Zinsen in der Euro-Zone: EZB-Chef Draghi verspricht dauerhaft billiges Geld

DPAIn der Euro-Zone wächst die Nervosität - und wie immer, wenn es eng wird, springt Notenbankchef Mario Draghi ein. Diesmal nutzt er ein ungewöhnliches Versprechen, um die Märkte zu beruhigen: Die Zinsen sollen dauerhaft niedrig bleiben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-909493.html
  1. #1

    Niedrige Zinsen bedeutet, die schleichende Enteigung der Sparer geht weiter.
    Die Gefahren für die Eurozone wachsen
  2. #2

    Herr Draghi täuscht sich,

    wenn er meint, sie EZB könne alleine über die Zinsentwicklung bestimmen. Zinsen beinhalten immer auch eine Bonitäts- und Inflationskomponente, und beide werden nicht dadurch besser, dass die EZB den Markt mit billigem Geld flutet. Sondern schlechter.
  3. #3

    Kurzsichtig oder die Hand vor den Augen

    kann niemand die Gefahren der Zukunft sehen und nein natürlich auch keine Inflation. Lassen wir uns weiter direkt anlügen, die offizielle Erhebung der Inflation tut es schon lange. Beruhigend wenn ein Gläubiger (in diesem Fall Griechenland) über einen Schuldenschnitt nachdenkt. Unser Kinder und Enkel werden uns hassen wir wie die Zukunft verspielt haben und uns mit dem Ring in der Nase durch Europa führen lassen.
  4. #4

    richtig so

    der weg der eingeschlagenen massiven fehl-allokation von geld muss weiter gegangen werden. bis zum bitteren ende.
  5. #5

    Das billige Geld

    Soso, das "billige Geld" kommt also nicht bei den "Firmen" an?

    Na das ist ja interessant! Wenn man sich die Lage von vielen Europäern mal genau ansieht, dann kommt dieses billige Geld ganz offensichtlich auch nicht bei den Bürgern an. Also wo liegt das Problem? Wer profitiert eigentlich davon?

    Ich werde es euch verraten: Nur die sogenannte "Finanzelite" profitiert davon. Ein paar superverwöhnte Luxusjunkies sahnen ab sondergleichen, dürfen auf Staatskosten zocken bis sich die Edelholzbalken biegen, haben die Lizenz zum Ausbeuten in ihren sowieso schon prallgefüllten Taschen und der ordinäre Rest, was hat der?

    Pech gehabt.
  6. #6

    Noch billiger?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der Euro-Zone wächst die Nervosität - und wie immer, wenn es eng wird, springt Notenbankchef Mario Draghi ein. Diesmal nutzt er ein ungewöhnliches Versprechen, um die Märkte zu beruhigen: Die Zinsen sollen dauerhaft niedrig bleiben.

    EZB: Draghi verspricht dauerhaft niedrige Zinsen - SPIEGEL ONLINE
    Also ich warte, bis es für Guthaben Strafzinsen und für Schulden, Belohnungszinsen gibt!
    Wirtschaft ist eben keine Wissenschaft, nicht einemal eine Gast-Wirtschaft. Spielbank & Co.
  7. #7

    ------------------

    Es wird nichts helfen, denn das Geld geht im wesentlichen an Staaten, die nur eines damit anzufangen wissen: Es zu verschwenden.

    Eigentlich kann doch jeder erkennen, dass das viele billige Geld die Italiener, Portugiesen oder Griechen keinen Deut wettbewerbsfähiger macht. Dazu braucht es innovative Unternehmer, konstruktive Gewerkschaften und eine kluge Verwaltung - alles Dinge, die im lateinischen Raum keinen hohen Stellenwert haben.
  8. #8

    wo bleibt jetzt die empörung?

    wo bleibt jetzt die empörung dass wir enteignet werden?
    oder liegt es daran dass der durschnittswähler zu "blöd" ist um zu begreifen was das für sein spaarkonto bedeutet?

    zusätzlich dazu dass die zinsen niedriger gehalten werden als die "reguläre" inflation, werden die allmächtigen uznd göttlichen märkte noch mit billigem geld geflutet was wiederum die inflation zusätzlich befeuert...
  9. #9

    Damit räumt Draghi

    ein das er
    - PIIGS mit billigem Geld künstlich am Leben erhält,
    - gegen Spekulationsgelder nicht vorgeht (die Banken haben ihre Geschäftsbetriebe zu Gunsten von Börsenspekulationen defacto eingestellt),
    - Spekulations-Blasen direkt fördert,
    - Sparer pp enteignet und
    - letztendlich durch die unverfrorene Geldmengenausweitung die zumindest zweistellige Inflation auslöst.

    Somit hat der Mann nicht Maastricht im Sinne sondern lediglich das Wohlergehen von Banken und deren Zockereien. Einschließlich der Dauerfinanzierung maroder EWG-Staaten (auf bekanntem Wege wie der Daueraufkauf wertloser Staatsanleihen pp). Und das alles zu Lasten der Steuerzahler und Sparer.
    Noch Fragen Kienzle?