Fluent English: "Frau Merkel war gestern auf meinem Tisch"

AP/dpaWenn Deutsche Englisch sprechen, neigen sie zu hübschen Kapriolen. Was macht die Kanzlerin auf dem Tisch? Wie viele Swingerclubs hat Berlin? Und wie groß ist die Bestatterszene wirklich? Die Sammlung der Denglisch-Ausrutscher.

http://www.spiegel.de/karriere/ausla...-a-909558.html
  1. #1

    handy

    immer wieder schön sind begriffe wie handy((richtig:cellphone), city (richtig: downtown) oder
    public viewing, was so viel heisst wie öffentliche aufbahrung.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn Deutsche Englisch sprechen, neigen sie zu hübschen Kapriolen. Was macht die Kanzlerin auf dem Tisch? Wie viele Swingerclubs hat Berlin? Und wie groß ist die Bestatterszene wirklich? Die Sammlung der Denglisch-Ausrutscher.

    Sprachkolumne: Die schönsten Denglisch-Kapriolen - SPIEGEL ONLINE
    Das Problem ist, das nicht erst in der heutigen Gesellschaft Faktoren wie Beredsamkeit oder Eigenschaften wie "hip", ausreichen, um an Geld oder an Macht zu kommen. "Hip" zu sein, wird nicht dadurch zerstört, dass man eben auch mal einen Flughafen sprichwörtlich gegen die Wand fahren kann. Bildung scheint eher hinderlich zu sein, dafür hat man sein Prekariat!

    Aber Konsumenten und Wähler wissen es eben zu schätzen.
  3. #3

    Tja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn Deutsche Englisch sprechen, neigen sie zu hübschen Kapriolen....
    Wohl wahr, wohl wahr. Nur leider ist man in der Minderheit, wenn man derlei sprachliche Entgleisungen kennt. Wendet man korrektes, und damit plötzlich langweiliges Englisch an, werden die Deutschen um einen rum (die, welche vorher genau solche Entgleisungen bringen) eher bockig, weil sie einen dann nicht mehr verstehen! Spricht man dagegen korrektes Deutsch OHNE Denglisch, kommen die Schlaumeier, man soll doch "ihr" Englisch sprechen um modern und wichtig zu wirken, bzw. man sei altmodisch und verbort, weil man auf Deutsch beharre. Tja, Zwickmühle also Herr Autor, so erheiternd der Artikel auch ist, so traurig ist es, daß die Wenigsten es wirklich verstehen, was sie damit eigentlich sagen wollen.

    Nein, es ist nicht cool Englisch zu sprechen, wenn es nicht nötig ist. Erst recht nicht in internationalen, aber deutschen Konzernen bei Meetings (yeah, ich wollt auch mal) zwischen deutscher Hauptabteilung und englischer/amerikanischer Unterabteilung! Ich weiß, hier liegt besonders viel Konfliktpotential bei dieser Meinung ;-)

    P.S.: Anyway!
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als "Big cheese" und "Rainmaker" könnte man ironisch, aber nicht herabwürdigend, Leute mit Macht beschreiben.
    Den Begriff "Rainmaker" als mächtige Person zu verstehen ist zumindest grenz-falsch. "Rainmaker" wird gemeinhin für Leute verwendet, die in einem Unternehmen/einer Kanzlei für überdurchschnittlichen Umsatz sorgen, lukrative Kunden an Land ziehen oder anderweitig gute geschäftliche Strippenzieher sind. Das Ganze definiert sich also monetär-ökonomisch, mit Macht an sich hat es darum auch nichts (zwingend) zu tun.

    Das dürfte selbst in Luckenwalde bekannt sein, John Grisham sei Dank.
    Hinweis 2: "aid" hat keinen Plural, wird mit "s" zur Krankheit. Hinweis 3: Subventionen sind einfach kein Thema!
    Natürlich hat "aid" einen Plural, und zwar dann wenn man den Gehilfen/Assistenten meint. Die Schreibweise "aid" kann hierbei genau so verwendet werden wie "aide". Aussprache ist natürlich auch äquivalent. Was natürlich zur Vorsicht nötigt, da phonetisch identisch mit AIDS. Das dürfte allerdings auch weitum bekannt sein, seit die Problematik mit der wunderbaren "South Park"-Episode "Jared Has Aides" vor über zehn Jahren in das Popkultur-Inventar aufgenommen wurde.

    Wieso Subventionen im englischsprachigen Raum "kein Thema" sein sollen ist im übrigen auch eher rätselhaft. Vielleicht sollte sich Herr Littger etwas intellektuellere Gesprächspartner suchen.

    Fazit: Paar Schmunzler, paar abgedroschene Denglish-Klischee, was noch zu verkraften wäre. Sich aber über Fehler lustig zu machen und selbst begrifflich nicht Sattelfest zu sein ist immer ein ziemlich peinlicher Fauxpas..
  5. #5

    Viel wichtiger

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn Deutsche Englisch sprechen, neigen sie zu hübschen Kapriolen. Was macht die Kanzlerin auf dem Tisch? Wie viele Swingerclubs hat Berlin? Und wie groß ist die Bestatterszene wirklich? Die Sammlung der Denglisch-Ausrutscher.

    Sprachkolumne: Die schönsten Denglisch-Kapriolen - SPIEGEL ONLINE
    Ein Sommerlochartikel ersten Ranges.
    Lassen sie sich mal ein bisschen Deutsch von Google ins Englsche uebersetzen und fragen sie sich dann was bei der Auswertung der Millionen deutscher e-mails und SMSe auf der anderen Seite herauskommt.

    Dann koennen sie erst einmal richtig lachen.
  6. #6

    D'you have a light?

    [QUOTE Erhitzung: "I need fire" oder "Do you have fire?" In Situationen, in denen amerikanische Raucher nur nach "Light" fragen, will der Deutsche immer gleich Feuer. QUOTE]

    Zwei Amerikaner und zwei Deutsche sitzen in einem Café. Einer der Amerikaner zieht eine Zigarette hervor und fragt einen der Deutschen: Do you have a light? Dieser guckt verständnislos. Der andere Deutsche stößt ihn verstohlen mit dem Ellenbogen an und flüstert: Jetzt sag schon, er will wissen, ob Du eine Taschenlampe dabei hast!
  7. #7

    Jesus H. Christ ...

    Sometimes it's already sufficient not to have called in sick the day they taught english at school.
  8. #8

    Would you please look for me in the kitchen

    ... bat eine Kollegin ihren Telefonpartner, weil sie glaubte, der von ihr vermisste Gegenstand könne sich vielleicht in der Küche befinden.
  9. #9

    Fluent German

    Ich arbeite zwar nicht in der Hochfinanz oder in der Diplomatie, aber in der Veranstaltungsbranche, in der ebenfalls viel Englisch gesprochen wird. Ich spreche ein einigermaßen gutes Englisch und arbeite auch daran, es zu verbessern, bin aber kein Muttersprachler, also passieren mir natürlich Fehler und lustige Stilblüten. Solange ich aber besser Englisch spreche, als mein Gegenüber Deutsch (was so gut wie immer der Fall ist), interessiert es mich, mit Verlaub, einen feuchten Kehricht, was die Angelsachsen von meinem Englisch halten. Ich beherrsche wenigstens eine Fremdsprache. Mein Angebot, das Gespräch auf Deutsch weiter zu führen, wurde komischerweise auch noch nie angenommen.