Schutz gegen Internet-Spione: So verschlüsseln Sie Ihre E-Mails

CorbisKann man sich gegen die Datensammler der Geheimdienste schützen? Ja. Es erfordert aber ein wenig Aufwand, seine E-Mails zu verschlüsseln. Doch danach mailt es sich chiffriert fast so einfach wie sonst. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-909316.html
  1. #1

    Genau

    Was viele nicht wissen ist, das Mailverschlüssler ganz besondere Aufmerksamkeit von der NSA bekommen.

    Nicht, daß die das nicht knacken können, (sind schließlich außer Google die einzigen die mit Quantencomputern arbeiten) es dauert halt ein paar Minuten länger, dafür wird dann ganz besonders genau hingesehen.
  2. #2

    Das ist sinnlos

    denn alle Empfänger der verschlüsselten E-Mail müssen ebenfalls PGP installiert haben. Zwar nutzen 80% der Deutschen das Internet, aber ich bin mir sicher, dass nicht einmal 1% in der Lage ist, verschlüsselte E-Mails zu senden und zu empfangen. Das ist nicht nur ein intellektuelles Problem sondern auch ein zeitliches - ganz so einfach wie dargestellt ist es dann doch nicht (für einen Techi schon...). Selbst in deutschen Großunternehmen ist die Verschlüsselung Pflicht, eingesetzt wird sie aber nicht, weil es für die User zu kompliziert ist. Damit ist es dann auch einfacher, die Inhalte der E-Mails zu lesen - man merkt das unter anderem an den immer besser werdenden Automobilen aus Fernost ;-) (ist nur komisch, dass die US Amerikaner und Engländer die Informationen noch nicht genutzt haben (hier ist es dann das intellektuelle Problem.)
  3. #3

    Glaub' ich nicht!

    Die Verschlüsselung von Mails würde ICH nur dann als einigermaßen erfolgreich ansehen, wenn die entsprechende Mail auf einem Rechner OHNE I-Net-Anbindung erstellt und dort verschlüsselt wird. Die verschlüsselte Mail müsste dann per USB-Stick auf einen netzfähigen Rechner gespielt und von dort aus versandt werden. Meine Vermutung ist, dass schon während geschrieben wird, also vor der Verschlüsselung, abgeschöpft werden kann. Zumindest auf Windows-Rechnern!
  4. #4

    S/MIME fehlt

    1. kann man auch WebMail verwenden, den GnuGPG kann auch Texte in der Zwischenablage verschlüsseln, die man dann bei WebMail einfügt.

    2. ein gutes Mailprogramm unterstützt auch den S/MIME Standard. Für diesen Zweck benötigt man ein S/MIME Zertifikat, welches man kostenlos z.B. bei StartSSL.com bekommt. Bei der Erstellung wird der private Schlüssel im Zertifikatsspeicher des lokalen Browsers abgelegt. Hat StartSSL den öffentlichen Schlüssel zertifiziert, so wird dieser auch in den Zertifikatsspeicher gelesen. Danach kann man den Schlüssel exportieren und z.B. in den Zertifikatsspeicher des Mailprogramms einlesen. Nun kann man E-Mails digital signieren. Erhält man eine E-Mail mit einer digitalen Signatur, so wird dessen öffentlicher Schlüssel gleich in den Zertifikatsspeicher importiert. So hat man jederzeit die öffentlichen Schlüssel zur Hand um mit anderen verschlüsselt kommunizieren zu können. Ist auf jeden Fall praktischer als PGP pur.
  5. #5

    Endlich ...

    Endlich kommt dieses wichtige Thema mal bei den "Normalbürgern" an. Bislang haben nur ein paar Computerfreaks (und natürlich die Gangster und Terroristen) ihre Emails verschlüsselt. Alle anderen verschicken alle persönlichen Nachrichten im Klartext und offen für jeden, der Zugriff auf die Transportstrecke bekommt, lesbar.
    Komischerweise würde "in der richtigen Welt" keiner auf die Idee kommen, eine Bewerbung oder Steuererklärung als Postkarte oder im offenen Briefumschlag zu verschicken.

    Jetzt müsste nur noch in der Politik die Botschaft ankommen, daß die Schlüsselausgabe ähnlich wie das Ausstellen eines Personalausweises eine hoheitliche Aufgabe ist, damit endlich alle ihre Emails "zukleben" können.
  6. #6

    Verschlüsselt...

    Zitat von shechinah Beitrag anzeigen
    Was viele nicht wissen ist, das Mailverschlüssler ganz besondere Aufmerksamkeit von der NSA bekommen.

    Nicht, daß die das nicht knacken können, (sind schließlich außer Google die einzigen die mit Quantencomputern arbeiten) es dauert halt ein paar Minuten länger, dafür wird dann ganz besonders genau hingesehen.
    Die NSA speichert Mails mit bestimmten Schlüsselwörtern für ein paar Wochen/Monate, dann werden die gelöscht.

    Verschlüsselte Nachrichten können nicht auf Schlüsselwörter untersucht werden und werden komplett gespeichert - alle!

    Knacken können die es sowieso, aber alles was verschlüsselt ist, ist höchstverdächtig.

    Und PGP hier auf dieser Platform Otto Normaluser zu empfehlen, geht nach hinten los. Je nach Betriebssytem und Mailsystem zickt das manchmal ganz schön rum, und mit Pech kommt ein Hotfix und nichts geht da mehr. Da kommt ein Normaluser nicht mit klar bzw. Wenn, hat er schnell die Lust verloren.
  7. #7

    GPG für Outlook 2003/2007?

    G-Data ist seit 2009 nicht mehr aktualisiert und gpg4win mit GPGol wird anscheinend nicht mehr weiterentwickelt.
  8. #8

    Paranoia will destroy ya! Wie lang wird diese Sau denn noch durchs Dorf getrieben? Und wer glaubt wirklich daran, dass sich US-Geheimdienste dafür interessieren auf welchen Sexseiten man so unterwegs ist? Man sollte hier eher Tipps dafür geben, wie man das vor seiner Frau verbirgt und nicht vor Obama.
  9. #9

    Ein wichtiger Schritt...

    aber alleine bietet der auch keine vollkommende Sicherheit. Zwar ist es unwahrscheinlich, dass die Mails und Chats entschluesselt werden koennen, aber das ist auch garnicht noetig, wenn direkt an der Quelle abgehoert wird, also mit einem Trojaner auf einem der Rechner des Absenders oder Empfaengers.

    Weitere Infos zur Anonymitaet im Netz und wie die Trojaner auf den Rechner kommen gibt es auf www.anonym-im-netz.com