MBA-Studenten im Gründerfieber: Ich werde Manager für Bier

Michael MahrEine eigene Firma zu gründen gehört zum Standardprogramm des MBA-Studiums. Gewöhnlich sterben diese Unternehmen mit der Powerpoint-Präsentation. Doch immer mehr Studenten sehen in den fiktiven Businessplänen eine Alternative zur Karriere im Topmanagement.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-898746.html
  1. #1

    optional

    Jetzt versucht man wieder uns das positiv zu verkaufen. Jeder Dritte gründet ein Unternehmen, weil er sonst arbeitslos wird.
    Aufgrund der Produktivität kann man eben mit weniger Menschen immer mehr produzieren. Diese Sachen werden dann verkauft, wenn auf der einen Seite genug Geld vorhanden ist, und wenn das Produkt ( von denen die Gelder haben ) gebraucht wird. Mittlerweile klappt das mit dem Verschulden und Geld drucken nicht mehr, also kommt demnächst die Endabrechnung. Wir haben zwar noch genug verblödete Konsumenten, die jeden Scheiß kaufen, aber irgendwann muss man auch im Mediamarkt (heute kaufen und in 3 Monaten wird der Strom abgedreht) das Gerät bezahlen.
  2. #2

    Frauenquote

    Mit der Einführung der Frauenquote wird die Motivation zur Selbständigkeit noch zunehmen. Denn wo sollen die ganzen Männer hin, wenn es oben immer enger wird?

    Könnte also eine gute Sache werden.
    Vielleicht.
    Erstmal abwarten.
  3. #3

    Lustige Studenten...

    Karriere im Topmanagement. Da könnten die meisten auch versuchen Olympiadeteilnehmer zu werden...
  4. #4

    Ich find das toll

    Zumindest probieren sie was. Find ich klasse wenn die Leute ihre Ideen auch umsetzen und nicht jahre- oder jahrzehntelang nur in ihrem Angestellenverhältnis jammern.
    Wünsche Ihnen alles Gute!
  5. #5

    Startups

    Marketing und Businesspläne reichen nicht, um ein erfolgreiches Startup-Unternehmen auf den Weg zu bringen, es sei denn, man will eine Würstchenbude oder den x-ten Onlineshop in einem bestimmten Maktsegment eröffnen.

    Wirkliche Marktlücken sind nicht mehr so leicht zu finden, der Markt ist insgesamt sehr gesättigt. Vielfach werden uns Produkte als neu und hip verkauft, die in Wirklichkeit gar keine Innovation darstellen.

    Unsere Gesellschaft braucht keine Manager für Bier, braucht nicht so viele BWL-Marketing-Leute, die aufs schnelle Geld und auf die Karriere aus sind. Wir brauchen Erfinder, Tüftler, Ingenieure, kluge Köpfe, die wirklich was drauf haben. Wir brauchen Produzenten und Produktentwickler. Reine Händler und Selbständige in einfachen Dientleistungsbranchen sind nicht das Rückgrat unserer Industriegesellschaft.

    Natürlich ist es der einfachste Weg irgendetwas zu vertickern, am besten Immobilien (der Traumjob schlechthin). Typen, die von solchen Selbständigkeiten träumen gibt es wie Sand am mehr.
  6. #6

    ...

    Zitat von wwwwalter Beitrag anzeigen
    Marketing und Businesspläne reichen nicht, um ein erfolgreiches Startup-Unternehmen auf den Weg zu bringen, es sei denn, man will eine Würstchenbude oder den x-ten Onlineshop in einem bestimmten Maktsegment eröffnen.

    Wirkliche Marktlücken sind nicht mehr so leicht zu finden, der Markt ist insgesamt sehr gesättigt. Vielfach werden uns Produkte als neu und hip verkauft, die in Wirklichkeit gar keine Innovation darstellen.

    Unsere Gesellschaft braucht keine Manager für Bier, braucht nicht so viele BWL-Marketing-Leute, die aufs schnelle Geld und auf die Karriere aus sind. Wir brauchen Erfinder, Tüftler, Ingenieure, kluge Köpfe, die wirklich was drauf haben. Wir brauchen Produzenten und Produktentwickler. Reine Händler und Selbständige in einfachen Dientleistungsbranchen sind nicht das Rückgrat unserer Industriegesellschaft.

    Natürlich ist es der einfachste Weg irgendetwas zu vertickern, am besten Immobilien (der Traumjob schlechthin). Typen, die von solchen Selbständigkeiten träumen gibt es wie Sand am mehr.
    Ganz im Gegenteil - Typen die überhaupt noch von irgendwas träumen, gibt es viel zu selten.

    Selbst für seine Träume soll man sich hier scheinbar noch voller Demut entschuldigen. Hier bekommen junge Leute ihren Arsch hoch - trauen sich was, probieren etwas aus und riskieren etwas... und wie wird es aufgefasst?
    Die Welt dreht sich auch nicht nur um verschrobene Ingenieursköppe (und das sage ich als Maschinenbauer). Was soll denn diese unsägliche Eigenart, alles, aber auch wirklich alles schlechtzureden?

    Klar, vermutlich wird die Hälfte dieser Unternehmungen über kurz oder lang auch wieder pleite gehen. Und der Rest hält sich zu weiten Teilen nur eben so über Wasser.... aber dann gibts auch immer noch die zwei oder drei Ausnahmen, die wirklich funktionieren.
    Aber all diesen Menschen ist gemein, dass sie mit Mitte 20 schon mehr erlebt und mehr auf die Beine gestellt haben, als etliche der notorischen Nörgler, die eigentlich immer nur ganz genau wissen, warum etwas schlecht ist.

    Erzählen kann jeder... das kost kein Brot - aber auch tatsächlich etwas zu machen und zu riskieren, dass es schlecht sein könnte - DAFÜR fehlen dann scheinbar doch die Eier.
    (...oder es ist grad schlecht, weil man ja ein Haus baut, oder grade Vater wird, oder im Verein so unheimlich viel zu tun hat.... oder im Sommer auch einfach nur mal ne Pause braucht - Ausreden gibts dann immer ohne Ende)
  7. #7

    Zitat von wwwwalter Beitrag anzeigen
    Marketing und Businesspläne reichen nicht, um ein erfolgreiches Startup-Unternehmen auf den Weg zu bringen, es sei denn, man will eine Würstchenbude oder den x-ten Onlineshop in einem bestimmten Maktsegment eröffnen.

    Wirkliche Marktlücken sind nicht mehr so leicht zu finden, der Markt ist insgesamt sehr gesättigt. Vielfach werden uns Produkte als neu und hip verkauft, die in Wirklichkeit gar keine Innovation darstellen.

    Unsere Gesellschaft braucht keine Manager für Bier, braucht nicht so viele BWL-Marketing-Leute, die aufs schnelle Geld und auf die Karriere aus sind. Wir brauchen Erfinder, Tüftler, Ingenieure, kluge Köpfe, die wirklich was drauf haben. Wir brauchen Produzenten und Produktentwickler. Reine Händler und Selbständige in einfachen Dientleistungsbranchen sind nicht das Rückgrat unserer Industriegesellschaft.
    Kleiner Denkfehler Ihrerseits ;) Wenn Sie ein neues Produkt auf den Markt bringen wollen benötigen Sie erstmal eine Idee. Danach können Sie anfangen die Idee durch Ingenieure/Tüftler umzusetzen. Z.B. Siemens hat die besten Ingenieure trotzdem hat Siemens in allen Bereichen der neuen Technologien versagt (Computer, Handys, Solarzellen und selbst Glühbirnen) weil ihnen die Ideen fehlen. Das ist Fakt. Fallen Sie nicht auf das Gerede rein, dass Deutschland mehr Ingenieure bräuchte. Es gibt keinen Ingenieur-Mangel in Deutschland. Der Grund warum die Industrie behauptet wir bräuchten mehr ist weil sie möglichst billige Ingenieure wollen ;) So wie in der Softwareindustrie wo es heut so viele Programmierer gibt, dass es kaum mehr lohnt in dieser Branche zu arbeiten.
  8. #8

    also

    wenn dann also die meisten, sagen wir 4 von 5 dieser Firmen wieder pleitegehen, so sind zumindest in D die Gründer gearscht. Es ist also nicht besonders klug zu gründen.

    mfg

    Zitat von MartinS. Beitrag anzeigen
    Ganz im Gegenteil - Typen die überhaupt noch von irgendwas träumen, gibt es viel zu selten.

    Selbst für seine Träume soll man sich hier scheinbar noch voller Demut entschuldigen. Hier bekommen junge Leute ihren Arsch hoch - trauen sich was, probieren etwas aus und riskieren etwas... und wie wird es aufgefasst?
    Die Welt dreht sich auch nicht nur um verschrobene Ingenieursköppe (und das sage ich als Maschinenbauer). Was soll denn diese unsägliche Eigenart, alles, aber auch wirklich alles schlechtzureden?

    Klar, vermutlich wird die Hälfte dieser Unternehmungen über kurz oder lang auch wieder pleite gehen. Und der Rest hält sich zu weiten Teilen nur eben so über Wasser.... aber dann gibts auch immer noch die zwei oder drei Ausnahmen, die wirklich funktionieren.
    Aber all diesen Menschen ist gemein, dass sie mit Mitte 20 schon mehr erlebt und mehr auf die Beine gestellt haben, als etliche der notorischen Nörgler, die eigentlich immer nur ganz genau wissen, warum etwas schlecht ist.

    Erzählen kann jeder... das kost kein Brot - aber auch tatsächlich etwas zu machen und zu riskieren, dass es schlecht sein könnte - DAFÜR fehlen dann scheinbar doch die Eier.
    (...oder es ist grad schlecht, weil man ja ein Haus baut, oder grade Vater wird, oder im Verein so unheimlich viel zu tun hat.... oder im Sommer auch einfach nur mal ne Pause braucht - Ausreden gibts dann immer ohne Ende)
  9. #9

    @MartinS

    Sehr guter Kommentar. Sie haben recht, wer selbst nichts kann, der redet andere schlecht. Es ist egal ob MBA oder Ing. oder gar nix, Hauptsache Mut und Machergen... und dieses lehrt man in diesem Land leider immer noch viel zu selten.