Rätselhafte Signale: Radioblitze künden von kosmischen Extremen

MPIfR/C. Ng; Science/D. ThorntonEs blitzt kurz im Radiobereich. Danach folgt: nichts. Astronomen grübeln über vier Radioblitze, die Teleskope aufgefangen haben. Sie entstanden wohl Milliarden von Lichtjahren entfernt. Die Strahlungsausbrüche könnten vom Tod massereicher Neutronensterne berichten.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...-a-909621.html
  1. #1

    Spiegel Online hat das GIF entdeckt :-)

    schön...
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es blitzt kurz im Radiobereich. Danach folgt: nichts. Astronomen grübeln über vier Radioblitze, die Teleskope aufgefangen haben. Sie entstanden wohl Milliarden von Lichtjahren entfernt. Die Strahlungsausbrüche könnten vom Tod massereicher Neutronensterne berichten.

    Radiowellen-Blitze deuten auf kosmische Extreme - SPIEGEL ONLINE
    Klasse - zuerst kamen die Bild-Überschriften und jetzt gibts sogar animierte GIFs auf der Titelseite.
    Die Richtung welche diese Seite speziell im letzten Jahr einschlug ist keine gute....
  3. #3

    Zitat von dongerdo Beitrag anzeigen
    Klasse - zuerst kamen die Bild-Überschriften und jetzt gibts sogar animierte GIFs auf der Titelseite.
    Die Richtung welche diese Seite speziell im letzten Jahr einschlug ist keine gute....
    Ich finde, das genau dieses Bild dem Artikel gerecht wird. Er stach ganz kurzzeitig (und nicht aufdringlich) aus der Seite heraus wie ein kosmischer Blitz.
  4. #4

    Alles gut?

    Zitat von dongerdo Beitrag anzeigen
    Klasse - zuerst kamen die Bild-Überschriften und jetzt gibts sogar animierte GIFs auf der Titelseite.
    Die Richtung welche diese Seite speziell im letzten Jahr einschlug ist keine gute....
    Haben Sie ein Problem mit Fortschritt?
  5. #5

    Yep

    Zitat von Xeno87 Beitrag anzeigen
    Ich finde, das genau dieses Bild dem Artikel gerecht wird. Er stach ganz kurzzeitig (und nicht aufdringlich) aus der Seite heraus wie ein kosmischer Blitz.
    seh ich genauso. Danke!
  6. #6

    hmm...

    Die Radiowellen wiederum entstehen wegen des Magnetfelds des sterbenden Neutronensterns. "Einsteins Relativitätstheorie erlaubt keine Magnetfelder, die durch den Ereignishorizont eines Schwarzen Lochs gehen. Also muss der Neutronenstern diese kurz vor seinem Tod loswerden", sagt Heino Falcke von der Radboud Universität Nijmegen, einer der Studienautoren. "Wenn das Schwarze Loch entsteht, werden die Magnetfeldlinien vom Stern abgeschnitten und reißen wie gespannte Gummibänder." Dieser Prozess könnte die beobachteten gewaltigen Radioblitze erzeugen.

    Aber Ladung dürfen sie theoretisch haben, neben Masse und Drehimpuls. Diese Ladung kennzeichnet dann zusätzlich den Makrozustand des Schwarzen Loches, jetzt alle 3 Zustandsgrößen. Und ne Ladung erzeugt ein elektrisches Feld, und ne Ladung mit Drehimpuls erzeugt aber auch ein Magnetfeld. Wie überall sonst auch. Und diese Felder gehen dann durch den Ereignishorizont durch. Es gelten 4 Absolut Prinzipielle Erhaltungssätze in der Physik: Energie, Impuls, Drehimpuls UND Ladung. Alle anderen können gerne modifiziert werden :-)
  7. #7

    Fehlende Option

    Was könnte die kurzen Radioblitze erzeugen? Als die üblichen Verdächtigen werden schwarze Löcher, verschmelzende Neutronensterne und Supernoven genannt. Ein Verdächtiger fehlt allerdings. Er fehlt weil er zum einen nur in der Theorie existiert, und weil dieser Verdächtige zudem außergewöhnlich selten, und seltsam sein soll. Es ist quasi der "Dr. Seltsam" unter den Sterntypen. Diese fehlende Option ist fast genauso bizarr wie ein schwarzes Loch. Es ist durchaus möglich, dass es sich bei einem registrierten kurzen Radioblitz um den Todesschrei eines Quarksterns handelt, kurz bevor dieser zu einem schwarzen Loch zusammenstürzt. Ein Quarkstern [= seltsamer Stern] besteht aus äußerst seltsamer Materie, einem Quark-Gluon-Plasma. Die ist noch seltsamer als die entartete Neutronenmaterie eines Neutronensterns. Dieses Quark-Gluon-Plasma existiert nur in einem sehr engen Grenzbereich zwischen der TOV-Grenze [Tolmann-Oppenheimer-Volkoff-Grenze] und der praktischen Grenzmasse zu einem schwarzen Loch, also im Bereich zwischen 3,0 und 3,2 Sonnenmassen. Falls diese Annahme stimmt, können die kurzen Radioblitze der Nachweis sein, dass die Quarksterne nicht nur hypothetisch sondern auch wirklich existieren.
  8. #8

    Zitat von Layer_8 Beitrag anzeigen
    [...]
    Aber Ladung dürfen sie theoretisch haben, neben Masse und Drehimpuls. Diese Ladung kennzeichnet dann zusätzlich den Makrozustand des Schwarzen Loches, jetzt alle 3 Zustandsgrößen. Und ne Ladung erzeugt ein elektrisches Feld, und ne Ladung mit Drehimpuls erzeugt aber auch ein Magnetfeld. Wie überall sonst auch. Und diese Felder gehen dann durch den Ereignishorizont durch. [...]
    Mit dem Meisten haben sie Recht. Aber nein, die Magnetfelder reichen nicht aus dem Schwarzen Loch heraus, so wie alles andere auch nicht herauskommt (außer Hawking-Strahlung). Das verletzt übrigens auch überhaupt keinen Erhaltungssatz!
  9. #9

    oh...

    Zitat von vvizard Beitrag anzeigen
    Mit dem Meisten haben sie Recht. Aber nein, die Magnetfelder reichen nicht aus dem Schwarzen Loch heraus, so wie alles andere auch nicht herauskommt (außer Hawking-Strahlung). Das verletzt übrigens auch überhaupt keinen Erhaltungssatz!
    Da haben Sie aber das 'No-Hair-Theorem' von Archibald Wheeler nicht berücksichtigt. Masse, Drehimpuls UND Ladung. Sonst aber nichts, alle weitere vorherige Information ist nach klassischer Sicht verlorengegangen, Bruch der Kausalität. Und diese Ladung steckt dann irgendwie "im" schwarzen Loch, im Gegensatz zur Hawking-Strahlung, welche direkt an dessem Rand, jedoch "außerhalb" erzeugt wird. Und dann geht sehr wohl ein elektromagnetisches Feld da raus, von "innen" her, sonst hätte es ja keine Ladung. Widerspruchsbeweis :-) Die beschreibende Metrik ist dann allerdings wirklich etwas komplizierter zu handhaben.