Machtkampf in Ägypten: Militärputsch mit Ankündigung

REUTERSÄgyptens Militär setzt der Politik ein 48-Stunden-Ultimatum - und hat Präsident Mursi damit praktisch des Amtes enthoben. Nun muss die Opposition nur noch zwei Tage lang einen Kompromiss verzögern, schon übernehmen die Generäle. Fraglich ist nur, wie die Islamisten auf einen Putsch reagieren würden.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-908880.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ägyptens Militär setzt der Politik ein 48-Stunden-Ultimatum - und hat Präsident Mursi damit praktisch des Amtes enthoben. Nun muss die Opposition nur noch zwei Tage lang einen Kompromiss verzögern, schon übernehmen die Generäle. Fraglich ist nur, wie die Islamisten auf einen Putsch reagieren würden.

    Ägypten: Militärputsch mit Ankündigung - SPIEGEL ONLINE
    Tja, so einfach ist das doch nicht mit der Demokratie. Die Muslimbruderschaft hat das Vertrauen komplett verspielt. Das Ende war absehbar, denn das Militär möchte auch immer auf der vermeintlichen Siegerseite stehen.
  2. #2

    Echtes Dilemma

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ägyptens Militär setzt der Politik ein 48-Stunden-Ultimatum - und hat Präsident Mursi damit praktisch des Amtes enthoben. Nun muss die Opposition nur noch zwei Tage lang einen Kompromiss verzögern, schon übernehmen die Generäle. Fraglich ist nur, wie die Islamisten auf einen Putsch reagieren würden.

    Ägypten: Militärputsch mit Ankündigung - SPIEGEL ONLINE
    Die Islamisten sind zumindest gemäß der deutschen Berichterstattung ordnungsgemäß demokraitsch gewählt. Aber haben sie auch das Recht, Ägypten politsch zu islamisieren und wirtschaftlich zu ruinieren? Ein Neuanfang ohne Muslimbruderschaft könnte tatsächlich die letzte Chance auf einen säkularen Rechtsstaat in Ägypten sein.
  3. #3

    Viel Glück an die Ägypter

    Die Ägypter haben keine Regierung der Muslimbrüderschaft verdient, die aus Saudi-Arabien ferngesteuert wird und das Land Jahrzehnte zurückwerfen würde. Dann lieber ein Militärstaat mit angehängter Demokratie, wenn möglich wie Atatürk in der Türkei damals. So bliebe wenigstens die Chance auf eine Demokratie. Die Muslimbrüder wollen demokratische Wahlen nur gewinnen, um dann die Demokratie abzuschaffen, eine Theokratie zu errichten und die Sharia einzuführen.
  4. #4

    Hmmm...

    Offenbar hat das Militär irgendwie immer und überall die weltberühmte Piepkarte. Völlig egal, wie sie sich verhalten, Militärs haben immer den sogenannten "Schwarzen Peter" auf ihrer Seite.

    Ist es etwa nicht so?

    Selbst hier bei uns schuften unzählige Soldaten dafür, um Deiche oder Dämme zu retten. Wie wird es ihnen effektiv gedankt? Lausiger Sold, minderwertige Ausrüstung, fragwürdige Befehle und nach der Wehrdienstzeit kaum noch Karrierechancen in der freien Wirtschaft...

    Ich drücke unseren ägyptischen Freunden jedenfalls die Daumen, dass das Militär dort endlich interveniert. Wenn die Soldaten aus Ägypten tatsächlich das Wohl der eigenen Bevölkerung im Sinn haben, dann helfen sie jenseits von ihren eigenen Interessen, diese Situation in den Griff zu kriegen. Denn niemand hat den geringsten Vorteil, wenn sich Ägypten in seine Bestandteile zerlegt, nur weil ein paar radikale Islamisten das womöglich gerne so hätten!

    Präsident Mursi wäre gut beraten, sich mit seiner eigenen protestierenden Bevölkerung zu unterhalten und einen Status quo zu finden. Das ist übrigens aktuell nicht nur in Ägypten so, nicht wahr?

    Viele Ägypter wollen doch einfach nur in Frieden und Freiheit leben. Aber das ist doch ein durchaus nachvollziehbarer Wunsch! Wenn das ägyptische Militär helfen kann, die Lage im eigenen Land zu entschärfen, dann soll es so sein. Hauptsache die Generäle lecken danach kein Blut und lassen sich danach von der gewonnenen neuen Machtfülle nicht kompromittieren...
  5. #5

    Und wann gehen wir auf die Barrikaden?

    Andere Länder machen es täglich vor, und was machen wir? Pennen! Einfach mal die Rede von Nigel Farage 'Die Deutschen sind zum Trottel Europas gemacht worden'. Da gehen einem die Augen auf. Ich beneide die Ägypter, Türken und Brasilianer, die lassen sich nichts gefallen.
  6. #6

    Also alles beim alten am Nil - und wahrscheinlich nicht mal die schlechteste Lösung.
    Schliesslich war es das Militär, das König Faruk verjagt und danach den jeweiligen Präsidenten gestützt hat ...
    Hatte während einiger Arbeitsaufenthalte in Ägypten mit den dortigen Militärs zu tun gehabt (die haben in fast allen größeren Betrieben Schlüsselstellungen inne) und alle, die ich kennen gelernt habe, waren hochgebildete, besonnene Leute und keine Haudraufs.
    Deren Agenda: "Wir wollen Ägyten zu einem wirtschaftlich erfolgreichen Staat machen !"
    Die haben es vor allem bedauert, daß sie Hr. Mubarak zu lange gestützt haben - war aber wohl auch mangels Alternative.
    Es bleibt spannend und man kann den Ägyptern nur wünschen, daß dort bald wieder etwas Stabilität und ein wie auch immer 'normales' Leben stattfindet.
  7. #7

    nichts gutes

    in letzter Zeit konnte man aber auch gar nichts Gutes mehr über Agypten lesen, früher galt das Land mal als Traumziel im Urlaub heute ist es ganz klar letzte Wahl. Das schlimmste war dieser grapscher Report über belästigte Agy. Frauen., Das wäre vor 5 Jahren in Agypten nicht denkbar gewesen ich bin zu tiefst enttäuscht und hoffe es wird sich wieder bessern. Egal ob Mursi gewählt wurde seine Politik war katastrophal sonst stände er nach so kurzer Zeit nicht mit dem Rücken zur Wand obwohl das eher ne Klippe ist als eeine Wand.
  8. #8

    das Militär iSt eine Hoffnung für Ägypten . denn die würden

    die macht sicher irgendwann wièder abgeben, der murksy aber nicht. einmal Islam , immer Islam. das ist doch das Programm des duemmlich wirkenden Präsidenten . dieser Mann ist so beschränkt , dass er die sozialpolitischen und wirtschaftlichen Dimensionen eines Präsidenten Amtes nicht erkennt. ausserdem würde er wirtschafts Hilfen der Eu und der Amerikaner in den Ausbau seiner machtposition stecken. deshalb wird es diese auch nicht geben und damit bliebe die Zukunft von Ägypten düster. Frau Merkel hat ihn zu recht wie einen dummen schulbub ab gefertigt.
  9. #9

    Ex und Hopp

    So schnell kanns gehen. Hätte ich aber nach der Wahl der Islamisten nicht gedacht.