Per Rad auf den Mont Ventoux: Eroberung des Erbarmungslosen

Getty ImagesTreten, fluchen, schwitzen: Der Mont Ventoux ist für Tour-de-France-Profis wie für Hobbyfahrer eine Herausforderung, für die sie viel leiden müssen. Am Ziel wartet eine Mondlandschaft, ein atemberaubender Blick - und ein weicher Kuss.

http://www.spiegel.de/reise/europa/p...-a-907509.html
  1. #1

    Süffisant, aber . . .

    dennoch etwas übertrieben und teilweise falsch! Die Aussage, "Weil es ringsum keine anderen Berge gibt, mildert nichts die schroffe Wucht dieses Riesen" stimmt nicht und lässt daran zweifeln, ob der Autor wirklich selbst auf dem Rad diesen Berg erklommen hat. Der Mont Ventoux bildet nämlich das westliche Ende einer längeren Bergkette. Kann man auch auf Google Earth erkennen wenn man nicht selber dort gewesen ist . . .
  2. #2

    Wow

    sehr schöner kleiner Artikel - danke !
  3. #3

    Andere Route

    Man kann auch die weniger steile und weitere Route über Sault nehmen. Die Ausgangshöhe ist da etwa 630 m, die Steigung bis Chalet-Reynard moderat. Von da bis zum Gipfel bleibt es aber der gleiche Weg wie im Artikel beschrieben.
  4. #4

    Dieses Jahr neuer Angriff

    Vor drei Jahren außer Form, mit 15 Jahre altem Rennrad und am Ende der Einrolltour für den ersten Tag ohne weitere Verpflegung mal spontan entschieden den Aufstieg zwei Tage vorzuziehen, bitter gebüßt und nur bis zum Restaurant gekommen. Der Aufstieg von Sault zählt ja nicht wirklich. Deshalb wird dieses Jahr diese Rechnung beglichen.
    Der Berg ist hart, härter als etwa der Tourmalet, aber wie oben beschrieben, es lohnt sich. Gehört ganz sicher zu den 4-5 Bergen oder Cols die man als Radsportfan in befahren haben muss.
    Im Übrigen kann man auch in der Umgebung noch 2-3 Tage verbringen, denn ganz so flach ist es dann doch nicht, auch wenn es sonst eher größere Hügel sind.
    Nicht so Anspruchsvoll aber sehr schön sind z.B. die Gorges de la Nesque im Süden des Ventoux.
  5. #5

    Sehs chön!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Treten, fluchen, schwitzen: Der Mont Ventoux ist für Tour-de-France-Profis wie für Hobbyfahrer eine Herausforderung, für die sie viel leiden müssen. Am Ziel wartet eine Mondlandschaft, ein atemberaubender Blick - und ein weicher Kuss.

    Per Rad auf den Mont Ventoux: Der Erbarmungslose - SPIEGEL ONLINE
    Der Mont Ventoux war mein erster "richtiger" Berg, den ich hochgefahren bin. Da wir damals keinerlei Erfahrung damit hatten, was es bedeutet, so viele Höhenmeter zu fahren, haben wir uns für die "leichteste" Variante von Sault entschieden. Das war immer noch anstrengend genug, zumal die letzten Kilometer ab Chalet Reynard so und so bewältigt werden müssen...

    Gutes Gefühl, oben anzukommen. Das Radler schmeckte göttlich...

    In den Alpen gibt es freilich härtere Berge (z.B. Stilfser Joch), aber der Ventoux ist ein Mythos...
  6. #6

    Wegweiser

    Wenn ich mit dem Auto in die Provence oder ans Mittelmeer fahre und die Umrisse des Mont Ventoux am Horinzont auftauchen, weiß ich, dass ich es bald geschafft habe. Auf seinen Gipfel würde ich auch mal gerne fahren, aber ich ziehe dann das Auto vor.
  7. #7

    Es ist ja immer Tagesformabhängig

    Zitat von Master_of_Darkness Beitrag anzeigen
    Der Mont Ventoux war mein erster "richtiger" Berg, den ich hochgefahren bin. Da wir damals keinerlei Erfahrung damit hatten, was es bedeutet, so viele Höhenmeter zu fahren, haben wir uns für die "leichteste" Variante von Sault entschieden. Das war immer noch anstrengend genug, zumal die letzten Kilometer ab Chalet Reynard so und so bewältigt werden müssen...

    Gutes Gefühl, oben anzukommen. Das Radler schmeckte göttlich...

    In den Alpen gibt es freilich härtere Berge (z.B. Stilfser Joch), aber der Ventoux ist ein Mythos...
    aber ich habe den Ventoux als den härtesten für mich jemals mit dem Rennrad bewältigten Berg in Erinnerung. Am Stilfser Joch, Grand St. Bernard, Tourmalet, Furka etc. habe ich nicht derartig beißen müssen wie an diesem Klotz.
  8. #8

    Genau so....

    ...fühlt es sich an. Sehr gut beschrieben.
    Ein unglaublich intensives Erlebnis, das lange
    bleibt und man nie ganz vergisst.
    Wer dabei an Doping denkt, sollte lieber das Auto nehmen. Zumindest im Hobbysport ist der Gegner
    meist der innere "Schweinehund".
    Möge auch der Profisektor bald wieder auf einem
    "normalen" (vgl. Leichtathletik) Dopingniveau angekommen sein, damit wir auch diesen Teil des Radsports wieder genießen können.
  9. #9

    Ja, klar.

    Zitat von michlauslöneberga Beitrag anzeigen
    aber ich habe den Ventoux als den härtesten für mich jemals mit dem Rennrad bewältigten Berg in Erinnerung. Am Stilfser Joch, Grand St. Bernard, Tourmalet, Furka etc. habe ich nicht derartig beißen müssen wie an diesem Klotz.
    Ja, natürlich spielt die Tagesform eine wichtige Rolle. Und ich bin beim Ventoux ja auch noch nicht einen der beiden schweren Aufstiege gefahren.

    Aber nach objektiven Kriterien (Länge der Auffahrt, durchschnittliche Steigung) ist zumindest das Stilfser Joch härter (und da habe ich mich richtig gequält). St. Bernard, Tourmalet und Furka kenne ich noch nicht.
    Richtig anstrengend fand ich auch den Splügenpass (von Chiavenna).

    Dieses Jahr steht u.a. das Timmelsjoch auf dem Programm. Ich freu' mich schon darauf (oben anzukommen ;-))...