Recycling-Streit: Kommunen führen Großangriff auf Grünen Punkt

DPADas Ringen ums Recycling geht in eine neue Runde: Jetzt fordern die kommunalen Entsorgungsbetriebe, den Grünen Punkt abzuschaffen. Um die Umwelt geht es schon lange nicht mehr - vielmehr lockt der Milliardenmarkt für die wertvollen Rohstoffe.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-909648.html
  1. #1

    Es geht nur ums Geld

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Ringen ums Recycling geht in eine neue Runde: Jetzt fordern die kommunalen Entsorgungsbetriebe, den Grünen Punkt abzuschaffen. Um die Umwelt geht es schon lange nicht mehr - vielmehr lockt der Milliardenmarkt für die wertvollen Rohstoffe.

    Recycling: Gemeinden starten Großangriff auf den Grünen Punkt - SPIEGEL ONLINE
    Es geht nur allein ums Geld und das wollen bekanntlich alle bekommen.
    Es geht weniger um die Vermeidung von Abfall, denn das ist all diesen Leuten doch gleichgültig, man kann an den Müll gut verdienen, oder ich sage mal abkassieren.
    HR
  2. #2

    Werden ohne den grünen Punkt die Waren billiger?

    Irgendwie fürchte ich, das wird nicht der Fall sein. Und dieser ganze Verpackungsmüll nimmt heftig viel Platz weg, mehr als der Restmüll. Also müssten die Verbraucher entweder eine größere graue Tonne nehmen oder Verpackungsmüll beim Einkauf vermeiden. Es wird auf das erste hinauslaufen, und die größere Tonne kostet natürlich mehr Gebühr.

    Auch wenn ich die Abschaffung der Mülltrennung eigentlich begrüße, fürchte ich, dass es letztlich für uns teurer wird - wie immer.
  3. #3

    Hightech-Anlagen?

    Zitat von SPON
    Die privaten Entsorger verweisen dagegen auf ihre Hightech-Anlagen, mit deren Hilfe sie die Recyclingquote deutlich erhöht hätten
    Hightech-Anlagen? Das Umweltbundesamt hatte schon vor Jahren Versuche mit normalem Hausmüll gemacht, welcher auch die Sachen aus dem "Grünen Punkt" beinhaltet. Die Messerkante beim normalen Hausmüll-Trennsystem wurde anders eingestellt, so dass die Trennquote dann sehr viel höher war, als es der "Grüne Punkt" jemals schaffte.

    Man muss sich nur anschauen, wem das DSD, das Duales System Deutschland, gehörte und nun gehört:

    Zu Beginn des Jahres 2005 wurde das Duale System Deutschland von der Deutschen Umwelt Investment AG (DUI), einer Tochter des amerikanischen Investors Kohlberg Kravis Roberts & Co., übernommen. Seit Januar 2006 führt Stefan Schreiter das Unternehmen, das KKR 2010 an die Investorengruppe Solidus Partners und das Management verkaufte.

    Diese Investoren verdienen damit Milliarden - auf Kosten von uns Bürgern.

    Das DSD ist genauso ein Schwachfug wie die Subventionen der Solarbranche, dem Windmühlenquatsch, dem E-Auto und anderen Nonsens. Abgezockt werden in jedem Fall wir Bürger, während sich einige wenige die Taschen voll machen - und es hilft weder der Umwelt noch der Allgemeinheit.
  4. #4

    alles müll...

    Ein hohes Mitglied der AWB (Abfallwitschaftsbetriebe Köln) hat mal in einer Tagung zur Neueröffnung einer Müllverbrennungsanlage nahe Köln die hervorragenden Sortier-Eigenschaften dieser Anlage gelobt.
    "...Diese Anlage sortiert besser als der Mensch (...)"
    Noch Fragen?
    Der grüne Punkt is völlig überholt und zählt in meine augen nurnoch als Beschäftigungstherapie...
  5. #5

    Herr Kröger bitte zum Deutschkurs...

    "Um den zunehmenden Müllmassen Herr zu werden..."
  6. #6

    Es ist ja wohl ganz klar ....

    .... daß ein System wenn es einigermaßen funktioniert sofort zerschlagen werden muß! Siehe Pfandflasche.
    Es soll mir jemand ein Beispiel nennen für irgendetwas das besser funktioniert wenn es ein inkompetenter Haufen Kommunen- Heinis regelt.
  7. #7

    Bei uns gibt's auch nur noch eine Wertstofftonne, was ich im Grunde besser finde als die dusseligen Gelben Säcke. Die gemeinsame Einsammlung von Verpackungen und anderen Wertstoffen ist auch sinnvoller, nur billiger wird es für den Endverbraucher nicht werden.
    Bei Abschaffung des Grünen Punktes wird der Handel kaum die Preissenkung an den Verbraucher weitergeben - die Kommunen aber voll bei den Müllabfuhrgebühren zuschlagen und die zusätzlichen Abfuhrkosten voll in Rechnung stellen!
  8. #8

    Was soll das DSD?

    Das ist mir auch nicht ersichtlich. Als Verbraucher habe ich seit Jahren Schwierigkeiten, gelbe Säcke zu bekommen: Bei den Verbrauchermärkten sind diese ständig vergriffen und die Discounter machen beim DSD gar nicht erst mit. Tatsächlich wandern aber Verpackungen aus beiden Quellen in die gleiche gelbe Tonne, die dann vom örtlichen Abfallunternehmen abgeholt wird. Was macht also das Duale System für das viele Geld? Außer daß beim Grünen Punkt ordfentlich abkassiert wird, ist völlig unklar, welche Tätigkeit das DSD sonst noch ausübt. Dann kann man es auch ganz einstellen!
  9. #9

    hier wird wie mittlerweile in fast jedem Lebensbereich unter dem Deckmantel Ökologie ordentlich Kasse zulasten der Bürger gemacht. Das Ganze nenne ich mal Ökofaschismus!