Studenten gegen Uni Kiel: Nie wieder Kriegsforschung!

Forschen für Kriegszwecke - ist das ethisch vertretbar? Nein, finden viele Studenten der Uni Kiel und fordern jetzt eine Zivilklausel. Die Hochschule wehrt sich dagegen - immerhin erhält sie viel Geld für die Militärstudien.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-907623.html
  1. #1

    optional

    "Die Studenten" sind dagegen oder nur einige (einschlägige) studentische Gruppierungen und die nutzen es halt einfach aus das es dem Rest der Studenten zu egal ist um so ihre Ansichten durchzudrücken?
  2. #2

    Super, dann bitte die ganze mathematische Fakultät schliessen - so gut wie alles was die machen kann zu Rüstungszwecken verwendet werden.
  3. #3

    optional

    lol... bevor jemand Militärforschung ausschließen möchte, sollte derjenige erstmal den Alltag ohne die Errungenschaften eben solcher verbringen. Das wird wohl zu zahlreichen Erleuchtungen führen.
  4. #4

    Augen zu die Welt ist gut, Mimimimimimi....

    die Wohlstandskinder vergessen dabei das einer der Gruende warum wir hier Luxusprobleme haben die wirtschaftliche UND militaerische Ueberlegenheit der Industriestaaten ist. Ich moechte mal Ihren Pazifismus wieder sehen wenn sie hungernd und frierend von irgendeinem gewaltbereiten Extremisten drangsaliert wuerden. Es ist, leider, zivilisatorisch ein SEHER LANGER WEG bis zu einem Punkt an dem keine bewaffneten Konflikte mehr ausgetragen werden. Leider muss man das hier und jetzt objektiv akzeptieren und darf seinen Kopf nicht in den Sand stecken.
  5. #5

    Abstimmung

    Zitat von moev Beitrag anzeigen
    "Die Studenten" sind dagegen oder nur einige (einschlägige) studentische Gruppierungen und die nutzen es halt einfach aus das es dem Rest der Studenten zu egal ist um so ihre Ansichten durchzudrücken?
    An anderen Unis gibt es auch die Zivilklauseln, wie im Artikel erwähnt, und die wurden (ich weiß es von drei Unis) über eine Abstimmung festgeschrieben.
    Wie ich Ihrem Kommentar entnehmen kann, haben sie ja Angst davor, dass eine Minderheit sich gegen eine Mehrheit durchsetzt. Dann können Sie die Entscheidung ja in einer demokratischen Wahl klären lassen.

    Ich finde bei dem Thema insbesondere spannend, dass wenn man Studierende fragt, die im Bereich "Automatisierung", "Drohnen" etc. forschen, was Sie denn glauben, was mit Ihren Ergebnissen passiert. Den meisten fällt nichts ein, außer das scheinheilge Argument, "mit Drohnen lassen sich zum Beispiel Waldbrände und große Gebiete überwachen". Mag sein, tatsächlich forschen sie (in)direkt an Geräten, die zukünftig hauptsächlich zur Überwachung und Bekämpfung von Menschen und ggf. sogar Ihrer Nachbarn eingesetzt werden. Es gibt somit keinen "guten Zweck" Ihrer Arbeit.
  6. #6

    Si vis pacem para bellum

    wussten schon die alten Römer. Auf Deutsch: Wenn du Frieden willst, dann bereite dich auf den Krieg vor.
  7. #7

    ...

    Wer keine Militärforschung betreiben will soll sich vorher über das Projekt und mögliche Konsequenzen informieren. Als Student/wissenschaftlicher Mitarbeiter sollte man dazu in der Lage sein. Wer keine Probleme mit einer solchen Forschung hat soll doch bitte frei entscheiden dürfen ob und in welchem Umfang er sich beteiligen will. Dieses ewige bevormunden nervt einfach nur. Finden wir uns damit ab, jeder hat einen anderen Standpunkt zum Thema und jeder muss für sich allein entscheiden ob er mitmacht oder nicht, man muss seine Meinung nicht immer anderen auf die Nase binden und deren Handlungsfreiheit einschränken.
  8. #8

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Forschen für Kriegszwecke - ist das ethisch vertretbar? Nein, finden viele Studenten der Uni Kiel und fordern jetzt eine Zivilklausel. Die Hochschule wehrt sich dagegen - immerhin erhält sie viel Geld für die Militärstudien.

    Militärforschung in Kiel: Studenten fordern Zivilklausel - SPIEGEL ONLINE
    So ist das halt: Da sind die "vielen" Studenten kaum dem Bollerwagen ihrer Eltern entstiegen, in dem diese zuvor den eigenen Nachwuchs auf entsprechenden Demos für allerlei Nonsens instrumentalisiert haben - und nun soll das Werk der Eltern entsprechend "veredelt" werden. Frei nach dem Motto:

    "Wenn wir nur hübsch friedlich sind, und immer fein gegen das eigene Militär bzw. Rüstungsbetriebe demonstrieren, dann herrscht bald Frieden überall."

    Die Studenten müssen sich jetzt nur noch das Volk suchen, das diesen Unsinn glaubt. Darüber hinaus glaube ich nicht, dass man hier von "allen" Studenten sprechen kann. Die meisten der Studenten machen wohl eher das, was man als Student so macht: studieren eben.
  9. #9

    Gut so

    Kriegsforschung beenden, das macht schonmal Gelder frei...
    Auch wichtig wäre ein Wettrüsten im Weltraum zu verhindern, dazu braucht es internationale Vereinbarungen... das würd auch was bringen.... Wenn man dann noch alle Soldaten aus dem Ausland abzieht haben wir keine Probleme mehr. Es ist eine Schande, dass in einer Zeit in der der Niedriglohnsektor boomt, in der schlecht bezahlte Leiharbeit boomt, in der die Rente so unsicher ist wie noch nie, Geld für Kriegszwecke verblasen wird.... 20-30 Mrd flossen ,wenn ich noch auf aktuellem Stand bin, bis jetzt in den Afghanistan Krieg, die Gefahr durch Terroranschläge ist gestiegen (Spirale der Gewalt), die Überwachung (kostspielig) ist gestiegen. Karsai brachte Taliban in seine Regierung, sein Bruder schmuggelt Drogen... Unsere Regierung setzt die Prioritäten falsch. Interessant dabei ist auch dass die CDU vorgibt christliche Werte zu vertreten, gleichzeitig die Kriegseinsätze und Waffenexporte befürworten, die wissen gar nicht was christliche Werte sind (siehe z.B. die 10 Gebote).