Hyperthermie: Krebszellen im Wärmestress

LMU MünchenHeilsame Wärme im Kampf gegen Krebs: Bei der Hyperthermie aktivieren Temperaturen über 40 Grad Medikamente, die zuvor versagt haben. Noch kommt die Methode nur in bestimmten Fällen zum Einsatz. Doch Krebsmediziner setzen große Hoffnung in die Zukunft der Hitzebehandlung.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-909220.html
  1. #1

    Fiebertherapie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Heilsame Wärme im Kampf gegen Krebs: Bei der Hyperthermie aktivieren Temperaturen über 40 Grad Medikamente, die zuvor versagt haben. Noch kommt die Methode nur in bestimmten Fällen zum Einsatz. Doch Krebsmediziner setzen große Hoffnung in die Zukunft der Hitzebehandlung.

    Hyperthermie: Krebszellen im Wärmestress - SPIEGEL ONLINE
    Ist ja zum Weglachen. Seit ewigen Zeiten werden von alternativen Medizinern Fiebertherapien zur Krebsbekämpfung angewandt. Bisher hieß es stets von der Schulmedizinerzunft, das sei Scharlatanerie. Jetzt plötzlich ist es das Ei des Kolumbus.
    Wie so oft haben also auch hier die überheblichen Schulmediziner irgendwann zugeben müssen, dass sie falsch lagen.
  2. #2

    Hypothermie ein alter Hut

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Heilsame Wärme im Kampf gegen Krebs: Bei der Hyperthermie aktivieren Temperaturen über 40 Grad Medikamente, die zuvor versagt haben. Noch kommt die Methode nur in bestimmten Fällen zum Einsatz. Doch Krebsmediziner setzen große Hoffnung in die Zukunft der Hitzebehandlung.
    Umso wichtiger könnte eine Behandlung sein, die verspricht, die Chemotherapie erneut zu aktivieren: die Hyperthermie.
    Hyperthermie: Krebszellen im Wärmestress - SPIEGEL ONLINE
    Was ist an diesem Thema neu oder aktuell? Wieso wird die Chemotherapie dadurch ERNEUT aktiviert? Ich habe nicht mitbekommen, dass die Chemotherapie zwischenzeitlich deaktiviert war! Die Onkologen unserer Uniklinik auch nicht. Sollte ich zu lange nur im Op gestanden haben? Vielleicht aber brauchte die Journalisten nur einen leicht zu schreibenden Artikel?
    Die Autorin hätte bloß einmal Wikipedia bemühen müssen, um einen umfassenderen Überblick über die Methode zu bekommen. Therapeutische Hyperthermie

    Als angebliche Medizinjournalistin sollte Fr. Gukelberger-Felix auf der Höhe der Zeit sein und Ahnung vom Fach haben. Beides vermisst man leider bei SPON in vielen Artikeln, nicht nur über Medizin.

    Hyperthermie ist nur eingeschränkt anwendbar. Viele ältere Patienten, Krebserkrankungen treten in höherem Alter immer wahrscheinlicher auf, wie auch Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung, sind oft in zu eingeschränktem Allgemeinzustand, als dass man sie der Belastung einer Hyperthermie-Therapie aussetzen könnte. Es gibt noch weitere Kontraindikationen, so dass die Indikation für die Hyperthermie in der Regel nur auf einen kleinen, ausgesuchten Patientenkreis anwendbar ist. Auch wenn die Hyperthermie, z. B. bei einem Sarkom angewandt wird, folgt in der Regel noch die operative Behandlung, bei Sarkomen häufig genug mit Amputationen.

    Was spezielle Verfahren wie thermosensitive Liposome betrifft, das ist noch Zukunftsmusik. Ob dieses Verfahren jemals wirklich breit zur Anwendung kommt, vermag noch niemand zu beurteilen. Hier Hoffnungen zu schüren ist unseriös. Viele interessante Ideen der Medizin sind in der Realität nie angekommen, z. B. Inselzelltransplantation gegen Diabetes mellitus.

    Man muss generell eine Tendenz bei Medizinthemen konstatieren: Entweder sind wir Ärzte die großen Helden im Kampf gegen Krankheiten und Verletzungen, also doch wieder die Götter in Weiß, ein schrecklich dummer Begriff! oder wird sind betrügerische Schufte, die zuviel verdienen und das Sozialwesen und Gemeinwohl schädigen. Beides gleich intelligent.

    Etwas mehr Information, Objektivität und Gelassenheit seitens der Journalisten und Kommentatoren täte uns Allen gut. Ob mit solch unaufgeregter Berichterstattung allerdings Quote zu machen und Geld zu verdienen ist? Das ist wohl eine Frage wie weit sich journalistischen Ethik gegen Profitorientierung behaupten kann.
  3. #3

    Da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Die Schulmediziner, hier speziell der Prof. eines Unikrankenhauses, hat sich darüber totgelacht. Schön übrigens, dass man die aus eigener Tasche zahlen darf. Zum Glück ist Hyperthermie deutlichst kostengünstiger als eine Chemotherapie. Und in USA lt. behandelndem Arzt anscheinend sehr gefragt.
  4. #4

    @dequincey

    "... so dass die Indikation für die Hyperthermie in der Regel nur auf einen kleinen, ausgesuchten Patientenkreis anwendbar ist. ..." Fakt oder Meinungsmache? Der behandelne Arzt bei der Hyperthermie, ein Onkologe, hat das so ganz anders dargestellt. Gehören Sie auch zu denjenigen, die mit Asperin Fieber unterdrücken? Habe seinerzeit gelernt, dass Fiebern sehr gut für den Körper ist. Nebenbei, ich habe zwei Angehörige aus meiner Familie während der Chemotherpie verloren, darunter eine Mutter von Kindern. Und ich habe das in regelmäßigen Abständen miterlebt. Eins ist sicher: Wenn ich Krebs kriegen sollte, verrecke ich lieber als mir das anzutun. Wie hoch sind die Überlebenschancen? Kennen Sie die Studie aus Australien? Wie exorbitant hoch sind die Kosten für eine Chemotherapie? Wie leiden die Patienten darunter? Warum ist der Medzinforschung noch nichts Verträglicheres eingefallen? Die Eigenkapitalrendite der Roche AG betrug 2009 übrigens knapp über 80%. Sie scheinen es zu sein, der so gar nicht informiert ist!
  5. #5

    Zitat von brut_dargent Beitrag anzeigen
    "... so dass die Indikation für die Hyperthermie in der Regel nur auf einen kleinen, ausgesuchten Patientenkreis anwendbar ist. ..." Fakt oder Meinungsmache? Der behandelne Arzt bei der Hyperthermie, ein Onkologe, hat das so ganz anders dargestellt. Gehören Sie auch zu denjenigen, die mit Asperin Fieber unterdrücken? Habe seinerzeit gelernt, dass Fiebern sehr gut für den Körper ist. Nebenbei, ich habe zwei Angehörige aus meiner Familie während der Chemotherpie verloren, darunter eine Mutter von Kindern. Und ich habe das in regelmäßigen Abständen miterlebt. Eins ist sicher: Wenn ich Krebs kriegen sollte, verrecke ich lieber als mir das anzutun. Wie hoch sind die Überlebenschancen? Kennen Sie die Studie aus Australien? Wie exorbitant hoch sind die Kosten für eine Chemotherapie? Wie leiden die Patienten darunter? Warum ist der Medzinforschung noch nichts Verträglicheres eingefallen? Die Eigenkapitalrendite der Roche AG betrug 2009 übrigens knapp über 80%. Sie scheinen es zu sein, der so gar nicht informiert ist!
  6. #6

    pancreatic cancer stage IV

    Ich bezweifel dass die Methode hier Erfolge haben wird. Vllt wird es das Leiden nochmal um 4 Wochen verlaengern, aber um diese Krankheit zu besiegen muss mehr her als ein bischen simuliertes Fieber.
  7. #7

    Wenn man bedenkt ....

    ... das ultramoderne, stinkteuere Zytostatika
    oft nur 5% Verbesserung gegenüber Standard-
    medikamenten bringen, ist das enorm.

    Zudem ist die lokale Hyperthermie nicht
    allzu teuer und könnte (mit ein bisschen
    Technik) noch billiger in ambulanten Schwer-
    punktpraxen gemacht werden.

    Sie sollte bei Therapiebeginn eingesetzt
    werden, nicht erst wenn der Patient
    schon in der letzten Stufe ist.
  8. #8

    Wirkungsgrad von Chemotherapien: 2-3%

    Quelle: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0936655504002225
  9. #9

    Hyperthermie funktioniert auch prima mit ...

    ... alternativen Therapien wie Laetril oder Artesunat. Auch allein, ohne zusätzliche Mittel ist sie eine Option.