Nelson Mandela: Fluch der Knochen

DPA/ Nelson Mandela FoundationDie Familie von Nelson Mandela streitet erbittert um das Erbe des Nationalhelden - selbst darüber, wo dieser beerdigt werden soll. Nun berät der Familienrat wohl darüber, die lebensverlängernden Geräte abzuschalten.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-909755.html
  1. #1

    Immer wenn...

    ...ein Großer im Sterben liegt, fängt der Zank der gierigen Angehörigen an. Die Menschen sind überall gleich (schlecht). Lasst den Mann doch erstmal in Frieden gehen, bevor ihr euch über sein Geld hermacht.
  2. #2

    Beschämend!

    Es ist einfach nur beschämend, dass die Mandela-Familie auf Kosten Madibas im Hinblick auf finanzielle Aspekte zerstritten ist. Ahnenglauben hin oder her. Der Ruf der Familie ist bereits jetzt angekratzt: http://2010sdafrika.wordpress.com/2013/07/03/wenn-der-schmerz-zum-streit-wird/.
  3. #3

    Schlechte Minderheit

    Zitat von privado Beitrag anzeigen
    ...ein Großer im Sterben liegt, fängt der Zank der gierigen Angehörigen an. Die Menschen sind überall gleich (schlecht). Lasst den Mann doch erstmal in Frieden gehen, bevor ihr euch über sein Geld hermacht.
    Sie haben recht: sehr pietaetlos, was da ablaeuft, no style.
    Aber nein, die Menschen sind nicht ueberall gleich (schlecht). Die Schlechten sind noch in der Minderheit.
    Deren Problem: sie sind fest davon ueberzeugt, dass alle gleich schlecht sind, ist deren Grundirrtum, weshalb sie meinen, auch schlecht sein zu muessen, um den anderen nicht nachzustehen.
  4. #4

    Der Familienstreit ist doch egal -N. Mandelas Ideologie lebt weiter!

    Es ist doch egal, was die Familie da treibt. Wichtig allein ist und war, wie Nelson Mandela gelebt und was erreicht hat. Die Kinder und Enkel sind auch nicht dadurch besser oder schlechter, was ihre Vorfahren geleistet haben. Ich persönlich möchte auch nur für das bewertet werden, was ich erreicht habe -und nicht, was meine Vorfahren geleistet haben. Egal ob dies nun gut oder schlecht war. Das sich die Familie schon so über sein Erbe hermacht, zeigt nur, dass sie wohl nicht so viel von seiner Lebstopferung gelernt oder geerbt haben, wie sich die Öffentlichkeit erhofft hat. Aber man muss auch sagen, dass die Fussstapfen, die Nelson hinterlässt, riesig sind.

    Ich wünsche ihm einen friedvollen Tod, ohne dass er mitbekommt, was um ihn herum passiert.
  5. #5

    Geschäftstüchtig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Familie von Nelson Mandela streitet erbittert um das Erbe des Nationalhelden - selbst darüber, wo dieser beerdigt werden soll.
    Wer will es ihnen verdenken? Mandelas Name klingt weiter - auch nach seinem Tod. Und ein wenig Geschäftstüchtigkeit zur rechten Zeit ist allemal besser, als ein Leben lang hart arbeiten zu müssen.

    Man darf nie vergessen, woher Mandela kommt. Man darf auch nie vergessen, daß er nicht der sanfte Friedensengel war, den man sich gemeinhin unter einem Friedensengel vorstellt. Er galt als "Terrorist". Sein Glück, daß die Geschichte so gelaufen ist, wie sie gelaufen ist. Und seine Nachfahren wollen einen Zipfel dieses Glückes erhaschen.
  6. #6

    Traurig, aber was zum Teufel hat Marvin Gaye mit der ganzen Sache zu tun, und warum zur Hölle....ich dachte der Soulmaster wäre schon längst tot?!;-)
  7. #7

    [

    Man muss sich die Frage stellen ob dieser weise Mann nicht doch so etwas wie eine Verfuegung hinterlassen wird. Nicht so abwegig das nach seinem Tod ein Beauftragter Notar - oder aequivalent - auftaucht und die Sache in die Reihe bringt. Voller Bewunderung und groesstem Respekt fuer sein Lebenswerk sind meine Gedanken bei ihm.
  8. #8

    Ein großes Loch...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Familie von Nelson Mandela streitet erbittert um das Erbe des Nationalhelden - selbst darüber, wo dieser beerdigt werden soll. Nun berät der Familienrat wohl darüber, die lebensverlängernden Geräte abzuschalten.

    Nelson Mandela: Zwist und Streit spaltet die Familie - SPIEGEL ONLINE
    ...und die ganze Bande hinein. Ende und Schluß...
  9. #9

    Und?

    Meine Güte, die katholische Kirche macht schon seit 2000 Jahren Geschäfte mit Leichen; in Köln liegen die heiligen drei Könige, in Venedig der (geklaute) Markus, Petrus unter dem Petersdom und in der nach dem prominentesten Grab überhaupt benannten Grabeskirche gar keiner. Florenz streitet sich seit 700 Jahren mit Ravenna um Dantes Überreste, die Nazis pilgerten bis vor Kurzem in Ermangelung von Hitlers Grab zu dem seiner Eltern, Lenin liegt an der Kremlmauer, Mumtaz im Tadsch Mahal und Buddhas Zahn auf Sri Lanka. Wer will es den Erben Mandelas verdenken, wen sie ohne viel Arbeit zu Geld kommen wollen? Zwar ist es im Westen Sitte, sich erst nach dem Ableben des Vererbenden ums Erbe zu streiten, aber so ist's wenigstens ehrlicher.