Ausstieg des Desertec-Namensgebers: Machtkampf um das Wüstenstrom-Projekt

APSonnenstrom aus der Wüste für Europas Energiewende - das ist die kühne Vision von Desertec. Mit dabei: die großen Namen der deutschen Wirtschaft. Doch jetzt eskalieren lang anhaltende Konflikte, der Initiator des Projekts springt ab. Die Industrieinitiative droht im Chaos zu versinken.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-908747.html
  1. #1

    Konzerninteressen gehen wieder vor

    Schade wenn das Projekt an den rein profit-orientierten Unternehmen scheitern sollte. Zwar reden diese Firmen über Umweltschutz und ihr sociales Engagement, aber meistens ist ausser Reden nichts gewesen. E.on und ihre Doppelzüngigkeit sind ja wieder ein Beispiel dazu. Es ist auch verständlich, dass die Firmen so handeln. Nur eben unverständlich, wenn sie versuchen es anders su verkaufen und dann nichts anderes als Heuchler sind. Die Entscheidung Desertecs auszusteigen finde ich nicht nur richtig sondern auch konsequent.
  2. #2

    Schade eigentlich, daß...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sonnenstrom aus der Wüste für Europas Energiewende (...)
    ...dieses Projekt in der Wüste nicht funktioniert, ohne lokale Resourcen zu verschlingen, in wahnsinnigem Ausmaß, nämlich Wasser zum reinigen der riesigen Parabol-Spiegel.

    Die Anlagen in Spanien zeigen deutlich, daß es funktioniert, aber auch was es kostet, wie hoch der lokale Wasserverbrauch ist.

    An vielen Nordafrikanischen Küsten weht ein konstanter und starker Wind. Hier könnte man mit bekannter und bewährter Technik mit Mühlen gegen relativ kleines Geld und alter Technik Onshore Strom gewinnen, Marokko zeigt es schon wie es geht.

    Dersertec ist sicher mehr Vision und politischer Wille, als reale machbarkeit und sicher so auch keine ökölogische Lösung.

    Windmühlen in tiefen Staffelungen, entlang der Küsten, sind jetzt eine machbare und zeitnahe Alternative für alle Länder.

    Das hat deutlich eine schnellere und breitere Zukunft.
  3. #3

    Subventionen...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sonnenstrom aus der Wüste für Europas Energiewende - das ist die kühne Vision von Desertec. Mit dabei: die großen Namen der deutschen Wirtschaft. Doch jetzt eskalieren lang anhaltende Konflikte, der Initiator des Projekts springt ab. Die Industrieinitiative droht im Chaos zu versinken.

    Desertec: Machtkampf zwischen Stiftung und Industrie - SPIEGEL ONLINE
    Hier geht es NUR um die Subventions-Töpfe und sonst um nichts.

    Technisch und Real ist das gesamte Projekt von Anfang an vor allem auch politisch und real technisch nicht durchführbar (Sandstürme, Speicherung etc...) ! das weiß jeder Wissenschaftler und jeder der mit der Materie Stromerzeugung vertraut ist!

    Hier wollen die alten Bekannten nur UNSER Steuergeld in den Sand setzen - Basta!
  4. #4

    Wohl und wehe hängen nicht davon ab

    Mit Verlaub, das ist: Bullshit. Desertec ist eine Vision, mit der einige sehr viel verdienen können und zwar vor allem solange die Vision noch unter Powerpoint läuft. Inzwischen aber müssen wenigstens Teile der Vision umgesetzt werden, damit niemand dahintersteigt, was die Vereinigten Märchenerzähler da wieder angerichtet haben. Gefahr bei der Umsetzung: Es es wird für alle ersichtlich, daß es sich nur um ein Märchen handelt. Und dann ist plötzlich das ganze, leicht abzugreifende Geld weg.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sonnenstrom aus der Wüste für Europas Energiewende - das ist die kühne Vision von Desertec. Mit dabei: die großen Namen der deutschen Wirtschaft. Doch jetzt eskalieren lang anhaltende Konflikte, der Initiator des Projekts springt ab. Die Industrieinitiative droht im Chaos zu versinken.

    Desertec: Machtkampf zwischen Stiftung und Industrie - SPIEGEL ONLINE
    Hermann Scheer hatte Recht: das Projekt war in der geplanten Form von Beginn an zum Scheitern verurteilt.
  6. #6

    In meinen Augen liecht das größte Problem darin, dass in ganz Nordafrika und Arabien kein einziger halbwegs stabiler Staat existiert.
    Alle befinden sich am Abrund in Richtung Bürgerkrieg oder islamistischer Gottesstaat.
    Keiner will in so einem Umfeld Milliarden investieren.
    Und Europa sollte sich nicht in Abhängigkeit von solchen Regionen begeben.
  7. #7

    Marokko wird sich eins ablachen, wenn die bald dank Solar energieautark sind und die überschüssige Energie in sonstwelche Produktion stecken, die sie sich mit dem gesparten Geld super einkaufen können. Die Energiekrise in Europa wegen dem ausbleibenden Öl wird denen dann egal sein bzw werden die sowieso gut Strom verkaufen können, natürlich ohne Einfluss der Europäer …
  8. #8

    solargetriebner Wüstenschwachsinn

    Das der Geist des Projekts vom Schwachsinn getragen ist, ist eigentlich jeden klar der die Verhältnisse in den Ländern kennt, die in Frage kämen. Aber da in unserm Land jederzeit für Unsinn unendlich viel Geld zur Verfügung steht (wie zB Drohnen oder Helikopter die man zwar bezahlt aber nicht bekommt, oder Unsinnsbahnhöfe ect..), ist es nicht weiter verwunderlich, dass da auch schon reichlich Subventionen geflossen sind. Allein wenn man die Leitunsverluste in Betracht zieht, kann man sich ob dieser "Vision" nur den Gang zum Psychiater empfehlen.
    Hierzulande wird jetzt schon an allen Enden gemäkel, dass sich wegen dem vielen Solarstrom sich die Kraftwerke der Stromanbieter nicht mehr rentieren und dass deswegen die Förderung weg muß!!!. Aber Geld für solaren Wüstenschwachsinn war (und ist?) wohl reichlich da!
  9. #9

    Der Streit liegt letztlich im Interesse der Energiekonzerne. Wird die Anlage nicht gebaut können die Konzerte weiter ihren Strom aus Atom-, Kohle- und Gaskraftwerken verkaufen. Dort besteht ausschließlich Gewinnerzielungsabsicht, ohne Rücksicht auf Umweltschutz. Es wäre sinnvoller, wenn die Stiftung sich andere Geldgeber suchen würde, um von den Energiekonzernen unabhängig zu sein. Die Konzerne würden eh versuchen, für den eigenen Gewinn die Strompreise hoch zu halten, obwohl der Strompreis mit solchen Solaranlagen über Jahre weit günstiger sein wird.

    Ich denke ebenfalls es wird keinen Sinn machen, eine solche Anlage in Afrika zu bauen. Die politische Instabilität wäre ein zu großes Risiko, und ganz Europa in Sachen Strom dann erpressbar im Preis. Es macht mehr Sinn, solche Anlagen in Südspanien zu bauen (in Gibraltar praktisch auf gleicher Höhe wie die Nordküste Afrikas), in Sizilien oder Griechenland (die beide sogar südlicher liegen als Nordküste von Tunesien oder Lybien).