Besucherschwund in Kairo: Der einsame Pharao

REUTERSDraußen tobt der Machtkampf, doch im Ägyptischen Museum von Kairo herrscht Grabesruhe. Die Touristenmassen bleiben seit Beginn der Unruhen aus. An kaum einem anderen Ort wird der Niedergang der für Ägypten so wichtigen Reisebranche deutlicher.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...-a-909212.html
  1. #1

    So schaufelt man das Touristengrab

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Draußen tobt der Machtkampf, doch im Ägyptischen Museum von Kairo herrscht Grabesruhe. Die Touristenmassen bleiben seit Beginn der Unruhen aus. An kaum einem anderen Ort wird der Niedergang der für Ägypten so wichtigen Reisebranche deutlicher.

    Ägyptisches Museum: Tutanchamun allein zu Haus - SPIEGEL ONLINE
    Ich bin eigentlich als begeisterter Taucher ein Ägyptenfan, werde aber mein Urlaubverhalten nach der Situation einrichten. Einige Veranstalter reagieren schon und gehen weg aus dem Land. Erinnert mich an das Kenia der 90er, obwohl am Tropf des Tourismus, war nur noch das Geld erwünscht, nicht aber der Tourist. Schließt sich nur leider aus. Der herrschenden Klasse in Ägypten scheint dies ebenso zu gehen.
    Leider wird die aber die Konsequenz ihres Tuns als letzte erreichen, verarmen werden die, die vom Tourismus leben. Die können sich dann den radikalen Brüdern anschliessen, denn wer arm ist, ist eine leichte Beute: Ziel erreicht!
  2. #2

    Die Touristenmassen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Draußen tobt der Machtkampf, doch im Ägyptischen Museum von Kairo herrscht Grabesruhe. Die Touristenmassen bleiben seit Beginn der Unruhen aus. An kaum einem anderen Ort wird der Niedergang der für Ägypten so wichtigen Reisebranche deutlicher.

    Ägyptisches Museum: Tutanchamun allein zu Haus - SPIEGEL ONLINE
    Die Touristenmassen gab es im Hochsommer in Kairo noch nie. Da ist es viel zu heiss und zu stickig, eine Luft wie Blei.

    Ich war vor ein paar Jahren mal im Frühjahr dort, das Museum war rappelvoll. Im Juni musste ich arbeitsmäßig wieder hin, da war ich im Ägyptischen Museum der einzige Besucher... auch die Pyramiden etc. alles recht dünn besucht.
    Um diese Zeit sind die Touristen entweder auf dem Nil und geniessen etwas frische Brise bei einer Kreuzfahrt oder sind gleich am Roten Meer. Kairo ist das klassische Massenziel in den Oster- und Herbstferien, da passt es auch mit den Temperaturen.

    Obwohl ich Ägypten nach 10 Jahren und vielen Aufenthalten sehr gut kenne, möchte ich jetzt nicht unbedingt in Kairo sein müssen. Die jetzige Situation ist unberrechenbar.
  3. #3

    Von wegen

    Zitat: "So billig kann man so schnell nicht wieder am Nil oder am Roten Meer urlauben."

    Eine mehr als ärgerliche Falschbehauptung. Eine zweiwöchige Flugreise (4 Sterne, AI, 2 Kinder, 2 Erw.) wird in Hurghada nachwievor um die 3.500 EUR angeboten. Das ist nicht nur kein Dumpingpreis, das ist angesichts der aktuellen Verhältnisse eine Unverschämtheit. So geht auch der Rest des ägyptischen Tourismus baden.
  4. #4

    solche Länder meiden

    In solchen Ländern mache ich keinen Urlaub. Mir hat mal vor Jahren Marokko schon gereicht. Mit der Mentalität komme ich nicht zurecht.
    Muss ich nicht haben.

    Wenn die Touristen aus Ägypten wegbleiben werden viele arbeitslos. Die sind dann leichte Beute für die Islamisten.
  5. #5

    Unverständlich

    war mir schon immer wie man in solchen Ländern Urlaub machen kann.Ich dachte schon vor 20 Jahren wie man da Urlaub machen kann wenn ständig schwerbewaffnete Soldaten aufpassen müssen damit man nicht umgelegt wird weil man ein Besucher aus dem Westen ist.Ich bin kein Sicherheitsfanatiker und war schon in anderen unsicheren Ländern.Aber nur in solchen wo man mich nicht während einer Schifffahrt auf dem Nil beschießt weil ich aus dem falschen Land zu Besuch komme.
  6. #6

    Um auch das mal anzusprechen:

    Selbst wenn der Tourismus eine Haupteinnahmequelle für die ägyptische Wirtschaft darstellt und eine eigentlich unverzichtbare ist, gibt es hier Grenzen.
    Bei manchen meiner Reisen nach Ägypten habe ich mich für Landsleute und Durchschnittstouristen aufrichtig geschämt. Sie mögen ja Geld bringen, allerdings führen sie auch ihre Meckerhaltung, ihre Oberlehrerhaftigkeit und ihre Unverschämtheiten mit sich. Häufig blickte ich in entgeisterte Augen, wenn ich beispielsweise Urlauberinnen erklären wollte, dass ultrakurze Shorts auf den Märkten in den Städten nicht soooo gern gesehen wären. "Wieso?" wurde mir oft entgegnet, "Wir bezahlen doch dafür!".
    Wenn Ägypten jetzt, in der Stunde seiner schwersten Krise, auf ungehobelte Oberlehrer, die nichts als Geld uns Spaß im sinn haben, verzichten darf und kann um sich auf sich selbst zu konzentrieren, dann hat diese Medaille auch eine goldene Seite.
  7. #7

    Noch nicht reif

    Draußen tobt der Machtkampf, doch im Ägyptischen Museum von Kairo herrscht Grabesruhe. Die Touristenmassen bleiben seit Beginn der Unruhen aus. An kaum einem anderen Ort wird der Niedergang der für Ägypten so wichtigen Reisebranche deutlicher.
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    für die Demokratie ist Ägypten im Jahre 2013.Aber bis es dort soweit ist werden noch Jahre vergehen.Wenn ich nur an diese Islamisten und den unseligen Mursi denke kommt mir schon das Grausen.In solch ein Land werde ich als Urlauber keinen Cent investieren,wohl wissend dass es hier auch die Falschen treffen kann.
    Nur aus Erfahrungen kann dieses Volk lernen.
  8. #8

    Bitte?

    Zitat von oliver.martin Beitrag anzeigen
    Zitat: "So billig kann man so schnell nicht wieder am Nil oder am Roten Meer urlauben."

    Eine mehr als ärgerliche Falschbehauptung. Eine zweiwöchige Flugreise (4 Sterne, AI, 2 Kinder, 2 Erw.) wird in Hurghada nachwievor um die 3.500 EUR angeboten. Das ist nicht nur kein Dumpingpreis, das ist angesichts der aktuellen Verhältnisse eine Unverschämtheit. So geht auch der Rest des ägyptischen Tourismus baden.
    Dann müssen Sie besser recherchieren oder das Reisebüro wechseln. Wir waren kürzlich in Marsa Alam (4*, AI, TUI) und haben lediglich 630 Euro p.P. bezahlt.

    Aber auch wenn die Lage angespannt ist, finde ich es eher von Ihnen unverschämt, den Leuten dort auch noch ihren hart erarbeiteten Lohn in Frage zu stellen. Mir ist ohnehin ein Rätsel, wie man bei Preisen von 600 bis 800 Euro pro Woche inkl. Bahnticket zum Airport, inkl. Flug, inkl. Transport zum Hotel, inkl. Reiseleiter/Berater vor Ort, Verpflegung rund um die Uhr (AI), Sicherheitsdienst usw noch Gewinn machen soll. Das geht nur, wenn die einheimischen Mitarbeiter unter fragwürdigen Bedingungen arbeiten müssen - und das bei gerne mal an die 50 Grad.

    Als wir vor wenigen Wochen dort waren (u.a. auch in Luxor) war es zwar ruhig, aber man musste kein Experte sein, um die Missstände in dem Land zu erkennen.
  9. #9

    Jetzt erst recht kommen !

    Wir waren Ende Februar/ Anfang März 2013 in Kairo. Schon da war es für den Touristen schön leer. Das einzig mulmige Gefühl hatte man mit der ständigen Begleitung mit Sicherheitsleuten. Unschön vielleicht auch die direkt neber dem Museum abgefackelte ehemalige Mubarak Parteizentrale. Aber sonst kann man einen Urlaub dort nur empfehlen.
    Und zum Museum: hier wird ja ein neues auf der anderen Seite des Nils in der Nähe der Pyramiden gebaut ( Sollte letztes Jahr schon fertig sein ). Da wird man natürlich nicht mehr soviel im alten Gebäude investieren.