US-Bürgerkrieg: Die Schlacht

DPAHistorisches Spektakel: Tausende spielen an diesem Wochenende in Gettysburg die blutigste Schlacht des US-Bürgerkriegs nach - darunter ein paar Deutsche. Der Kampf zwischen Nord und Süd ist 150 Jahre danach plötzlich wieder hochpolitisch.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-909751.html
  1. #1

    Gettysburg adress

    ein Bericht ueber Gettysburg, ohne die berühmte 'Gettysburg address' auch nur am Rande zu erwähnen - SCHADE. Ich denke, auch die legendäre Rede Lincolns wäre hochpolitisch, und erwähnenswert.
  2. #2

    Die Amis lernen nie

    Krieg spielen muss höllischen Spaß machen. So wie damals als die Familien zum Tee sich an den Rändern der Schlachtfelder versammelten, um dem Morden zuzuschauen. Als es anfing richtig zu knallen flüchteten sie entsetzt. Unfassbar.
  3. #3

    50 Jahre zuvor...käpften die Ammis schon mal ums Geld...

    Ungefähr 50 Jahre vor dem Bürgerkrieg - nämlich im Jahre 1814 kämpften die Ammis gegen die Briten ums Geld. Da gings ums Ganze. Nicht für den Bürger, dem es egal gewesen wäre wem er die Steuern zahlt. Washingtin oder London. Es wird meißt nicht weniger genommen wie geht...

    als die Briten geschlagen wurden sangen die Ammis folgendes Spotlied:

    In 1814 we took a little trip
    Along with Colonel Jackson down the mighty Mississip
    We took a little bacon and we took a little beans
    And we caught the bloody British in a town in New Orleans

    We fired our guns and the British kept a-comin'
    There wasn't nigh as many as there was a while ago
    We fired once more and they begin to runnin'
    On down the Mississippi to the Gulf of Mexico

    We looked down a river
    And we see'd the British come
    And there must have been a hundred of'em
    Beatin' on the drums
    They stepped so high
    And they made their bugles ring
    We stood by our cotton bales
    And didn't say a thing


    Old Hickory said we could take 'em by surprise
    If we didn't fire our muskets
    Till we looked 'em in the eye
    We held our fire
    Till we see'd their faces well
    Then we opened up our squirrel guns
    And really gave 'em - well we

    Yeah, they ran through the briars
    And they ran through the brambles
    And they ran through the bushes
    Where the rabbit couldn't go
    They ran so fast
    That the hounds couldn't catch 'em
    On down the Mississippi to the Gulf of Mexico


    We fired our cannon 'til the barrel melted down
    So we grabbed an alligator and we fought another round
    We filled his head with cannon balls, and powdered his behind
    And when we touched the powder off the gator lost his mind


    There wasn't nigh as many as there was a while ago
    We fired once more and they begin to runnin'
    On down the Mississippi to the Gulf of Mexico

    Yeah, they ran through the briars

    And they ran through the brambles
    And they ran through the bushes
    Where the rabbit couldn't go
    They ran so fast
    That the hounds couldn't catch 'em
    On down the Mississippi to the Gulf of Mexico


    Hut-two-three-four
    Sound off, three-four
    Hut-two-three-four
    Sound off, three-four
    Hut-two-three-four
    Hut-two-three-four.
  4. #4

    Sezessionskrieg

    Warum stellt der Autor den amerikanischen Sezessionskrieg als Krieg gegen die Sklaverei dar? So schön das heute auch klingen mag, falsch ist es trotzdem. Lincoln schrieb sich die Abschaffung der Sklaverei erst mitten im im Krieg auf die Fahne. De facto ging es bei diesem Krieg um die Frage, ob ein Ausritt aus dem amerikanischen Staatenbund nachträglich noch möglich war. Die Südstaaten waren bereit ihr Recht auf Sezession mit Waffengewalt durchzusetzen. Warum hätte dem Norden mit seiner aufstrebenden Industrie eine Abschaffung der Sklaverei wichtig sein sollen, man hatte sowieso kaum Sklaven dort.
  5. #5

    Zitat von karlsiegfried Beitrag anzeigen
    Krieg spielen muss höllischen Spaß machen. So wie damals als die Familien zum Tee sich an den Rändern der Schlachtfelder versammelten, um dem Morden zuzuschauen. Als es anfing richtig zu knallen flüchteten sie entsetzt. Unfassbar.
    Genau. Immer diese bekloppten Waffennarren in den USA. Die lernen es nie. Stellen einfach einen historischen Krieg nach.

    <Ironie aus>

    Die Leute hier:

    Verband Jahrfeier Völkerschlacht b. Leipzig 1813 e.V.: Home

    sind leider Europäer. Aber Ihrer Meinung nach alles Fehlgeleitete, oder?
    Ich finde die Nachstellungen sehr interessant. Die historischen Uniformen und die originale oder originalgetreue Bewaffnung.

    Fahren Sie da mal hin. Das ist echt ein Erlebnis.

    Und Ritterspiele in Kaltenberg und den vielen anderen Mittelalterevents ist was ganz was anderes :-)
  6. #6

    Komplexes Thema

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Historisches Spektakel: Tausende spielen an diesem Wochenende in Gettysburg die blutigste Schlacht des US-Bürgerkriegs nach - darunter ein paar Deutsche. Der Kampf zwischen Nord und Süd ist 150 Jahre danach plötzlich wieder hochpolitisch.

    150 Jahre Gettysburg-Schlacht: US-Bürgerkrieg nachgespielt - SPIEGEL ONLINE
    Ich würde gern mal ein Geschichtsbuch aus einem Paralleluniversum lesen, in dem der Süden gewonnen hätte.
    Vor allem die Darstellung von Lincoln wäre interessant. Vielleicht käme er nicht besser weg, als Syriens Präsident Assad, weil er ja "auf sein eigenes Volk schießen" ließ.
    Die Sklaverei war zwar ein Grundthema, viel wichtiger als die damit verbundenen Menschenrechte war aber die Frage der Wirtschaftsmacht, die damit zu tun hatte: Ohne Sklaverei war der Süden zur Armut verdammt, in der er nunmehr teilweise heute noch lebt. Außerdem war es dem Norden ein Dorn im Auge, dass der politische Einfluss, der sich nach den Bevölkerungszahlen richtete, durch die Sklaverei zugunsten der Südstaaten beeinflusst wurde.
    Im Süden wurde der Industriekapitalismus des Nordens dagegen abgelehnt und als persönliche Bedrohung empfunden.
  7. #7

    Soldat gegen Soldat

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Historisches Spektakel: Tausende spielen an diesem Wochenende in Gettysburg die blutigste Schlacht des US-Bürgerkriegs nach - darunter ein paar Deutsche. Der Kampf zwischen Nord und Süd ist 150 Jahre danach plötzlich wieder hochpolitisch.

    150 Jahre Gettysburg-Schlacht: US-Bürgerkrieg nachgespielt - SPIEGEL ONLINE
    kann sein das Selbstverteidigung, in gewissen Situationen angesagt ist.
    Jehdoch zeigen die Amerikanische "Kriegsspiele" immer nur das
    gleiche, überholte Gesellschaftselend.
  8. #8

    Die Sezession diente dem Erhalt der Sklaverei

    Zitat von qweasel Beitrag anzeigen
    Warum stellt der Autor den amerikanischen Sezessionskrieg als Krieg gegen die Sklaverei dar? ..Lincoln schrieb sich die Abschaffung der Sklaverei erst mitten im im Krieg auf die Fahne.
    In einem einzigen Artikel lässt sich die Komplexität der damaligen Situation nicht wiedergeben. Aber im Kern ist es richtig, die Sklaverei war das trennende Moment zwischen Nord und Süd, war der Kernpunkt wenn es um die Machtverteilung im Kongress ging. Die Abschaffung der Sklaverei war Gründungsanliegen der republikanischen Partei, die Abschaffung der Sklaverei war vor dem Bürgerkrieg seit Jahrzehnten innenpolitisches Thema und wurde von der starken abolitionistischen Bewegung des Nordens gefordert, die Sklaverei war auch der Anlass der faktischen Trennung zwischen Demokraten der Nordstaaten und denen der Südstaaten. Die Sezession diente dem Süden zu dem Zweck sich von der nördlichen Einflussnahme in dieser für ihre Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung zentralen Frage freizumachen. Der Süden hat also einen Krieg zum Erhalt der Sklaverei begonnen, egal wie man zuvor im Norden, um die Gründung und den Erhalt der Union zu gewährleisten, die Sklaverei mit faulen Kompromissen toleriert hat, mit der Sezession und dem vom Süden begonnenen Bürgerkrieg waren diese Kompromisse nicht mehr erforderlich und daher wurde der Krieg aus Sicht des Nordens ganz zwangsläufig nicht nur ein Krieg zur Wiederherstellung der Union sondern auch gegen die Sklaverei.
  9. #9

    sie hatten angst vor dem aufstand...

    die nordstaaten hatten lediglich angst vor dem aufstand.
    sie waren schlauer als die aus dem süden. sie wußten das jeder übertreibung eine gegen-übertreibung folgt. (siehe weltgeschichte)
    wenn man drückt, erzeugt das gegendruck - wenn man menschen unterrdrückt, erzeugt das unzufriedenheit, welche sich in revolutionen luft macht.
    den vielen schwarzen sklaven, welche mglw. die unterdrückten arbeiter in den fabriken beigetreten wären, sah man sich nicht anders heer zu werden, als durch krieg. dazu muißten die inresessen der sklaven und der fast-sklaven getrennt werden. und bevor das jemand merkelt mußten diese aufeinandergehetzt werden...