Satellitenbild der Woche: Kleinstadt in Flammen

NASAEs ist der Moment des Infernos: Ein explodierender Zug mit Rohöl hat die kanadische Kleinstadt Lac-Megantic verwüstet. Der Vergleich zweier Satellitenbilder dokumentiert das erschreckende Ausmaß der Flammen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...-a-910890.html
  1. #1

    Anderes Bremssystem

    Soweit ich weiß ist dort ein Druckluftsystem verbaut bei dem ohne Druck auch nicht gebremst werden kann. Reißt also der Druckschlauch dann LÖST sich die Bremse nach einer Weile. Hier ist es so das die Bremsen durch Federkraft betätigt werden und nur mit genug Druck in den Tanks kann die Bremse gelöst werden.

    Aber ob das ein Grund für den Unfall war weiß ich natürlich nicht.
  2. #2

    Mumpitz

    @bitboy0: Bitte googeln Sie wenigstens das Wort "Druckluftbremse", bevor Sie hier einen Kommentar abgeben. Auch in einem europäischen Zug lösen alle Bremsen, wenn die gesamte Druckluft aus dem System entwichen ist (außer den hoffentlich angezogenen Handbremsen).
  3. #3

    optional

    HIer nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Druckluftbremse_(Eisenbahn)

    Im Falle des totalen Druckausfalls sollte eigentlich - wenn nicht andere Ereignisse das Bremssystem gestört haben - der Zug komplett selbsttätig bremsen bzw. stehen.
  4. #4

    optional

    @dannliewsdochmalwas.
    Tun Sie das Gleiche. Im letzten Jahr verunglückte ein Autotransportzug in Österreich, weil eben die Luft NICHT aus dem System entweichen konnte! Der druckführende Schlauch wurde durch eine hochstehende Schiene abgerissen und nach hinten hinter die Kupplung geklemmt, dabei abgeknickt (so wie man einen Gartenschlauch knickt, um den Wasserfluß zu stoppen), und der Zug raste bremsenlos ein Gefälle hinunter. Endeffekt: Die Lok und 16 der 20 Waggons entgleisten in einer scharfen Kurve, die für 60 km/h zugelassen war, mit mehr als 110 km/h. Zum Glück gab es nur hohen Sachschaden und einen leicht verletzten Lokführer.
    Aber so ist das mit der Technik: nicht jeder weiß wie sie funktioniert, aber alle wollen ihren Senf dazu geben.

    gruß
    dr kaos
  5. #5

    Mich wundert, dass der Zug überhaupt so weit rollen konnte. Wenn ich an die Abstellgleise im Bahnhof meiner Heimatstadt denke (zwischen denen wir uns manchmal verbotenerweise aufgehalten haben), dann waren da die Weichen immer so gestellte, dass der Zug nach höchstens 100m gegen einen Prellbock gerollt wäre.
  6. #6

    Bremsen an Güterwagen

    Bitboy hat recht.
    Bremsen an Güterwagen in Europa sind druckluft gesteuert, d.h. ohne Druckluft fährt der Wagen nicht, da er automatisch bremst ohne Druckluft.
    Man kann die Bremse zwar mechanisch aussetzen, aber dann nur unter sehr strengen Sicherheitsvorschriften und nur wenn sie uentleert sind. Sollte es sonst anders vorkommen, dürften die Eisenbahnbehörden sehr aufmerksam werden und es wird für Eisenbahnverkehrsunternehmen und Belader richtig teuer werden.
  7. #7

    Zitat von dannliesdochmalwas Beitrag anzeigen
    Auch in einem europäischen Zug lösen alle Bremsen, wenn die gesamte Druckluft aus dem System entwichen ist (außer den hoffentlich angezogenen Handbremsen).
    Nein:

    Federspeicherbremse
  8. #8

    beide mumpitz

    druckluftbremsen sind eine feine sache... wie ihnen jeder eisenbahner und LKW-fahrer erklären können wird LÖSEN druckluftbremsen UNTER DRUCK und
    BREMSEN automatish BEI DRUCKVERLUST.
    einfach und effektiv.. die folgen konnten sie früher öfter auf der autobahn beobachten wenn ein LKW mit defektem druckluftsystem über nacht auf einem rastplatz gestanden hat und dann mit "angezogenen" bremsen am hänger losgefahren ist. kilometerlange bremsspuren und kaputte reifen:)
  9. #9

    von wegen "Mumpitz"

    @dannliesdochmalwas:
    schon mal was vom "fail safe"-Prinzip gehört?

    So funktionieren eben auch Druckluftbremsen:
    OHNE Druck im System werden die Bremsen durch Federn betätigt.
    Der Luft-Druck löst die Bremsen gegen gegen den Federdruck.

    liesdochmal Wikiedia zu dem Thema. Da ist das allgemeinverständlich erläutert, wie ich finde.