Arbeitslose junge Südeuropäer: "Für die Gesellschaft ein Tod auf Raten"

DPAIn Spanien, Portugal oder Griechenland macht sich Verzweiflung breit. 5,5 Millionen junge Leute ohne Job und ohne Aussichten, die Eltern müssen helfen, sogar die Großeltern versuchen wieder zu arbeiten - die Generation U25 in den Krisenländern Südeuropas weiß nicht mehr weiter.

http://www.spiegel.de/karriere/ausla...-a-909088.html
  1. #1

    Schwer zu glauben

    dass man mit 70 oder 80 Jahren als Rentner schneller in den Beruf findet als ein
  2. #2

    Das ist sehr bitter,

    aber bei uns ist es für z.B. "Ältere" schwierig, wenn Sie einen Arbeitsplatz brauchen. Gerne auch schon ab 40J / 45J / 50J / 55J und die sollen dann noch bis 67J arbeiten....!
  3. #3

    Zitat von knipser2013 Beitrag anzeigen
    aber bei uns ist es für z.B. "Ältere" schwierig, wenn Sie einen Arbeitsplatz brauchen. Gerne auch schon ab 40J / 45J / 50J / 55J und die sollen dann noch bis 67J arbeiten....!
    Das steht auf dem Papier. In Wirklichkeit dient diese Bestimmung dazu, die Renten zu kürzen, kaum jemand ist bis 67 in Lohn und Brot, weil er spätestens mit 63 als "zu alt" gekündigt wird.
  4. #4

    Da gibts schon noch mehr zu wissen...

    Ich lebe in Spanien und bin hier Arbeitgeber. Neulich nehme ich Kontakt zu einem jungen Designer auf, der in Madrid lebt und arbeitslos ist. Ich schreibe ihm, dass meine Firma in Barcelona gerade jemanden sucht und frage, ob wir uns nicht einmal kennen lernen wollen. Er freut sich sehr, schreibt er und fragt, ob wir telefonieren, oder ich nach Madrid kommen will. Das ist auch hier ungewöhnlich. Gewöhnlich fährt der Bewerber zur Firma. Nicht umgekehrt. Ich antworte ungerührt, dass mein Kalender aktuell mit Geschäftsreisen übervoll ist und mir zunächst ein Telefonat reichen würde. Er möchte mir doch bitte seine Telefonnummer schicken, dann würde ich ihn anrufen. Keine Antwort. Ich schreibe ein weiteres Email und gebe ihm noch einmal alle meine Kontaktdaten. Kein Bild, kein Ton. Ich recherchiere seine Telefonnummer. Das Handy ist ausgeschaltet. Ich schreibe also ein letztes Mal, dass ich ihn nicht erreichen könne und auch, dass ich, sollte ich innerhalb der nächsten sieben Tage nichts von ihm hören, die Sache als erledigt ansehe.

    Nach 10 Tagen bekomme ich Nachricht, dass er Besuch gehabt habe und sich darum nicht habe melden können. Und dass es ja nun blöd wäre, dass ich ihm keine Chance mehr geben würde, nur weil er meine Deadline um 3 Tage überschritten habe. Aber so wären sie wohl, die Deutschen...

    Ich würde das hier nicht so breittreten, wäre das ein Einzelfall. Aber ich habe sowas durchaus öfter schon erlebt. Einer der Gründe für die hohe Jugendarbeislosigkeit ist schlicht der ebenso hohe Drogenkonsum und die Tatsache, dass die Diskos auch in der Woche bis 6 Uhr öffnen.
  5. #5

    Ja dann wird halt getrickst

    weil sich mehr als 50% sehr sehr schlecht anhören, greift man schon wieder zu einem Stat. Trick und zählt einfach mal schnell alle Schüler und Studenten zum arbeitenden volk und schon kommen unter 20% heraus.
    Toll oder ???
    Also liebe Jugend nur ca. 16% von euch sind arbeitslos den anderen geht es prächtig was wollt ihr mehr.
    In D verkleinert man künstlich die Zahl der Arbeitslosen damit die Stat. stimmt und in südEuropa erhöht man einfach mal schnell die Zahl der "Erwerbstätigen" und schon sieht man alles durch die rosarote Brille.
  6. #6

    Sind das jetzt die gleichen Leute...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Spanien, Portugal oder Griechenland macht sich Verzweiflung breit.... die Generation U25 in den Krisenländern Südeuropas weiß nicht mehr weiter.
    Sind es jetzt die gleichen Leute, die erstens für den Euro sind und denen zweitens die Jugend Südeuropas so enorm leid tut? Unsere Regierung kriegt es ja hin, sich für die Hinauszögerung des Eurozusammenbruchs zu feiern und gleichzeitig die Opfer dieser unsinnigen Politik, die Arbeitslosen in den Krisenländern, zu bedauern.

    Wenn der Euro für etwas von vergleichbarer Größenordnung gut wäre, würde ich ja nichts sagen. Aber er ist nicht mehr als ein Symbol für ein einiges Europa (das durch ihn immer uneiniger wird), und so viel Elend ist auch das schönste Symbol nicht wert.
  7. #7

    Zitat von zila Beitrag anzeigen
    dass man mit 70 oder 80 Jahren als Rentner schneller in den Beruf findet als ein
    Die werden sich auch kaum ins Büro setzen sondern arbeiten wieder auf ihren Feldern und Gärten, wie das im Süden nunmal ist. Es wird ja wieder Tauschhandel betrieben - das Einzige, was ihnen noch bleibt.
  8. #8

    optional

    Kurzzeitjobs werden häufig schwarz angeboten. Die Schattenwirtschaft ist in den südeuropäischen Euro-Krisenländern zu einem Auffangnetz für junge Leute geworden, die Arbeit suchen.
    Dass das möglicherweise kontraproduktiv ist, kommt dem Auto offenbar nicht in den Sinn.
    Wie man sich bettet, so liegt man.
    Irgendeine Ausbildung machen und sich dann in ein gemachtes Nest vor der Haustür begeben klappt nicht. Na das ist Drama.
    183 Bewerbungen... Fragt sich wie gut die Bewerbungen sind. Vor allem sollte es einem irgendwann dämmern, dass man sein Vorgehen ändern muss. Spezielle Ausbildung dazu, vielelicht eigenständig was aufziehen oder einfach woanders (in der Welt) bewerben. Es gibt genug zu tun.
  9. #9

    Sie wollen einfach nicht

    Hallo querollo, toller Bericht und so wahr.
    Wir leben auch in Spanien und die Stimmung gegen Deutschland wird immer schlechter.
    Dabei lehnen die Spanier jede Arbeit ab, dafür hat man ja Südamerikaner und Negritos. Ist leider so, ach ja und wenn das alles nichts hilft, bekommen wir ja Gelder aus der EU.