Rezept für Wok-Garnelen: Alles im bunten Bereich

Peter WagnerDer Gang über den sommerlichen Wochenmarkt haut ganz schön ins Auge. Doch wie bringt man die kunterbunte Gemüsepracht auf den Hauptgericht-Teller, ohne gleich Rohkost essen zu müssen? Die Antwort wissen die Franzosen. Und die Vietnamesen.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-909422.html
  1. #1

    Sowas von appetitverschlagen...

    ...hat es mir beim Lesen eines Rezepts noch selten - dieser arrogante UpperClass-Männer-Wahnsinn mit 4 (!) verschiedenen Sößchen, die dann die nächsten Jahre in meinem Kühlschrank rumstehen, dem 2 Esslöffeln Chili-Schoten (natürlich in bunt, die Reste hauen wir in die Bio-Tonne, das ist ja ökologisch) und "Piment d`espelette" hat noch nie und wird auch nie den Weg in meinen Gewürzschrank finden. Höchst ärgerlich!
  2. #2

    Schaukochen

    Die Rezepte, die hier vorgestellt werden, sollen offenbar Berufsanfängern helfen, ihre Vorgesetzten und Kollegen zu beeindrucken. Die Kolleginnen werden sich davon nicht beeindrucken lassen. Sie haben, je nach Bildungsgrad, in der Schwesterpublikation des Spiegel, nämlich der "Brigitte", zuletzt bei Lea Linster nachgelesen, wie ein richtiges Americain zubereitet wird. Dieses kommt erstaunlicherweise ohne Zutaten aus der Chemiefabrik aus. Klar, man kann dann dem Kollegen, der auf einer anderen Uni BWL studiert hat, nicht ohne zusätzlichen Anlaß die Anekdote mit dem Grand Marnier erzählen. Aber mit Kochen hat ein Steak Tatar mehr zu tun als die Industrieprodukte, die den jungen Leuten hier vorgestellt werden.

    Auch die Beraterkollegen, die der Hobbykoch hier mit seinem onlinerezept beeindrucken möchte, werden merken, daß die Wok-Garnelen nicht anders schmecken als die Nr. 23b bei der Chinapfanne einmal um die Ecke von ihrem Büro, wo sie nach der Arbeit um zehn oder elf Uhr abends noch schnell eine Kleinigkeit essen.

    Mann, Wagner, wenn Du schon 'ne Kolumne hast, dann bring den Leuten Kochen bei, und nicht, so zu tun, als könnten sie kochen!