Vang Vieng in Laos: Die Party ist vorbei

TMNFrüher kamen die Menschen, um sich mit Drogen und Alkohol die Kante zu geben. Manche kamen bei den Exzessen in Vang Vieng ums Leben, deshalb führte die Polizei strengere Regeln ein. Nun hat sich der Ort verwandelt - und lockt eher Outdoor- und Naturfans an.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...-a-909637.html
  1. #1

    oy

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Früher kamen die Menschen, um sich mit Drogen und Alkohol die Kante zu geben. Manche kamen bei den Exzessen in Vang Vieng ums Leben, deshalb führte die Polizei strengere Regeln ein. Nun hat sich der Ort verwandelt - und lockt eher Outdoor- und Naturfans an.

    Vang Vieng in Laos: Ende einer Party-Hochburg - SPIEGEL ONLINE
    nun, ich war vielleicht mit unter den ersten dort in Vang Vieng, 1998, wirklich hauptsächlich wegen der Naturschönheit. Der Ort war noch ziemlich relaxed, aber ich fand es damals schon überraschend, dass Opium dort auf dem Markt quasi frei verkäuflich war, was ich vorher nicht wusste. Und dann hat sich das halt weltweit rumgesprochen. Wunderts einen?
  2. #2

    Gute Sache

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Früher kamen die Menschen, um sich mit Drogen und Alkohol die Kante zu geben. Manche kamen bei den Exzessen in Vang Vieng ums Leben, deshalb führte die Polizei strengere Regeln ein. Nun hat sich der Ort verwandelt - und lockt eher Outdoor- und Naturfans an.

    Vang Vieng in Laos: Ende einer Party-Hochburg - SPIEGEL ONLINE
    Langfristig gut für den Tourismusstandort und die lokale Bevölkerung. Die nichtsnutzigen Wohlstandsverwahrlosten müssen sich halt ein anderes Plätzchen suchen.

    Mir graust es bei dem Gedanken, dass dieses dauerbenebelte Pack / "Studenten" die "Elite" unserer westlichen Gesellschaften darstellen soll, andereseits erklärt das wahrscheinlich so einiges von dem, was in Führungsetagen von Banken, Ministerien, Bildungseinrichtungen etc. so schief geht...
  3. #3

    mache wissen es nicht besser

    lieber el gato, schade, du warst anscheinend noch nicht in laos. im text kommt das nicht rüber, aber vang vieng ist NICHT Lloret. Es ist viel kleiner. Ich selber war letztes Jahr in Laos und Kambodscha und ich kenne keinen Touristen der wg. vang wieng nach laso gereist ist, dafür ist sowohl die anreise zu beschwerlich als auch der rest des landes als nicht feiertauglich. Ja, die laoten genießen die ruhe, aber freuen sich auch über jeden dollar der das land in dem sozialistischen land einfacher macht. Wer nur 10m (und das stimmt wirklich) neben den normalen straßen unterwegs ist, sieht siedlungen, in denen es vielleicht einen fernseher (für das gesamte dorf) gibt, mehr kontakt in die außenwelt gibt es nicht. Und ja es gibt auch laoten, die dafür sorge tragen, dass touristen morgens auf touren den bettelmönchen ihre würde nehmen, aber (@ el gato) dafür wieder weiße eliten verantwortlich zu machen, halte ich für zu kurz gedacht. Bitte bereist dieses land. Es ist wunderschön. es strahlt Ruhe aus. Aber tut es mit Respekt und Demut. Das hat es sich verdient!
  4. #4

    Kaffeetisch-Bilderband

    Spaetestens beim unhandlichen "Kaffeetisch-Bilderband" outet sich dieser Artikel als amateurhafte Uebersetzung aus dem Amerikanischen. Der Uebersetzer waere besser beraten "coffee table photo book" schlicht mit "Bildband" (nicht "Bilderband") zu uebersetzen.

    Der "coffee table" ist der Couchtisch im Wohnzimmer, auf dem im klassischen US-amerikanischen Haushalt uebergrosse Bildbaende ruhen und der Erheiterung und Unterhaltung der Gaeste dienen.
  5. #5

    Wurde auch Zeit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Früher kamen die Menschen, um sich mit Drogen und Alkohol die Kante zu geben. Manche kamen bei den Exzessen in Vang Vieng ums Leben, deshalb führte die Polizei strengere Regeln ein. Nun hat sich der Ort verwandelt - und lockt eher Outdoor- und Naturfans an.

    Vang Vieng in Laos: Ende einer Party-Hochburg - SPIEGEL ONLINE
    Der Guardian hatte unlängst auch über Vang Vieng berichtet und die Party-Exzesse geschildert. Ich war 2001 in Vang Vieng und fand es schon damals keinen zweiten Besuch mehr wert. Ja, die Landschaft ist gigantisch und hochgradig meditativ. Touren mit dem Fahrrad (da war ich wohl fast der Einzige) litten aber etwas darunter, dass die Gegend nicht als besonders sicher galt. Vang Vieng war schon damals gut besucht von Amerikanern und Israelis, die dort vor allem Party gemacht haben. Dieselben Leute, die man auch auf Koh Phangan und Lombok/Gili antreffen konnte. Leute, die immer dieselbe Atmosphäre schaffen, die am besten mit dem Wort "seedy" beschrieben ist. Solche Leute sind Gift fürs Image der Gegend und schaden den Einheimischen massiv.
  6. #6

    Utopia

    Zitat von Selamat2009 Beitrag anzeigen
    Der Guardian hatte unlängst auch über Vang Vieng berichtet und die Party-Exzesse geschildert. Ich war 2001 in Vang Vieng und fand es schon damals keinen zweiten Besuch mehr wert. Ja, die Landschaft ist gigantisch und hochgradig meditativ. Touren mit dem Fahrrad (da war ich wohl fast der Einzige) litten aber etwas darunter, dass die Gegend nicht als besonders sicher galt. Vang Vieng war schon damals gut besucht von Amerikanern und Israelis, die dort vor allem Party gemacht haben. Dieselben Leute, die man auch auf Koh Phangan und Lombok/Gili antreffen konnte. Leute, die immer dieselbe Atmosphäre schaffen, die am besten mit dem Wort "seedy" beschrieben ist. Solche Leute sind Gift fürs Image der Gegend und schaden den Einheimischen massiv.
    Tja, das ist leider das unweigerliche Schicksal solch einzigartiger magischer Orte. Was irgendwann mal als Geheimtipp für backpackende Hippies beginnt, die sich am Strand bei Fackelschein und Getrommel, berauscht von Gras und Pilzen, vom der verschwenderischen Üppigkeit der Landschaft überwältigen lassen, das bleibt leider immer nur für ein begrenztes Zeitfenster ein verträumtes Paradies. Es dauert nicht lange, dann hat sich der "Geheimtipp" bei den Springbreakern und Neckermännern herumgesprochen und das war's dann mit Utopia. Playa del Carmen, Ko Phangan, Goa, Vang Vieng... die Liste ist lang. Um so erfreulicher zu sehen, dass die örtlichen Behörden in diesem Fall offenbar das richtige gemacht und dem abstoßenden Treiben der Sangria-Eimer-Fraktion ein Ende gesetzt haben. Bleibt zu hoffen, dass der vorgenannte Plebs nun nicht durch Visa-Platin-Card-bewährte Robinson-Club-Resortler abgelöst wird, sondern dass die einheimische Bevölkerung weiß, was sie an diesem Schatz hat und nicht nur mittel- sondern langfristig plant. Ökonomisch macht das in jedem Fall Sinn.
  7. #7

    Vang Vieng

    Wie schön daß Laos hier aufgeräumt hat. Im Westen würde erst jahrelang debattiert, prozessiert, Gutachten erstellt, Lobbyisten beauftragt, mit Arbeitsplätzen argumentiert. Beneidenswert.

    Das Bedauerliche an dem Party- und Sauftourismus ist, daß das Reiseland nur die völlig unwichtige Kulisse bietet. Man sucht sich gerne abgelegene Plätze oder Inseln nicht wegen deren Romantik sondern weil da meist nur ein völlig überforderter Dorfpolizist anwesend ist der kein Wort Englisch kann.

    In Vang Vieng befand sich eine Bar neben der anderen in der jeden Abend den Gästen nach altrömischer Art im Liegen Pizza und Hamburger serviert wurden, dazu liefen Hollywood Actionfilme auf Großleinwand. Tagsüber ging es dann im Schlauch (nicht im Reifen) ebenfalls liegend den Fluß hinunter und an jeder Biegung wurde gesoffen oder gekifft. Ob man sich in Laos, Uganda oder auf dem Mond befand war den Leuten völlig egal und spätestens ab Mittag auch nicht mehr bewußt.
  8. #8

    hula!!!

    laengst ueberfaellig! hoffentlich bleibt es dabei.
    der billige, vor allem rucksack-tourismus, hat es diesem land von an anfang an nichts gutes gebracht, es hat den einwohnern mit ihren einfachen, gutglaeubigen mentalitaet viel verdorbendes naeher gebracht und den meisten verdorben.
    es ist aber auch nicht viel anders als bei vielen s.g. entwicklungslaendern, lauf der zeit halt, leider.
    als ich zuletzt vor etwa 10 jahren da war, war es ziemlich unertraeglich, mit ansehen zu muessen, wie sich das ploetzlich einprasselnde reichtum, und mit ihm der konsumgier, den menschen in freuriger ratlosigkeit versetzte, aber auch unbemerkt ihre wesen verzehrte, ausserdem alles auf kosten der wunderschoenen natur, diesen zustand nun mit hilfe der buerokratie zu stoppen versuchen zu wollen, wird schwierig......
    trotzdem eine freuliche nachricht......
  9. #9

    Surreale Szenerie

    Ich war vor 8 Jahren in Vang Vieng. Der Ort hatte etwas Surreales. Eigentlich nur ein paar Straßen mit Häusern am Fluss imitten einer grandiosen Landschaft. Der Teil des Ortes, in dem die Hostels, Hotels und Bars standen schien dorthin transplantiert worden zu sein. Aus jedem Restaurant und Hostel klangen die Erkennungsmelodien amerikanischer Fernsehserien. Trotzdem war es damals schon ein sehr zu empfehlendes Reiseziel auf dem Weg von Vientiane nach Luang Prabang. Die Karstfelsen, Höhlen und der Fluss sind wirklich einmalig. Die meisen Touristen blieben nur ein, zwei Nächte und reisten dann weiter. Mir tut es etwas leid, dass auf Grund der Unfälle das Tubing jetzt so eingeschränkt wird. Es hat Spaß gemacht. Für Interessierte gibt es eine gute Schilderung von Vang Vieng und dem Tubing in dem Buch Miss Lao Lao. Letztlich war es wohl die richtige Entscheidung der Behörden, das Ganze einzuschränken. Die Feierwut alkoholisierter Backpacker Anfang 20 kennt eben keine Grenzen.