MBA-Absolventen in Indien: Wir brauchen Wachmänner, keine Manager

DPAMBA-Studiengänge boomen in Indien, obwohl es im Land kaum Jobs für Manager gibt. Obskure Privatunis nutzen das aus. Sie verlangen für die drei Buchstaben viel Geld für wenig Lehre. Und die Absolventen arbeiten nachher als Wachmänner.

http://www.spiegel.de/karriere/ausla...-a-910658.html
  1. #1

    Das spiegelt auch die Erfahrungen meines Unternehmens wieder. Ja, es gibt sehr gute, hochqualifizierte Mitarbeiter aus Indien, aber die Mehrheit der Bewerber mit "MBA" aus diesem Land sind oftmals schlechter ausgebildet als der durchschnittliche deutsche Azubi.
  2. #2

    geht zum glück nichts verloren.

    Mal ehrlich, wer Managen möchte, und ein gutes Gehalt gezahlt bekommen will, sollte in der Lage sein, seinen Abschluss vorher auf Marktwert überprüfen zu können.
  3. #3

    Vielleicht sind die staatlichen Abschlüsse

    doch besser als Ihr Ruf
  4. #4

    Wachmänner in Deutschland

    Ein Spiegelartikel über die Arbeitsbedingungen von Wachmännern in Deutschland wäre übrigens auch nicht schlecht. 300 Stunden monatliche Arbeitszeit , tägliche Abrufbereitschaft, nicht zahlen von Fahrtkosten und Zuschlägen sind keine Seltenheit und das für zumindestens hier in Niedersachen 7,50 Euro brutto die Stunde.

    Ich habe es mitgemacht, so ein Job ist Selbstmord auf Raten. Das macht die Gesundheit nicht lange mit.
  5. #5

    masters

    of business desaster gib es mehr als genug auf dieser welt.
  6. #6

    Bedarf für Controller und vgl. Zahlenjonglierer gibt es immer, nur taugen die Privat"unis" dort nichts. Das Straßenbild ist wirklich so: Alle 3-4 Meter ein Plakat eines Weiterbildungsinstituts. So wie eine hohe Anzahl ausgegebener Aktien den Kurs immer weiter verwässert (dilution), so sinkt bei dem Überangebot der Schulen auch das Niveau. Und: Woher sollen überhaupt die ganzen Dozenten für die "Unis" kommen? Wenn eh keine Manager gebraucht werden? Was wollen diese Schnullerbacken ohne Praxiserfahrung denn überhaupt managen? Offshore-Callcenter beaufsichtigen? Näherinnen oder Reistrockner dieses maximal Zweite-Welt-Landes kontrollieren? Und mit Schwätzerfächern wie "Marketing" braucht mir einer aus Indien nicht kommen, hier in Deutschland gucke ich dergleichen immer schon kritisch an. Man kann hierzulande froh sein, Hoschulen, IHK usw als Prüfungsabnehmer zu haben. In Indien hat das Staatswesen diesbezüglich versagt.
  7. #7

    Stimmt absolut

    Zitat von Pfeiffer mit drei F Beitrag anzeigen
    Das spiegelt auch die Erfahrungen meines Unternehmens wieder. Ja, es gibt sehr gute, hochqualifizierte Mitarbeiter aus Indien, aber die Mehrheit der Bewerber mit "MBA" aus diesem Land sind oftmals schlechter ausgebildet als der durchschnittliche deutsche Azubi.
    Die Jungs sind zwar absolute Spitzenreiter in Excel, also Datenbanken auf 2 Beinen, verlieren sich aber in Details, haben keinen Blick für das Ganze, sind auf Prozesse und deren Abwicklung fixiert. Daher sind sie hervorragend für Informatik geeignet, den da gibt es nur Strom an / Strom aus. Wachmann ist daher auch eine Arbeit, die dem sehr nahe kommt: Abwickeln von Vorschriften und Prozessen.
    Ein IHK Industriekaufmann kann mehr als ein durchschnittlicher indischer MBA.
  8. #8

    MBA ist eine Fehlkonstruktion

    Der Gedanke das zukünftige Firmenlenker aus verschiedenen Hochschuldisziplinen das nötige und die Rosinen herauspicken ist idiotisch.
  9. #9

    Qualifikation

    Zitat von Pfeiffer mit drei F Beitrag anzeigen
    Ja, es gibt sehr gute, hochqualifizierte Mitarbeiter aus Indien, aber die Mehrheit der Bewerber mit "MBA" aus diesem Land sind oftmals schlechter ausgebildet als der durchschnittliche deutsche Azubi.
    Die Erfahrung konnte ich auch schon in 2 internationalen Großunternehmen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich machen. Inder haben oft den Nimbus des "die wissen alles, die können alles", aber wenn man dann mit denen in einer Telefonkonferenz hockt und nach Lösungen für Probleme sucht, kommt erschreckend häufig entweder nichts oder ziemlich viel Blödsinn rüber, bis hin zu vollkommen krausen Excel-Tabellen, in denen keine Bezeichnung und keine Formel wirklich funktioniert bzw. stimmt.

    Man merkt ziemlich deutlich, wenn einer der indischen Projekt-/Geschäftspartner in Europa oder den USA studiert hat, denn dann ist das Wissens- und vor allem Erfahrungsniveau deutlich höher. Ich halte daher aus meiner Erfahrung, wenn solch eine Pauschalaussage zulässig ist, das indische Potential für höher qualifizierte und vor allem komplexe Aufgaben für gemeinhin etwas überschätzt...