Flugunglück in San Francisco: "Herausfinden, ob die Systeme versagt haben"

REUTERSHat ein technischer Fehler die Bruchlandung einer Boeing 777 in San Francisco verursacht? Fluglotse Marcus Garske hält es für möglich. Klar ist für ihn vor allem: Die Unglücksmaschine flog zu langsam und sank zu schnell.

http://www.spiegel.de/panorama/inter...-a-910024.html
  1. #1

    Garske auch B 777 Pilot ?

    Warum kann SPON nicht mal einen kompetenten Piloten befragen ?

    Der Horizont eines Fluglotsen endet bekanntlich an seinem Radarbildschirm.

    Und zum Unfallhergang vermisse ich Fragen nach der Bedienung von Autopilot und Autothrottle, was bei einem Sichtanflug ja wohl von elementarer Bedeutung ist. Ergo: Untersuchung abwarten.
  2. #2

    Ob der Flughafen wirklich so sicher ist? Er ist u. A. ein großer Publikumsmagnet für die Touristen der Südwest Route in den USA. Da wird bestimmt keiner so schnell zugeben, dass Sicherheitsmängel bestehen.
    San Francisco International Airport Webcams, San Francisco International Airport Videos, SFO, San Francisco International Airport, San Francisco, California
  3. #3

    Das habe ich mich auch gefragt. Was macht einen Lotsen zum Experten in Sachen Absturz? Als Inhaber einer PPL- JAR FCL kann ich sagen, das die richtige Flughöhe im Anflug, der korrekte Anflugwinkel durch bloßes Anschauen der im voraus liegenden Landebahn eingeschätzt werden kann. Sogar nachts! Mir ist das Unglück in SFO ein komplettes Rätsel. Die erste Anforderung an jeden Piloten ist: Fly The Plane. im Anflug geht daher der Blick zur Landebahn zur Geschwindigkeitsanzeige und zurück. Ständig und immer wieder bis zum Aufsetzen. Die einfache Grundregel kann vorliegend nicht beachtet worden sein.
  4. #4

    Ist denn überhaupt bekannt, was für ein Anflug geflogen wurde? Glideslope out heißt ja nicht, dass auf Sicht geflogen wurde, vielleicht sind
    sie einen non precision approach nur mit dem Localizer und dem Höhenmesser geflogen.

    Schade, dass hier kein 777 Pilot gefragt wurde, der vielleicht auch die
    eine oder andere Eigenheit des Musters kennt. Herrn Garskes Aussage
    "So groß sind die Unterschiede zwischen den Baureihen von Boeing
    dann auch wieder nicht", zeugt nicht von sehr viel Erfahrung auf der anderen Seite des Funks.
  5. #5

    Fluglotsen...

    Zitat von eddl Beitrag anzeigen
    Warum kann SPON nicht mal einen kompetenten Piloten befragen ?

    Der Horizont eines Fluglotsen endet bekanntlich an seinem Radarbildschirm.

    Und zum Unfallhergang vermisse ich Fragen nach der Bedienung von Autopilot und Autothrottle, was bei einem Sichtanflug ja wohl von elementarer Bedeutung ist. Ergo: Untersuchung abwarten.
    können auch in der Regel fliegen und sind Piloten! Außerdem landet man ohne Autopilot, Start und Landung erfolgen in der Regel von Hand!
    Besonders beim Sichtanflug braucht man wohl alles andere nur keinen Autopiloten. Die Frage wäre wohl eher peinlich!
  6. #6

    Ein Fluglotse

    ist hier kaum der richtige Interviewpartner, oder würden Sie bei einem Mordfall den Rat eines Verkehrspolizisten einholen?
  7. #7

    Auch wenn Sie diesen Schein haben?

    Zitat von spon_1202257 Beitrag anzeigen
    Das habe ich mich auch gefragt. Was macht einen Lotsen zum Experten in Sachen Absturz? Als Inhaber einer PPL- JAR FCL kann ich sagen, das die richtige Flughöhe im Anflug, der korrekte Anflugwinkel durch bloßes Anschauen der im voraus liegenden Landebahn eingeschätzt werden kann. Sogar nachts! Mir ist das Unglück in SFO ein komplettes Rätsel. Die erste Anforderung an jeden Piloten ist: Fly The Plane. im Anflug geht daher der Blick zur Landebahn zur Geschwindigkeitsanzeige und zurück. Ständig und immer wieder bis zum Aufsetzen. Die einfache Grundregel kann vorliegend nicht beachtet worden sein.
    es muss schon einen Grund geben weshalb selbst erfahrene Berufs-Piloten diesen Platz als gefährlich einstufen. Es bleibt abzuwarten als zu philosophieren was vielleicht gewesen sein könnte.
  8. #8

    Gaske sagt ja aelbst..

    ..dass das redundanz-System, das bei Ausfall des Glidescope notwendig ist, sei das PAPI (flampen in versch. Farben weiss-gruen-rot die anzeigen, ob man ueber im oder unterhalb des Sinkratenkonus fliegt. mit solchen Maschinen absolut notwendig!
    Laut PIREPS (Pilotenreports) waren Glide UND PAPI ausser betrieb, ausserdem war das DME fehlerhaft.
    (Dieses instrument zeigt die Distanz zum Aufsetzpunkt . Sehr wichtig bei IFR Anfluegen. Das was dieser Flughafen zum Unfallzeitpunkt an Nav-hilfen bot ,nichts) , war somit afrika- Busch Niveau.
  9. #9

    naja,

    Zitat von TuckUnder Beitrag anzeigen
    Ist denn überhaupt bekannt, was für ein Anflug geflogen wurde? Glideslope out heißt ja nicht, dass auf Sicht geflogen wurde, vielleicht sind
    sie einen non precision approach nur mit dem Localizer und dem Höhenmesser geflogen.

    Schade, dass hier kein 777 Pilot gefragt wurde, der vielleicht auch die
    eine oder andere Eigenheit des Musters kennt. Herrn Garskes Aussage
    "So groß sind die Unterschiede zwischen den Baureihen von Boeing
    dann auch wieder nicht", zeugt nicht von sehr viel Erfahrung auf der anderen Seite des Funks.
    es gab wahrscheinlich doch eine Typeneinweisung für die Piloten, ohne die wären sie wahrscheinlich wohl nicht geflogen....
    mann macht gerne die Piloten für Fehler verantwortlich.....ist eben einfacher als einzugestehen dass der Fehler vielleicht auch woanders zu suchen ist.