100 Jahre "Liemba": Die Unzerstörbare

Rolf G. WackenbergZweimal sank die "Liemba" auf Grund, trotz veralteter Technik ist sie bis heute unermüdlich im Einsatz: Das 100-jährige deutsche Schiff pendelt zwischen Tansania und Sambia. An Bord tobt das Leben - Gesang und Tanz in den Baderäumen inklusive.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...-a-910426.html
  1. #1

    Kleiner Hinweis ...

    auf die Rolle der Liemba (damals Graf Goetzen) in "African Queen", wo sie versenkt wurde und die Geschichte des Baus in Alex Capus wunderschönem Roman "Eine Frage der Zeit".
  2. #2

    Deutsche Wertarbeit eben!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zweimal sank die "Liemba" auf Grund, trotz veralteter Technik ist sie bis heute unermüdlich im Einsatz: Das 100-jährige deutsche Schiff pendelt zwischen Tansania und Sambia. An Bord tobt das Leben - Gesang und Tanz in den Baderäumen inklusive.

    Liemba in Sambia und Tansania: 100 Jahre Einsatz in Afrika - SPIEGEL ONLINE
    Würde ich gerne mal eine Tour mitfahren, allein die Hygienischen Verhältnisse dürften mir verwöhnten Nordeuropäer wohl nicht so wirklich zusagen. Aber vielleicht ist das auch nur ein blödes Vorurteil. Auf jeden Fall hat dieses Schiff noch Form, Ecken und Kanten, Bögen und Aufbauten. Anders als die durchgestilten Luxusdampfer heutzutage.
  3. #3

    Liemba

    Wer bei Google Earth "Kigoma" eingibt, kann die Liemba dort zum Zeitpunkt der Aufnahme am Pier liegen sehen.
  4. #4

    optional

    Wo versickern eigentlich unsere Entwicklungshilfe-Milliarden wenn noch nicht mal dieses Stück Deutschland in Ostafrika instand gesetzt wird? 100 Jahre in Betrieb: wenn das keine nachhaltige, sinnvolle und wirtschaftliche Investitionen ist, was dann?!
  5. #5

    Spritverbrauch zu hoch?

    Dass sind umgerechnet weniger als 2 Liter auf 100km pro Person. Und da kommt die Fracht noch dazu. Von solchen Werten träumt jeder Autofahrer oder die Bahn mit ihren über 8 Litern.
  6. #6

    @theodorheuss

    die hygienischen Verhältnisse sind besser als man denkt, vor allem in der im Artikel beschriebenen VIP Kabine wo man eigene Dusche und Toilette hat. Verblüffend am Tanganjikasee ist nämlich, dass man auf einem unendlichen Vorrat von glasklarem und lupenreinem, 24 Grad warmem Wasser schwimmt. Das macht schon einen Unterschied...
  7. #7

    @optional

    Meine Güte. Die Gelder aus der deutschen Entwicklungszusammenarbeit versickern nicht. Sie sind nur nicht dafür da, deutsche Kolonial-Romantik aufzupolieren. Bei der Liemba handelt es sich auch nicht um ein "Stück Deutschland" sondern um ein Stück Tansania und ein Stück Sambia.
    Und: Initiativen, die Liemba zu sanieren gab es von deutscher Seite bereits. Sowohl von der Bundesregierung als auch von der Meyer-Werft. Weder die Betreiber noch die Passagiere wollten dies, weil sie erstens einen Preisanstieg befürchten, und weil zweitens für die Dauer der Sanierung kein Ersatzschiff zur Verfügung steht.
  8. #8

    Nächstes Jahr fahren wir auch damit - und sind schon sehr gespannt :-)

    Die hygienischen Verhältnisse waren übrigens auch bei unserem letzten Tansania-Besuch erstaunlich gut. Selbst in normalen Restaurants/Bars gab es fast immer eine Toilette mit Spülung.

    Abstriche muss man aber natürlich selbst machen, weil man ja alles im Rucksack trägt. Durch die angenehme Luftfeuchtigkeit schwitzt man aber auch nicht viel und ein nicht mehr strahlendweisses T-Shirt stört keinen.

    Letztes Mal war der Osten dran, jetzt Süden und Westen :-)
  9. #9

    Das mit Kolonialromantik

    Zitat von siplac Beitrag anzeigen
    Meine Güte. Die Gelder aus der deutschen Entwicklungszusammenarbeit versickern nicht. Sie sind nur nicht dafür da, deutsche Kolonial-Romantik aufzupolieren. Bei der Liemba handelt es sich auch nicht um ein "Stück Deutschland" sondern um ein Stück Tansania und ein Stück Sambia.
    Und: Initiativen, die Liemba zu sanieren gab es von deutscher Seite bereits. Sowohl von der Bundesregierung als auch von der Meyer-Werft. Weder die Betreiber noch die Passagiere wollten dies, weil sie erstens einen Preisanstieg befürchten, und weil zweitens für die Dauer der Sanierung kein Ersatzschiff zur Verfügung steht.
    können Sie sich an den Hut stecken.
    Es geht um ein Stück nachhaltiger Beförderungstechnik, das halt
    nun leider,leider von Deutschen produziert wurde.
    Trotz dieses grauenhaften Makels ist das Schiff für die Anlieger
    des Ostufers total nützlich und direkt unentbehrlich.
    Wir sollten in D für den Erhalt der "Liemba" sammeln, denn eine
    bessere Werbung für Made in Germany ist in diesen Landstrichen
    kaum denkbar.