Designer-Chic bis Größe 52: "Kleine Tricks, die viel ausmachen"

Tobias Kruse/ OstkreuzSeit 17 Jahren entwirft die Mainzer Designerin Anja Gockel Premium-Kollektionen, zu ihren Kunden gehören Gwyneth Paltrow und Königin Silvia von Schweden. In Berlin zeigte sie nun ihre ersten Plus-Size-Entwürfe. Ein Gespräch über Magermodels und Kunden mit dicken Geldbeuteln.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...-a-909557.html
  1. #1

    Frau Gockel soll 40 tragen?

    In ihrem rosafarbenen Kleid sieht das nicht so aus.
  2. #2

    Falschfarben

    Zitat von tutnet Beitrag anzeigen
    In ihrem rosafarbenen Kleid sieht das nicht so aus.
    Die kriegt die Krise, wenn Sie diesen Farbton rosa nennen.
  3. #3

    Uebergroesse?

    Entschuldigung, aber wenn die Damen auf dem dritten Bild alle "Uebergroesse" haben, dann stimmt aus meiner Sicht mit der Definition etwas nicht.

    Und nur an geschickter Kleidung kann es nicht liegen. Die Damen haben Beine, von denen sehr viele Frauen nur traeumen koennen und die sind nicht mit Designer-Mode verhuellt.

    Vielleicht sind dies ja auch die Magermodels der Uebergroessen-Fraktion.
  4. #4

    Zitat von c2016 Beitrag anzeigen
    Entschuldigung, aber wenn die Damen auf dem dritten Bild alle "Uebergroesse" haben, dann stimmt aus meiner Sicht mit der Definition etwas nicht.
    Wenn Größe 42 bereits als Übergröße zählt (s. Interview) - eine Unverschämtheit -, passt das schon... Bis auf das Model im schwarzen Mantelkleid (?) haben alle Models wohl Größe 42.

    Ich frage mich, wieso Frau Gockel behauptet, die beiden Kollektionen seien für unterschiedliche Zielgruppen? Schließlich suggeriert sie vorher genau das Gegenteil. Heuchelei.
  5. #5

    Die Damen auf den Bildern sollen schon Übergrößen sein? Ich kenne viele Frauen, die für solche Maße töten würden. Was werden dann erst für Maßstäbe für normale Maße angelegt?
  6. #6

    nichts herausragendes

    vielleicht hat spon ja ausgerechnet die schwächsten Modelle für die Fotogalerie ausgesucht, aber ich endecke da nichts aufregend Neues. Ich bin seit 25 Jahren in der Branche "große Größen" (nicht Übergrößen!) tätig und sehe, dass oftmals von Designern große-Größen-Kollektionen aufgelegt werden, um das "Geschäft wieder anzukurbeln", die dann schnell wieder verschwinden, weils nicht klappt. Überhaupt: Mit Größe 52 als Obergrenze handelt es sich um eine Anschlußgrößen-Kollektion und liegt nicht in der Kategorie große Größen. Ich werde die Gockel-Kollektion schon noch unter die Lupe nehmen, bin aber wenig optimistisch, dass etwas hängen bleibt.
  7. #7

    Nun ja...

    Die Sachen sind schon schick. Nicht mein Stil, bis auf
    das schwarze Hemdkleid vielleicht. Aber ich frage mich
    bei sowas mit schöner Regelmäßigkeit, wo da denn
    Plus Size sein soll. Gut, die Dame in dem schwarzen
    Kleid ist durchaus drall, aber die anderen? Ist denn
    Größe 42 wirklich schon Plus Size? Und sollte man
    nicht Models auswählen, die dann auch tatsächlich
    ein wenig üppiger sind? Das ärgert mich schon immer,
    wenn ich in Katalogen nach Mode in Übergrößen
    schaue. Da lächeln einen dann perfekt geformte
    Größe 40-42 Models mit langen Beinen und wohl-
    geformten Konturen. Leider sehen aber nur die
    wenigstens Damen, die große Größen tragen, so aus.
    In diesem aktuellen Fall (die Gockel-Kollektion) werde
    ich das Gefühl nicht los, daß da nur jemand auf den
    Dick ist schick-Zug aufgesprungen ist, weil man damit
    gut verdienen kann. Allein die Aussage, man möchte
    seine Sachen (sinngemäß) an erfolgreiche mollige und
    nicht an die Durchschnittsfrau, die ja nur dick ist, weil
    sie herumsitzt und Chips ißt, während die Karrierefrau
    einfach zwischen Meeting und Oper keine Zeit für
    Sport hat, verkaufen. Nicht besonders sympathisch.
  8. #8

    Übergrösse?

    Ist das heute schon Übergrösse, wenn Frau eine Brust, eine Taille und einen Hintern hat?

    Ja, sieht anders aus, als bei den Hungerhilfe Models, die man bei Heidi sieht. Aber erst da fängt es an, menschlich / weiblich zu werden. Alles andere ist doch grotesk.
  9. #9

    Gut versus Böse

    Ich entwerfe für selbstbewusste Frauen, darunter oft Selbständige, die es zwischen ihren Meetings nicht zum Sport schaffen - und nicht für Frauen, die vorm Fernseher sitzen und Chips essen. Meine Kunden haben das Bedürfnis nach Designerkleidung, in diesem Segment gibt es jedoch kaum welche, sagt die Designerin. Diesen Satz finde ich übel. Sie entwirft also nur für die "guten Dicken", nicht für die "bösen Dicken"?
    Und das Wort "Übergröße" ist übel, weshalb sagt man nicht einfach "große Größen"?