Baby-Infizierung in Charité: Experten fordern Impfzwang für Ärzte

DPAIn Berlin hat ein Arzt einen Säugling vermutlich mit Masern infiziert. Verhindern lassen sich solche Fälle nicht, denn selbst für Mediziner gilt keine Impfpflicht. Den Krankenhäusern bleibt nur, auf die Vernunft ihrer Angestellten zu hoffen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-907080.html
  1. #1

    Risiken der Impfpflicht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Berlin hat ein Arzt einen Säugling vermutlich mit Masern infiziert. Verhindern lassen sich solche Fälle nicht, denn selbst für Mediziner gilt keine Impfpflicht. Den Krankenhäusern bleibt nur, auf die Vernunft ihrer Angestellten zu hoffen.

    Wie Kliniken Patienten vor Ansteckung durch Ärzte schützen - SPIEGEL ONLINE
    Wenn eine Impfpflicht gefordert wird, stellen sich doch einige Fragen:
    Ist der Kontaktpartner des Arztes, also der Patient, dann wirklich vor einer Ansteckung zu 100% geschützt? Oder nur zu 95%, oder zu 80% oder 50%? Gilt das für alle Impfstoffe, oder gibt es da Unterschiede? Von der Grippeimpfung hört man manchmal, dass sie relativ nutzlos ist.

    Man sollte auch die Risiken nicht übersehen:
    Gefährlich am Impfstoff sind die "Adjuvantien", denn ihre Wirkung beruht darauf, dass sie das Immunsystem angreifen. Was ist, wenn das Immunsystem den Angriff nicht schadlos übersteht?

    Wie ist der Arzt versichert, wenn er lebenslange Körperschäden davonträgt? Berufsgenossenschaften drücken sich gerne vor einer Entschädigung, so lange es geht, und warten lieber die "biologische Lösung" (Tod des Geschädigten) ab.

    Ich finde es gut, dass es in Deutschland keine Impfpflicht gibt, auch nicht für Ärzte.
  2. #2

    die Charité!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Berlin hat ein Arzt einen Säugling vermutlich mit Masern infiziert. Verhindern lassen sich solche Fälle nicht, denn selbst für Mediziner gilt keine Impfpflicht. Den Krankenhäusern bleibt nur, auf die Vernunft ihrer Angestellten zu hoffen.

    Wie Kliniken Patienten vor Ansteckung durch Ärzte schützen - SPIEGEL ONLINE
    Die Charité ist sowieso ein ganz spezielles Krankenhaus, ich würde es eher meiden.
  3. #3

    Arbeitsvertragliche Regelung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Berlin hat ein Arzt einen Säugling vermutlich mit Masern infiziert. Verhindern lassen sich solche Fälle nicht, denn selbst für Mediziner gilt keine Impfpflicht. Den Krankenhäusern bleibt nur, auf die Vernunft ihrer Angestellten zu hoffen.

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    Es wäre kein Problem, das Krankenhauspersonal arbeitsvertraglich zur Impfung zu verpflichten.
  4. #4

    Impfpflicht für alle

    Bei mir wurde vor PJ auf der Kinderstation auch nochmal durchgeimpft bzw. Impfstatus erhoben. Fand ich sinnvoll.

    Allerdings: wäre es ein geringerer Skandal, wenn ein erwachsener Nicht-Arzt, der die Impfung ablehnt, Säuglinge mit Masern ansteckt?

    Einfach wenn möglich jeden impfen, bei dem keine Kontraindikation vorliegt (wie Alter, Immunsuppression etc.) Alternativ jeden, der Keimträger ist, haftbar machen für Folge-Infektionen und -schäden. Nachweis der Infektionswege heute über DNA/RNA meist möglich. Dann müssen Impfgegner zumindest für die Folgen ihrer persönlichen Entscheidung, die ein anderes Leben beeinträchtigt hat, einstehen. Wer sonst?
  5. #5

    Vernunft der Angestellten

    "Den Krankenhäusern bleibt nur, auf die Vernunft ihrer Angestellten zu hoffen."

    Da können sie lange hoffen. Die sind nämlich leider heutzutage oftmals esoterisch verblödet, weil einige Unis inzwischen von der Kügelchen-Lobby finanzierte Lehrstühle für Homöokus-Pokus und andere Quacksalberei haben.
  6. #6

    Wo käme man denn da hin

    Ja wo käme man bloss hin , wenn die Ärzte einer Impfpflicht unterliegen würden.
    Da muss man als Impfgegner aber gleich wieder "böse" Wörter auspacken wie Kommunismus und Sozialismus und an die DDR erinnern, wo ja alles schlecht war....
    Dann darf natürlich auch der Hinweis auf die absolute Wichtigkeit der Selbstbestimmung in allen Lebenslagen nicht fehlen.
    Kommt noch soweit, dass Vermeidbare Ansteckungen in Krankenhäusern auch vermieden werden...
  7. #7

    so ganz einfach

    ist das nicht. in deutschland ist zumindest impfschaden voll abgedeckt. hier in der USA nicht. wir muessen uns trotzdem impfen lassen sonst werden wir entlassen. frage ist: warum? die statistiken zeigen, dass sich patienten von grippe nur sehr selten im krankenhaus anstecken. in langzeit bereichen ja, aber nicht in den zwei drei tagen, in denen die meisten im krankenhaus sind. da gibt es leider nicht viele studien aber die (etwa 8) die es gibt, sprechen gegen den nutzen bei grippe. also vielleicht impfen um die krankentage fuer pflegepersonal zu sparen? immerhin ist eine impfung eine koerperverletzung, zu der man sich FREIWILLIG einverstanden erklaert oder nicht. wenn man entlassen wird , dann ist das nicht freiwillig. und dann ist das mit dem moeglichen impfschaden schon mal ganz anders. hier in den usa natuerlich ueberhaupt kein impfschadenausgleich. wie oft geht es um Masern, das ist ja super selten? so selten, dass man das als kuriosen einzelfall wohl veroeffentlichen kann. dazu kommt, dass die handhygiene bei aertzen ja nicht die beste ist. in vielleicht 80% jedes patientenkontakts werden haede gewaschen. nach jedem 5. patienten gruesst man sich ungewaschen. haende sind nicht zum schuetteln da sondern zum heilen. also lieber haende waschen als impfpflicht. das wichtigeste ist: die risikoabschaetzung nicht mit dem empoerungswert verwechseln. die gehen meist NICHT hand in hand.
  8. #8

    Statistik: 6, setzen!

    Die Art, wie hier für Impfungen polemisiert wird ist schon cool. Ein Einzelfall, statistisch nicht signifikant und daraus wird dann ein riesen Argumentationsgebäude gebaut. Das wird langsam lächerlich.
    Ich frage mich, wieso es heutzutage noch alte Leute gibt, wenn angenommen werden kann, dass 95% der vor 1970 geborenen die Masern hatten?

    Wie viele Säuglinge fangen sich jedes Jahr eine Grippe ein und sterben an den Folgen? Wäre als Referenzfall mal ganz interessant zu wissen.
    Die Autorin sollte auf jeden Fall mal ein Statistik-Seminar besuchen.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Berlin hat ein Arzt einen Säugling vermutlich mit Masern infiziert. Verhindern lassen sich solche Fälle nicht, denn selbst für Mediziner gilt keine Impfpflicht. Den Krankenhäusern bleibt nur, auf die Vernunft ihrer Angestellten zu hoffen.

    Wie Kliniken Patienten vor Ansteckung durch Ärzte schützen - SPIEGEL ONLINE
    Wenn dieser Arzt mit der Symptomatik einer "schweren Erkältung", die sich später als Masern herausstellt, Patienten behandelt hat und dabei tatsächlich das Kind infiziert haben sollte, dann ist das m. E. ein Fall für den Staatsanwalt - fahrlässige schwere Körperverletzung! Bodenloser Leichtsinn, in einem solchen Zustand geht man nicht mehr arbeiten oder beschränkt sich wenigstens auf Schreibtischarbeiten fernab von den Patienten - und selbst das ist noch fragwürdig, wenn dabei Kollegen der Ansteckungsgefahr ausgesetzt werden.