Körper verträgt sehr viel und kann viel kompensieren. Aber irgendwo ist eine Grenze. Und diese gilt es nicht zu überschreiten.
    Bei der Strahlung dominiert in ihrem Körper das absolut lebenswichtige Kalium. Dagegen ist das bisschen Uran und Thorium in der gewöhnlichen Nahrung und dem Wasser bedeutungslos.
    Ansonsten haben Sie in der Luft natürlich vor allem Radon aus dem Boden, bzw. dessen Zerfallsprodukt Polonium. Ein Grenzwert für Radon in der Luft ist also viel wichtiger - obwohl Radon-'Kuren' angeblich sehr gesund sind.

    Was die Grenze betrifft: Davon sind wir sehr weit entfernt. Es gibt Menschen auf dieser Welt, die leben in Gebieten mit -zigfach höherer Strahlung und die sind genau so gesund wie wir.
  8. #17

    Zitat von tempus fugit Beitrag anzeigen
    Können Sie das irgendwie belegen, dass sich die Uranmengen
    im Trink-/Grundwasser bzw. die Strahlenbelastung in den letzten 60 Jahren nicht erhöht hat?
    Das wäre eine Aussage.
    Das dürfte schwer werden diesen Nachweis zu führen.
    Selbst mit heutiger Messtechnik liegt die Nachweisgrenze
    für Uran bei 0,1 bis 1 Mikrogramm/Liter.
    Wir sprechen hier also von Konzentrationen, die nur
    um eine Größenordnung über der Nachweisgrenze liegen.

    Vor 50 oder 60 Jahren dürfte es demnach unmöglich gewesen
    sein Uran im Trinkwasser überhaupt nachzuweisen.
    Abgesehen davon ist Uran im Trinkwasser nicht wegen
    seiner Radioaktivität problematisch, sondern wegen
    seiner chemischen Toxizität.

    Aufgrund der Mechanismen durch die das Uran ins Wasser gelangt,
    kann man aber davon ausgehen, dass der Mensch
    hier keinen großen Einfluss hat.

    Zwei Ausnahmen gibt es allerdings: Regionen in denen
    Uranbergbau betrieben wurde (z.B. im Erzgebirge) haben
    lokal höhere Belastungen und auch der Einsatz von
    Phospat-Dügern kann zu einer Uranbelastung des oberflächen-nahen Wassers führen,
    da Phospat-Vorkommen auch Uran bzw. Uran-Zerfallsprodukte enthalten können.
  9. #18

    ???

    Zitat von Gertrud Stamm-Holz Beitrag anzeigen
    Sie springen schwunghaft auf den Zug namens Nebensächlichkeit. Die Bundesregierung eiert auf Kosten der Bürger, der Gaspreis schnappt wieder in die Höhe, die Weltwirtschaft kriselt .....
    Kann es sein, dass Sie den falschen Beitrag zitiert haben?
  10. #19

    Zitat von fintenklecks Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass Sie den falschen Beitrag zitiert haben?
    Sicher nicht.
    Sie werden sehen, morgen steht in der Presse, ein Meteorit würde einschlagen und auch da wird es wieder jede Menge aufgescheuchter Leute geben, die den Blick für dringende Dinge komplett vergessen.
    Ich bin bei Ihnen schon richtig.