EU-Gesetzentwurf: Brüssel will über Schließung maroder Banken entscheiden

DPADie Abwicklung von Pleitebanken soll in Brüssel entschieden und von den Geldhäusern bezahlt werden. Das sieht ein Gesetzentwurf von EU-Kommissar Barnier vor. Ob die EU-Staaten aber zustimmen, ist fraglich. Besonders Deutschland wehrt sich gegen das Vorhaben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-910392.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Abwicklung von Pleitebanken soll in Brüssel entschieden und von den Geldhäusern bezahlt werden. Das sieht ein Gesetzentwurf von EU-Kommissar Barnier vor. Ob die EU-Staaten aber zustimmen, ist fraglich. Besonders Deutschland wehrt sich gegen das Vorhaben.

    Barnier-Vorschlag: EU-Kommission soll Banken zentral abwickeln - SPIEGEL ONLINE
    Wenn es nach Brüssel geht, soll sowieso absolut alles in Brüssel entschieden werden. Diese machtgeilen, überbezahlten und unfähigen Technokraten werden nicht ruhen, bis auch das letzte bisschen Souveränität aus den Mitgliedern der EU rausgesogen wurde, die Völker damit ihrer Unabhängigkeit beraubt wurden und die Herrschaften Kommissare endlich die neue, quasidiktatorische Zentralregierung Europas stellen können. Nur eines wollen sie natürlich nicht: Die Völker zur Abwechslung mal nach ihrer Meinung fragen.

    Die EU in dieser Form gehört abgeschafft und durch etwas sinnvolles ersetzt. Eine etwas vertiefte Freihandelszone und Schengen muss erhalten bleiben, alles andere kann weg.
  2. #2

    klingt erstmal gut.....

    wird aber bestimmt wegdiskutiert von der politik
  3. #3

    Flucht aus der EU

    Können Banken, die sich an diesem Spiel nicht beteiligen wollen, nicht einfach aus dem Euro-Raum flüchten?
    Warum sollen gut wirtschaftende Banken für die Altlasten anderer Banken im Euro-Raum aufkommen?
    Als Aktionär der DBk hätte ich nichts dagegen, wenn sich die deutsche Bank aus dem Euro-Raum nach London verabschieden würde.
  4. #4

    Neues aus Absurdistan (EUdSSR)

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Abwicklung von Pleitebanken soll in Brüssel entschieden und von den Geldhäusern bezahlt werden.
    So soll ein gemeinsamer EU-Fonds entstehen, in den die Banken selber einzahlen und der im Notfall für die Kosten der Abwicklung einer Pleitebank einspringt.
    Und dieser soll ab 2015 innerhalb von 10 Jahren mit einem Volumen von 55Mrd€ aufgebaut werden. Alleine die HRE hat dem deutschen Steuerzahler 147Mrd gekostet. Die ComBank 17 Mrd, und dann kommen noch die diversen Landesbanken hinzu.
    Da sind 55Mrd einfach lächerlich!
    Die wahre Absicht der Eurokraten ist es, an die Einlagensicherungsfonds der Sparkassen und Volksbanken ranzukommen.

    Schäuble hatte deswegen eine Änderung der EU-Verträge ins Spiel gebracht.
    Pacta sunt non iam servanta
  5. #5

    optional

    Solange die Typen in Brüssel von keinem Volk in Europa gewählt werden, finde ich solche Gesetzesinitiativen sehr gefährlich.
  6. #6

    Wieder ein netter Versuch

    marode EU-Banken (nicht Deutschland) zu Lasten von Deutschland abzuwickeln.
    In Deutschland gibt es prall gefüllte Sicherungseinrichtungen und an die Kohle will der ran. Lustig, deutsche Banken, mit wenigen überschaubaren Ausnahmen (z.B. Commerzbank; steht schon unter Aufsicht), kann jede Bank in Deutschland abgewickelt werden. Immer wieder der gleiche Versuch.
  7. #7

    Wirtschaftssozialismus vom Feinsten.

    Zuerst ist man unfähig die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen und die Banken in Zaum zu halten und nun wollen die gleichen Unfähigen entscheiden, wann eine Bank pleite ist, anstatt dies dem Markt (= Demokratie pur) zu überlassen.
  8. #8

    Wow, wenn man weiß, dass es sich dabei ganz bestimmt nicht um systemrelevante Banken handelt, kann man sich doch ganz gut vorstellen, wozu die Regelung gut sei: zu einer wachsenden Konzentration der Bank- und Finanzgeschäfte in immer weniger Institute.

    Solche Vorhaben haben in den Brüsseler Vereinigten Plutokratischen Staaten von Europa nur einen Sinn und Zweck: alternativlose Stärkung der systemrelavanten Marktteilnehmer, der global players!

    Und wenn sich Schäuble jetzt renitent zeigt, so dauert das vielleicht gerade mal bis zur Wahl. Wenn dann die Sache aus den Schlagzeilen verschwunden ist, tut man hinterrücks, was alternativlos zu tun ist. So lief das bisher jedenfalls immer sehr erfolgreich ...
  9. #9

    Deutsche Kleinsparer enteignen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Abwicklung von Pleitebanken soll in Brüssel entschieden und von den Geldhäusern bezahlt werden. Das sieht ein Gesetzentwurf von EU-Kommissar Barnier vor. Ob die EU-Staaten aber zustimmen, ist fraglich. Besonders Deutschland wehrt sich gegen das Vorhaben.

    Barnier-Vorschlag: EU-Kommission soll Banken zentral abwickeln - SPIEGEL ONLINE
    Tolle Idee: Deutsche Kleinsparer haften für Bankschulden im maroden Süden Europas und in Irland. Die hervorragend funktionierende Sicherungssysteme von Sparkassen, Volksbanken und Raiffeisenkassen hier zu Lande werden vergemeinschaftet, und die EU-Kommission entscheidet, welche marode Bank wieviel bekommt. Gleiches geschieht mit den Einlagensicherungen der deutschen Privatbanken wie Deutsche Bank, Postbank, Commerzbank etc. Der Jubel der Kunden dürfte grenzenlos sein, denn sie haften beim gegenwärtigen Stand für 9.000 Milliarden (vulgo neun Billionen) Euro Schulden ausländischer Banken. Das ist das dreifache der addierten Staatsschulden im Euroraum, für die wir auch schon zu einem Gutteil haften. Wenn Sparkassen, Volksbanken und Raiffeisenbanken dagegen nicht Sturm laufen und ihre Kunden z.B. mit Unterschriftenaktionen mobilisieren, um diesen Wahnsinn zu verhindern, dann machen sie sich zu Komplizen der Eurokraten in Brüssel und Berlin. Auf die Barrikaden gegen diese kalte Enteignung, auch wenn Trittin dann wieder von DM-Chauvis redet.