Deutschlands seltenste Pflanze: Rettet die Verarmte Segge

R. Hand/ Botanischer Garten/ Botanisches Museum Berlin-DahlemOptisch ist sie unspektakulär, doch ihre extreme Seltenheit macht sie besonders: Von der bedrohten Grasart Verarmte Segge gibt es in Deutschland nur ein einziges bekanntes Exemplar in freier Wildbahn. Botanikern ist es nun gelungen, die Art nachzuzüchten. Warum?

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-907992.html
  1. #1

    und los !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Doch Kahlschläge gibt es in dem Waldstück, in dem das einzige Exemplar noch lebt, schon längst nicht mehr - aus Naturschutzgründen.

    Carex depauperata: Verarmte Segge ist Deutschlands seltenste Pflanze - SPIEGEL ONLINE
    grüne vor - die wälder abholzen, um diese pflanze zu retten !
  2. #2

    Vielleicht sollte man der Natur einfach ihren Lauf lassen...

    Juristische Konvention hin oder her. Auch ohne menschliches Zutun (oder eben Nicht-Zutun) sind viele Arten ausgestorben und das hat wohl in aller Regel einen guten Grund. Dass der Mensch hier eingreift, um eine Pflanze zu retten, die sich nicht mehr vermehrt, weil der Wald nicht gefällt wird, ist doch wohl mehr als fraglich. Ohne menschliches Zutun wär der doch auch nicht gefällt worden? Vielleicht sollte man der Natur auch mal ihren Lauf lassen, wenn eben nun mal was aussterben soll. Darwins Gesetze sollten einfach auch mal wirken können. Hätten wir Dinosaurier aus juristischen Gründen auch erhalten, wenn wir es praktisch könnten und es juristisch müssten?
  3. #3

    "Die Veramte Segge, zum Beispiel, braucht vor allem Licht. Im Wald hat sie sich traditionell im Bereich eines Kahlschlags ausgebreitet. Die Samen warten im Boden bis zu 40 Jahre auf diesen Augenblick."

    Das Ende ist jetzt hier aber etwas arg gewollt. Das Ende der Kahlschlagpolitik als Todesurteil für die Segge darzustellen... stimmt so sicherlich auch nicht ganz. Es gibt natürlich etliche Pflanzenarten im Wald, die Licht brauchen, allerdings sind diese in der Regel nicht auf menschlich verursachte Kahlschläge angewiesen oder "warten darauf", wie es hier dargestellt wird. Auch in der Natur kommen großflächige Schäden vor, bspw durch Sturm, die einen großflächigen Lichteinfall verursachen. Daran sind diese Pflanzenarten angepasst, nicht an Kahlschläge, diese verursachen nur ähnliche Bedingungen.
  4. #4

    Auch, wenn es nur eine Pflanze ist

    Jede Art ist es Wert, erhalten zu werden und keine Art hat das Aussterben verdient. (Abgesehen von evolutionären Betrachtungsweisen)
    Man sollte sich vor Augen halten, wie unglaublich einzigartig jede einzelne Art ist. Ist sie verloren, wird es nie wieder ein Exemplar von ihr geben. Traurige Vorstellung.
  5. #5

    Überall nur noch "Verarmte"!

    Haben wir nicht schon genug "Verarmte", warum werden die jetzt sogar "nachgezogen"?!
  6. #6

    ...und das Ritzenkraut?

    In Hannover wurde bei einer Baumaßnahme eine Population von Ritzenkräutern entdeckt und in einer großen Aktion umgebettet. Nebenan flämmen Kleingärtner das Zeugs einfach weg.....
  7. #7

    handeln statt trauern !

    warum startet man keine Rettungsaktion?
    Viele Hobbygärtner hätten Platz und Zeit diese Pflanze zu vervielfältigen!
    Wenn sie bei Ralf Hand im Terrakottatopf gehalten werden kann, dann bei anderen Gärtnern, die sich dem gerne anschließen würden, auch.
    Ich würde gerne mitmachen!
  8. #8

    Zitat von coniferia Beitrag anzeigen
    Juristische Konvention hin oder her. Auch ohne menschliches Zutun (oder eben Nicht-Zutun) sind viele Arten ausgestorben und das hat wohl in aller Regel einen guten Grund. [...] Vielleicht sollte man der Natur auch mal ihren Lauf lassen, wenn eben nun mal was aussterben soll. Darwins Gesetze sollten einfach auch mal wirken können.
    Den Spruch kann man auf jede Minderheit anwenden, aber wenn man es bei Menschen macht bekommt man gewaltig einen auf den Deckel.
  9. #9

    Anscheinend

    benötigt das Öko System diese Pflanze nicht um weiter zuarbeiten. Also warum etwas zum aussterben verdammtes schützen?