Geldpolitik der EZB: Die wirkliche Gefahr der Billigzinsen

DPADie Zinsen in der Euro-Zone werden auf Jahre extrem niedrig bleiben. Doch wer deshalb die Gefahr von Inflation und Spekulationsblasen heraufbeschwört, hat die Funktionsweise der Kreditwirtschaft nicht verstanden. Das wahre Risiko lauert woanders.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-910361.html
  1. #1

    grau ist alle Theorie

    aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass die Kreditvergabepraxis einiger Bankinstitute rein an der Steigerung des Kreditvolumens orientiert ist... Fazit: Derzeit finanzieren viele Menschen ein Eigenheim welches bei einer geringen Zinnserhöhung oder Arbeitslosigkeit ein Fall für die Zwangsversteigerung sind... Entsteht so keine Blase?
  2. #2

    genau

    die anderen verstehen nichts. herr münchau versteht es hingegen.
    als einziger.
  3. #3

    Öhm...

    Ich habe nicht mehr weitergelesen als um "in konservativen Kreisen..." - ich bin weiß Gott nicht konservativ! - aber billiges Geld sucht Rendite, und wenn die Zinsen niedrig sind, wird in vermeintlich sichere Anlagen investiert, ob nun Edelmetalle, Immobilien oder sonstwas. Einer fängt an und die Lemminge laufen hinterher - und schwupps ist die Blase da. Was soll also dieser Blödsinn, da eine Kausalität bestriten zu wollen?
  4. #4

    Geldpolitik allein macht nicht glücklich

    Danke für diesen Beitrag, der deutlich macht, wie wenig ein Großteil der Poltiker von wirtschaftlichen Zusammenhängen versteht! Neben den geldpolitischen Massnahmen sind auch ordnungspolitische Eingriffe dafür entscheidend, dass von dem was gewollt ist realiter wenig zu sehen ist, Konkret heißt das: Banken geben das billige Geld nur zu einem kleinen Teil in die Realwirtschaft weil die verschärften Eigenkapitalvorschriften und die sonstige Regulierung dem diametral entgegenstehen.
  5. #5

    Auch wenn die Banken nur restriktiv Geld verleihen, so werden durch die niedrigen Zinsen zumindest Unternehmen mit riesigen Bargeldreserven (Siemens, etc) motiviert zu investieren. Unabhängig von Diskussionen über eine Inflation, ist es zum gegenwärtigen Zeitpunkt für niemanden attraktiv Geld als "stupid" Money auf einem Konto zu belassen. Auf diesem Wege sorgt die Geldpolitik letztlich doch dafür, dass die Wirtschaft belebt, oder zumindest nicht zusätzlich durch "Sparer" belastet wird.
  6. #6

    Intelligente Analyse?

    Die Analyse Münchaus beruht leider auf dem den Nationalökonomen eigenen Tunnelblick. Einmal ganz schlicht gesagt: Die Inflation ist sehr wohl spürbar, nur schlägt sie sich nicht im Indexwerk nieder. Jeder Gehaltsempfänger kann das bestätigen. Die Niedrigzinspolitik der EZB vernichtet so Abermilliarden von Sparvermögen. Sie wird ganze Branchen /Lebensversicherungen usw. ruinieren. Andererseits treibt sie die Verschuldung der Staaten hoch: Das Kapital hat keinen Preis. Die Zinslast, bisher der Regulator bei der Kreditaufnahme, spielt keine Rolle mehr. Eine verhängnisvolle Entwicklung, diese schleichende Enteignung der Sparer! Die Konsumbereitschaft = Konjunktur wird künstlich hochgeschraubt. Die reale Sparquote nimmt stetig ab.
  7. #7

    Heute bekommt doch auch jeder Kredit...

    Heute bekommt doch auch jeder Kredit, der nicht arbeitslos oder drogenabhängig ist für die Finanzierung einer Immobilie, was direkt dazu führt, dass die Preise in unserem Ort binnen eines Jahres um ca. 50% gestiegen sind.
    Dennoch finanzieren viele Familie auf Kante und gehen "All-In", was die Preise weiter treibt.
    Was nutzen 3% Finanzierungszinsen, wenn man dann trotzdem nur 1% tilgt? Am Ende verlängert sich - was viele verwundert - die Laufzeit der Finanzierung nämlich. Man wird nie fertig, sondern immer Schuldner bleiben.

    Junge Familien zahlen mittlerweile 500.000 Euro für den Bau einer Immobilie, die man gemietet im gleichen Ort für ca. 1200 Euro monatlich bekäme. Irrsinn da noch zu kaufen, doch genau das geschieht!
  8. #8

    Inflation oder Teuerung?

    Herr Münchau, wann waren Sie zuletzt einkaufen, wie eine normale Hausfrau/normaler Hausfrau
  9. #9

    Wie war das?

    ... wir basteln uns eine neue Theorie.
    Fas dürfte auch für den Autors dieses SPON-Artikel gelten...