Vergewaltigungsopfer in Chile: Belén, 11, soll Mutter werden

AFP/ Chilean PresidencyDie elfjährige Belén aus Chile wird seit Jahren von ihrem Stiefvater missbraucht. Jetzt ist sie schwanger, doch Abtreibungen sind in dem Land selbst für Vergewaltigungsopfer verboten. Das Mädchen sagt, sie werde ihr Kind wie eine Puppe lieben. Und wird vom Präsidenten für ihre "Reife" gelobt.

Chile: Elfjähriges Vergewaltigungsopfer soll Mutter werden - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    vorsintflutlich

    Die Äußerungen des Mädchens sind die eine Sache (der Puppenvergleich zeugt eigentlich nicht unbedingt von überdurchschnittlicher Reife). Etwas anderes ist das absolute Verbot. Damit werden Frauen ein zweites Mal zum Opfer gemacht, sie müssen das aus einer Vergewaltigung entstandene Kind zur Welt bringen, werden 9 Monate jeden Tag daran erinnert. Und danach werden sie zum dritten Mal Opfer: entweder sie müssen das Kind - das ja auch ihr eigenes ist - abgeben oder ein Leben lang damit leben und somit die Vergewaltigung vor Augen haben. Und die Kinder werden das zweite Opfer, denn beide Alternativen sind keine Startvoraussetzungen, die man einem Kind wünscht. Zu behaupten, dass man sich hier "für das Leben" entscheidet ist extrem zynisch.
  2. #2

    Vergewaltigungsopfer in Chile, eine Elfjährige soll Mutter werden!

    Wie verantwortungs- und gefühllos kann ein Mann wie diser Präsident eigentlich noch sein? Da wird ein hilfloses Kind 2 Jahre lang vom Partner der Mutter missbraucht (die eigentlich ebenfalls eingesperrt gehört, da sie ihrer Tochter nicht beisteht), sie wird auch noch geschwängert, sie wird erpresst, dass ihre Mutter und ihr Bruder sterben werden, wenn sie den Mund aufmacht - als wenn man eine Schwangerschaft auf Dauer verbergen könnte ! - und dann wird sie auch noch dazu verdonnert, das Kind von ihrem Vergewaltiger auf die Welt zu bringen! Mir scheint, die einzige Person, die Hirn und Geühl hat, ist ihre Großmutter! Man merkt, dass Frauen offensichtlich wenig bis nichts wert sind, höchstens als Gebärmaschinen willkommen sind....
    Was sind das bloß für Menschen, die solche Gesetze auch noch für gut und richtig befinden -es herrscht anscheinend immer noch der Geist von diesem Verbrecher Pinochet - hat man dort denn gar nichts geändert ? Daß das Kind sein Kind lieben wird, ist ja kein Wunder: es wird schon entsprechend "geimpft" worden sein.... Eine Elfjährige, vermutlich keine Schulbildung oder keine besondere, keine Lebensperspektive aber dafür ein Baby auf dem Arm! Was soll denn aus dem Mädchen werden? Ob "El Presidente" dann noch hilft, wenn sie um finanzielle Unterstützung für sich und ihr Kind bittet, wenn sie mal 30 Jahre alt ist? Es ist einfach traurig, wie heutzutage immer noch die Opfer solcher Verbrechen im Stich gelassen werden und die Täter vermutlich nach wenigen Jahren frei gelassen werden, falls sich dieser Kinderschänder nicht frei kaufen kann - wundern würde es mich nicht....! Hoffentlich verliert dieser "Regierungschef" die Wahlen - wemn sie nicht manipuliert werden .... Aber kommt jemand nach, der vernünftiger ist? - Die Hoffnung stirbt zuletzt!
  3. #3

    Wirklich schade

    dass es damal diesen Staatsstreich gegen Allende gab, sonst müsste so etwas wohl kaum noch ein Thema sein.
    Widerlich! ist alles, was mir dazuz einfällt!

    Dem armen Kind und ihrem Kind wünsche ich aber alles Gute, alles, das sie sich wünschen!
  4. #4

    oh ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Mädchen sagt, sie werde ihr Kind wie eine Puppe lieben. Und wird vom Präsidenten für ihre "Reife" gelobt
    ... man, da fehlen einem wirklich die Worte.
    Wieder mal, für mich die Bestätigung wie weltfremd und frauenverachtend der Katholizismus und dessen "Gläubige" sind.
  5. #5

    Abgesehen davon, dass ich denke, dass die Äusserungen des Mädchens sicherlich nicht von ihrer Reife zeugen, bin ich noch immer der Meinung, dass, egal welches Land, wir Männer uns deutlich zurücknehmen sollten, wenn es um Regelungen geht, die Mutterschaft, Weiblichkeit und derlei angehen. Das ist schlicht nicht unser Job. Das haben die Frauen selbst zu bestimmen.

    in JEDEM Fall.

    Aber wem erzähl ich das ?
  6. #6

    Re

    Ehrlich gesagt wundert mich das überhaupt nicht. Von Abtreibungsgegnern ist man es ja gewohnt, dass ihnen Kinder, nachdem sie erst mal auf der Welt sind, glatt am Allerwertesten vorbeigehen. Für das Mädchen tut es mir leid, ich hoffe für sie, dass es die Möglichkeit gibt den Eingriff im Ausland vorzunehmen, denn eins ist klar: Eine 11-jährige kann keine Mutter sein und zum ersten Opfer käme ganz schnell ein zweites dazu.

    Übrigens kurios, dass alle im Text genannten Abtreibungsgegner Männer sind. Da könnte man ja glatt auf Ideen kommen...
  7. #7

    Unreife

    Eine erschreckende Unreife des Präsidenten und vieler anderer, die so denken.
    Mit 11 Jahren hat so ein Kind keine Reife, kann die Folgen überhaupt nicht abschätzen.
    Wie schlimm die Idee ist, ein Vergewaltigungsopfer zur Mutterschaft zu zwingen, kann man sich hoffentlich vorstellen. Hier wurden ja acuh schon Kommentare dazu geschrieben.
  8. #8

    einerseits-andererseits...

    Ich beneide das Mädchen nicht. Aber an alle, die hier gleich pro Abtreibung schreiben: eine Abtreibung kann auch sehr traumatisch sein. Insbesondere für eine 11jährige.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die elfjährige Belén aus Chile wird seit Jahren von ihrem Stiefvater missbraucht. Jetzt ist sie schwanger, doch Abtreibungen sind in dem Land selbst für Vergewaltigungsopfer verboten. Das Mädchen sagt, sie werde ihr Kind wie eine Puppe lieben. Und wird vom Präsidenten für ihre "Reife" gelobt.

    Chile: Elfjähriges Vergewaltigungsopfer soll Mutter werden - SPIEGEL ONLINE
    Ein guter Indikator für den Freiheitsgrad einer Gesellschaft, ist der Umgang selbiger mit dem Recht von Frauen/Müttern an ihrem eigenen Körper.

    Was ich noch schlimmer finde, als die Taten des Täters, ist das Verhalten der Mutter. "Sie hält trotz der massenweisen Vergewalltigung ihrer Tochter über zwei Jahr zu ihm. Die Beziehung sei einvernehmlich gewesen."
    Das ist an Niederträchtigkeit kaum noch zu überbieten. Wie entkoppelt muss man sein, um den intimsten körperlichen als auch seelischen Mißbrauch des eigenen Kindes zu bagatellisieren?

    Soweit die Frau geistig gesund ist, sollte sie das selbe Strafmaß wie der eigentliche Täter erhalten. Sollte sie geistig nicht gesund sein, ab in die Forensik, aber dauerhaft!