Entscheidung in Düsseldorf: Landgericht stärkt Raucher im Kampf gegen Wohnungskündigu

DPARauchen zählt zum vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung - mit dieser Begründung hat das Landgericht Düsseldorf einem starken Raucher Prozesskostenbeihilfe gewährt. Der Mann klagt gegen die Kündigung. Die Vorinstanz hatte seinen Antrag auf Beihilfe noch abgelehnt.

Landgericht gewährt Raucher nach Kündigung der Wohnung Kostenhilfe - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Wo wohnt er Mann denn jetzt?

    Das interessiert mich eigentlich am meisten.. Muss er die Beandlung durch den Vermieter jetzt erst mal in Kauf nehmen und fristlos ausziehen, oder kann er zunächst mal wohnen bleiben?

    Und selbst unter uns Nichtrauchern: die Kündigung ist schon eine echte Frechheit.
  2. #2

    sagte ich ja bereits...

    ...zu dem AG-Urteil: Einzelmeinung eines Juristen, war abzusehen, dass diese emotionale Fehlentscheidung eines offensichtlich Anti-Raucher Juristen kassiert werden würde!
  3. #3

    Ein Gewinn für die Privatsphäre! Sehr schön.
    Ich bin Nichtraucher.
  4. #4

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Rauchen zählt zum vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung - mit dieser Begründung hat das Landgericht Düsseldorf einem starken Raucher Prozesskostenbeihilfe gewährt. Der Mann klagt gegen die Kündigung. Die Vorinstanz hatte seinen Antrag auf Beihilfe noch abgelehnt.

    Landgericht gewährt Raucher nach Kündigung der Wohnung Kostenbeihilfe - SPIEGEL ONLINE
    Ich war schon am zweifeln.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Rauchen zählt zum vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung - mit dieser Begründung hat das Landgericht Düsseldorf einem starken Raucher Prozesskostenbeihilfe gewährt. Der Mann klagt gegen die Kündigung. Die Vorinstanz hatte seinen Antrag auf Beihilfe noch abgelehnt.

    Landgericht gewährt Raucher nach Kündigung der Wohnung Kostenbeihilfe - SPIEGEL ONLINE
    Ich glaube kaum das diese Klage an sich Aussicht auf Erfolg hat.
    Ein Mieter einer Wohnung erlangt normalerweise Hausrecht in der gemieteten Wohnung. Ich denke das ein Rauchverbot nur derjenige Aussprechen kann, der das Hausrecht hat, alles andere wäre eine nicht hinnehmbare Einschränkung der Persönlichkeitsrechte. Sicherlich kann man das Rauchen in gemeinschaftlich genutzten Innenbereichen verbieten, ggf sogar im Garten, auf Balkonen oder Höfen, aber ein Rauchverbot in den "eigenen vier Wänden" sollte unmöglich durchsetzbar sein. Das käme auch einem generellen Rauchverbot durch die Hintertür gleich... Was ist das Nächste? nach dem Grillverbot auf dem Balkon und das rauchverbot in der eigenen Wohnung auch noch noch Kochverbot in der eigenen Küche? So manches Gericht kann da mehr belästigen als Zigarettenrauch. Und wo wir schon dabei sind.. Bärte sind ja auch was unästhetisches.. oder dicke Menschen.. oder Schwule.. oder (hier aus idiotischen Gründen bevorzugt zu unterdrückende Gruppierung eintragen)...
  6. #6

    @cgoise

    Meiner Ansicht nach ein schwebendes Verfahren und somit anhängig. Ausziehen muss er wohl erst nach rechtskräftiger Entscheidung.
    Aber zum Thema Frechheit: Die Frage ist, was da gelaufen ist. Konnten die Nachbarn im Sommer das Schlafzimmerfenster nicht auflassen, weil der Gestank hochzog, liegt die Frechheit beim Raucher wegen rücksichtslosem Verhalten. Ist der Kündigungsgrund vorgeschoben, liegt die Frechheit bei der Vermieterin.
  7. #7

    Rauchen hinterlässt Schäden an der Wohnung

    Rauchen hinterlässt allerdings leider Schäden an der Wohnung. Der Gestank ist später nur schwer wieder aus der Wohnung zu bekommen, setzt sich z.B. im Teppich fest. Und Plastikteile (z.B. Fensterrahmen) vergilben stark und werden unansehnlich
  8. #8

    Hexenjagt

    ja es ist schon schlimm, wie einem in Deutschland die Persönlichkeitsrechte beschnitten werden. ich werde demnächst gegen meine Nachbarin klagen da ich ein Katzenhaarallergie habe. man Leute seit doch nicht immer so verbissen, wie heißt es so schön leben und leben lassen, wobei Zweiteres oft in Vergessenheit gerät. lasst den armen Mann doch ruhig weiter rauchen, der macht doch sowieso nach Ansichten mancher, nicht mehr lange.
  9. #9

    optional

    Das Argument der Abnutzung der Wohnung zieht nicht, das ist klar. Das Argument der Vermieterin war aber ja wohl die Belästigung der anderen Mieter im Haus durch den hohen Zigarettenkonsum, da sehe ich dann eher einen recht offenen Prozess.