Privatschule in Bayern: Ein Jahrgang fällt durchs Abi

DPA27 Schüler schrieben an der privaten Fachoberschule im Schweinfurt ihr Fachabi - und 27 Schüler fielen durch. Während der Schulleiter sich "wie erschlagen" fühlt, bereiten die Eltern schon eine Klage vor: Sie wollen, dass die Schule schließt.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/p...-a-908768.html
  1. #1

    Private Bildungseinrichtungen schließen

    Der Anspruch von privaten Bildungseinrichtungen ist unvereinbar mit neutralem Lernerfolg. Eine private Einrichtung muss Gewinne machen. Das geht nur über gute Noten, gleichzeitig muss sie einsparen wo es geht. Private Bildungseinrichtungen sind ein Beschleunigungsmittel für Ungleichheit in einer Gesellschaft.
  2. #2

    Augen zudrücken hilft nicht immer

    Vor kurzem hat sich eine Bildungsexpertin über den hohen Zulauf an den Gymnasien beklagt: "Eine Schule für besonders Begabte, die von mitunter 70 Prozent aller Schüler besucht werde, stelle für Lernforscher einen Widerspruch in sich dar."
    Aber da hat die Expertin wohl nicht verinnerlicht, was uns der politische Mainstream seit einigen Jahren einhämmert: In Deutschland herrscht soziale Gerechtigkeit. Das heißt, es kann und darf keine Unterschiede mehr unter den Menschen geben. Alle Dinge sind gleich, auch wenn sie, für jedermann erkennbar, ungleich sind. Getreu dieser These haben alle Kinder den gleichen IQ, die gleichen Fähigkeiten, und wer Lust dazu hat, macht sein Abitur. Und dass dies auch klappt, dafür haben die Schulen zu sorgen, nicht etwa die Schüler. Die Schulen haben die Pflicht, alle Steine aus dem Weg zu räumen, und wenn die Steine noch so klein sind. Den Kids nur ja keinen unnötigen Stress bereiten.
    Doch diesmal ging die "Kultur des Augenzudrückens" gründlich in die Hose. Einfach deshalb, weil die privaten Fachoberschüler extern geprüft wurden.
  3. #3

    typisch

    Diese Regelung ist ja absurd, da wird es um Geld gegangen sein, nicht um die Schüler. Wenn es schon so Testschulen gibt, dann sorgt dafür das der Untericht was taugt! Aber heute muss sich der Bürger ja um alles kümmern unter hinterfragen. Das ich noch Zeit zu atmen finden, wundertz mich manchmal schon
  4. #4

    Ein ganzer Jahrgang

    Würg. Schande über das Lehrerkollegium!
    Und: arme Schüler! Eines ganzen Jahres haben sie Euch beklaut. Ich hoffe, dass die Eltern das nicht so hinnehmen werden.
  5. #5

    Warum so negativ!

    Zitat von amerlogk Beitrag anzeigen
    ... Private Bildungseinrichtungen sind ein Beschleunigungsmittel für Ungleichheit in einer Gesellschaft.
    Man kann es auch positiv sehen und sie als Ausdruck einer pluralistischen Gesellschaft betrachten.
    Auch wenn ich mich hiermit zum Advocatus Diaboli mache - ich selber habe mit privaten schulen nichts am Hute - Verbote gehören zu einer ideologischen Denke, die die Vielfalt einer Gesellschaft negiert!
  6. #6

    Private Bildung funktioniert

    Zitat von amerlogk Beitrag anzeigen
    Der Anspruch von privaten Bildungseinrichtungen ist unvereinbar mit neutralem Lernerfolg. Eine private Einrichtung muss Gewinne machen. Das geht nur über gute Noten, gleichzeitig muss sie einsparen wo es geht. Private Bildungseinrichtungen sind ein Beschleunigungsmittel für Ungleichheit in einer Gesellschaft.
    Das ist doch, mit Verlaub, vollkommener Unsinn. Gerade private Schulen werden an den produzierten Ergebnissen gemessen. D.h. wenn hier 27 Schüler durchfallen wird niemand mehr diese Schule besuchen wollen. Der Markt funktioniert. Für eine Privatschule ist es ein Desaster, wenn das Bildungsergebnis schlecht ist. Für eine staatliche Schule ist es egal.
  7. #7

    Hat schon mal jemand überlegt, was für Schüler auf so eine Privatschule gehen ? Das sind Kinder, die entweder zu dumm oder zu pubertär für eine normale Schule sind, wo die Eltern aber ein bisschen Geld übrig haben, womit sie dann dafür sorgen wollen, dass der Nachwuchs auf jeden Fall irgendein Abi bekommt.
    Tscha, und das klappt halt beim Zentralabi nicht zwangsläufig.
  8. #8

    Der Klassensprecher wird mit 21 Jahren angegeben. Andere sitzen in dem Alter an ihrer Bachelor-Thesis. Irgendwie kommt mir der Gedanke, dass es nicht allein an der Schule und/oder den Lehrern liegen kann...

    Und was haben die Eltern gemacht? Sorry, wenn mein Kind solch desolate Leistungen abliefert, sollten die Alarmglocken klingeln. Ich wäre stutzig, wenn jemand in der 11. Klasse, in der es ja noch tolle Benotung gegeben haben sollte, den Stoff einer niedrigeren Klasse lernt. Etwas Eigeninitiative sollte da schon drin sein. Man lernt im Laufe des Lebens ja auch andere Eltern kennen und kann ein wenig vergleichen. Wenn z. B. jemand in der 10. Klasse gerade einmal eine Quadratwurzel ziehen kann, während auf einer anderen Schule schon Gleichungssysteme dran sind, würde ich aber nachfragen.
  9. #9

    bremen vs. bayern

    in bremen hätten die erbrachten leistungen wahrscheinlich eine glatte 2 gebracht.