Kältemittelstreit: Herber Rückschlag für Mercedes

DaimlerMercedes muss im Kältemittelstreit einen herben Rückschlag hinnehmen. In Frankreich erhalten einige Neuwagen der Marke derzeit von den Behörden keine Zulassung für den Straßenverkehr. Betroffen sind drei Baureihen der Stuttgarter.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/k...-a-909715.html
  1. #1

    selber schuld

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mercedes muss im Kältemittelstreit einen herben Rückschlag hinnehmen. In Frankreich erhalten einige Neuwagen der Marke derzeit von den Behörden keine Zulassung für den Straßenverkehr. Betroffen sind drei Baureihen der Stuttgarter.

    Kältemittelstreit: Zulassungsstopp für Mercedes-Modelle in Frankreich - SPIEGEL ONLINE
    Eine Katastrophe mit Ansage. Das Thema ist seit zehn Jahren auf dem Tisch und es gibt Ersatzstoffe. CO2 ist ein guter und unbrennbarer Füllstoff für Klimaanlagen. Wer wie Mercedes mit dem Kopf durch die Wand will, schafft das nicht immer. Die Leittragenden werden die gekündigten Arbeitnehmer sein. Die verantwortlichen Führungskräfte werden dagen mit hohen Abfindungen bedacht werden.
  2. #2

    Ich hasse es.

    Entweder man entscheidet sich für das Kältemittel R134a auf Kosten der Umwelt oder man entscheidet sich für R1234yf auf Kosten der persönlichen Gesundheit und des Lebens, zumal R1234yf sofort Feuer fängt und sich das Zeug sogar durch Glas fressen kann bei Unfällen. Wofür haben die ganzen Konzerne so viele Millionen investiert? Ist das das Ergebnis der Forschung? Ich weigere mich zu glauben, dass es keine, absolut keine Alternative hierzu gibt. Lachhaft, einfach lachhaft. Dass geldgetriebene, machtgeile "Innovationskraft" und Vorreiterrolle stets auf Kosten der Umwelt oder der persönlichen Gesundheit gehen muss. Fucking brilliant.
  3. #3

    Lobby vs. Lobby

    Wenn Frankreich die Einfuhr deutscher Autos untersagt und deutsche Automobilbauer kein Kältemittel US-amerikanischer Konzerne in ihre Fahrzeuge füllen wollen, geht es sicher um mehr als nur um Sicherheits- und Klimaaspekte.
  4. #4

    Zitat von thrill Beitrag anzeigen
    Wenn Frankreich die Einfuhr deutscher Autos untersagt und deutsche Automobilbauer kein Kältemittel US-amerikanischer Konzerne in ihre Fahrzeuge füllen wollen, geht es sicher um mehr als nur um Sicherheits- und Klimaaspekte.

    Der übliche französische Protektionismus um der eigenen Automobilindustrie Vorteile zu verschaffen eben....man kennt das zu gut vom Bahnverkehr
  5. #5

    Naja

    Da geht es doch offensichtlich nicht mehr um Technik und um die Sache: Da neben Daimler auch VW rezertifiziert hat müssten ja auch alle Volkswagen in Frankreich untersagt werden, da wird mit zweierlei Maß gemessen, da ist was faul...
  6. #6

    Solange es um meine

    persönliche Gesundheit bei Unfällen geht, stelle ich die der Umwelt erstmal hinten an bis es was besseres gibt. Ich verstehe hier dieEU und ihren Regulierungswahn nicht. Umwelt Umwelt Umwelt. Der gleiche Mist mit dem Märchen vom partikelfilter. Dass die stark verkleinerten Rußpartikel plötzlich Lungengängig und somit sehr schädlich für Menschen sind, interessiert auch keinen... Schöne heile Welt... Ich danke Mercedes für die Entscheidung, vorerst auf das neue Kältemittel zu verzichten. Die Franzosen wollen vermutlich einfach nur ihren eigenen Schrott in der Oberklasse etablieren... Protektionismus pur. Kann nach hinten losgehen...
  7. #7

    ...hochgradiger Schwachsinn, ein dermaßen gefährliches Mittel überhaupt im Verkehr zuzulassen. Noch größerer Schwachsinn, sowas per Lobbygesetz VORZUSCHREIBEN.

    Eigentlich müssten an jedem Auto mit dem neuen Mittel Gefahrguttransport-Schilder angebracht werden.

    Da hat mercedes mit dem Protest durchaus recht. Noch "rechter" hätten sie, wenn sie auf einen unproblematischeren Stoff ausweichen würden - aber auch da würde die EU dagegen angehen.

    So gewissenlos mit dem Leben und der Gesundheit anderer zu spielen kennt man eigentlich nur aus der Vergangenheit ..... und von Terroristen. Ich hoffe, die Verantwortlichen schlafen gut.
  8. #8

    Einbahnstraße

    Zitat von Criticz Beitrag anzeigen
    Der übliche französische Protektionismus um der eigenen Automobilindustrie Vorteile zu verschaffen eben....man kennt das zu gut vom Bahnverkehr
    Haha nimm mal die rosarote Brille ab. Denkst Du, die Entscheidung von Merc... ähem dem KBA war etwas anderes? MB versucht mit der Panikmache Kapital beim Marketing zu schlagen und kauft als Nebeneffekt noch günstiger ein. Es ist gut, dass wenigstens von den Franzosen eins auf den Deckel kriegen. Wo kommen wir denn hin wenn sich jeder nationale Hersteller, gedeckt von den eigenen Behörden, entschließt, aus Kostengründen einfach mal EU Richtlinien zu unterlaufen (von denen übrigens 99,9% sinnvoll sind, worüber leider keiner schreibt...). Würde es Dir gefallen, wenn Areva in Deiner Nachbarschaft Miniatomkraftwerke verkaufen und damit durchkommen würde, weil französische Behörden dafür eine Sondergenehmigung erteilen?

    Klar ist das Zeug nicht ideal (ist hier auch nicht das Thema), aber es gibt noch einige weitere Betriebsmittel im Fahrzeug, die vorsätzlich angezündet und im Motorraum verbreitet, das Auto deutlich schneller und eindrucksvoller abfackeln, als der MB Test. Eine Löschanlage hat deswegen noch nie ein Hersteller im PKW verbaut, auch Mercedes nicht.

    Wegen R1234yf ist jedenfalls keiner im letzten halben Jahr gestorben oder verletzt worden - bei Millionen von Fahrzeugen mit dem Zeug auf der Straße.
  9. #9

    Augen auf

    Zitat von So so... Beitrag anzeigen
    Entweder man entscheidet sich für das Kältemittel R134a auf Kosten der Umwelt oder man entscheidet sich für R1234yf auf Kosten der persönlichen Gesundheit und des Lebens, zumal R1234yf sofort Feuer fängt und sich das Zeug sogar durch Glas fressen kann bei Unfällen. Wofür haben die ganzen Konzerne so viele Millionen investiert? Ist das das Ergebnis der Forschung? Ich weigere mich zu glauben, dass es keine, absolut keine Alternative hierzu gibt.
    Die gibt es längst, die gibt es serienreif, aber der Wirkungsgrad ist etwas schlechter und die Anlagen sind wegen des hohen Drucks des CO2 (R744) minimal teurer.
    http://www.ruhr-uni-bochum.de/rubin/.../beitrag12.pdf