Ameisenbären-Forscherin in Brasilien: "Ich war sofort verzaubert"

Brasilien? Nie gewesen. Ameisenbär? Nie gesehen. Über Nacht wurde Lydia Möcklinghoff zur Tierforscherin. Das halbe Jahr lebt sie nun in Südamerika, schlägt sie sich mit der Machete durchs Gestrüpp, wird von Wasserbüffeln attackiert - und vom Forschungsobjekt ignoriert.

http://www.spiegel.de/karriere/ausla...-a-901757.html
  1. #1

    Schönen Gruß an die Fotoredaktion

    Der "Ameisenbär" auf Foto drei trägt zwar tatsächlich sein Junges auf dem Rücken, ist aber ein Wasserschwein (Capybara). Eigentlich eher schwer zu verwechseln ...
  2. #2

    Bild 3 der Bilderstrecke...

    ... zeigt eindeutig keinen Ameisenbär mit seinem Jungen auf dem Rücken. Es handelt sich vielmehr um ein Capybara (Wasserschwein).
  3. #3

    ... und auf Bild 4 der Bilderstrecke ...

    ... sind "links vorne" auch nur männliche Wesen zu entdecken, aber keine Forscherin.
  4. #4

    Zitat von uchawi Beitrag anzeigen
    Der "Ameisenbär" auf Foto drei trägt zwar tatsächlich sein Junges auf dem Rücken, ist aber ein Wasserschwein (Capybara). Eigentlich eher schwer zu verwechseln ...
    Deshalb hier noch mal für die Redaktion: So sieht ein richtiger Ameisenbär aus. (ein Weibchen).
    die blaue Elise
  5. #5

    Ömmm ... nicht ganz ...

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Deshalb hier noch mal für die Redaktion: So sieht ein richtiger Ameisenbär aus. (ein Weibchen).
    Mitnichten, lieber Mit-Forist. Die blaue Elise ist (auch wenn's in der deutschen Übersetzung gelegentlich falsch gesagt wird) ein Erdferkel. Im englischen Original heißt sie dann auch so: "The Aardvark". Und ist dort übrigens ein (namenloser) Kerl. :o)
  6. #6

    Zitat von uchawi Beitrag anzeigen
    Mitnichten, lieber Mit-Forist. Die blaue Elise ist (auch wenn's in der deutschen Übersetzung gelegentlich falsch gesagt wird) ein Erdferkel. Im englischen Original heißt sie dann auch so: "The Aardvark". Und ist dort übrigens ein (namenloser) Kerl. :o)
    Ist aber immer hinter Ameisen her gewesen. ;-)
  7. #7

    Cowboy - cowgirl

    Im Pantanal gibt es auf den Facendas auch "richtige" cowgirls mit Revolver - halt normale Emanzipation!
  8. #8

    Gelder

    Mir fällt immer nur auf, dass bestimmte Nationen (z.B.: Belgien, D'land, Frankr., GB) sehr viel in der Feldforschung aktiv sind/waren, aber die "untersuchten" Länder oft kaum oder gar nicht.
    Warum muss der deutsche Steuerzahler bezahlen, damit irgendwelche Lurche, Insekten oder Wasserläufer in Brasilien, Kongo oder Himalaya untersucht werden? Was ist der Zweck, bzw. Nutzen - ausser ein bisschen 'Prestige" für die Wissenschaftler?

    Da ich selber Hobbyforscher bin, teilweise auch verschiedenen zoologischen Instituten mit Material versorge habe (unentgeltlich, auf eigene Kosten) und leider dann manchmal feststellte, dass Informationen auch nur in eine Richtung laufen sollten, bzw. teilweise man gar nicht an deren Forschungsstand herankommt, oder teuer erkaufen muss (Veröffentlichungen), habe ich mich oft gefragt: Wozu das Ganze?
    Viele "Forscher" gehen auch lieber selbst auf "Forschungsreisen", als sich mit dem "Amateurmaterial" auseinanderzusetzen. Einige Institute (nicht alle !) blockieren sogar bewusst die "Hobby-Konkurrenten".

    In vielen Bereichen glaube ich, man sollte diese Forschung aus öffentlichen Mitteln komplett einstellen.
    Ich selbst bin in der Insektenforschung (wohne selbst in Übersee): und im Grunde hat es Null Nutzen für den Steuerzahler, dass eine neue Spinne oder Nachtfalter in Laos, Zentralafrika oder Lummerland bestimmt wird.
    Diese gibt's wahrscheinlich schon etliche Millionen Jahre, lebtee froh und lustig auch "unbestimmt" von deutschen oder europäischen Forschern, und wird auch gut und gerne 100 oder 250 Jahre weiterhin ertragen, wenn sie keinen wissenschaftlichen Namen trägt, und 5 Typenexemplare in einer Schublade in einem zool. Institut "verstauben".
    Irgend ein "Hobbyforscher" wird auch mal drauf stossen, und den gleichen Job dann unentgeltlich erledigen.
  9. #9

    Feldforschung ist super, aber mies bezahlt

    Wie Lydia beschreibt, mangelt es an Geldern für Flüge und Materialkosten. Aus diesem Grund hat sie sich entschieden, ihre Feldforschung mittels Crowdfunding durch die Öffentlichkeit finanzieren zu lassen. 5.000 € wollte sie über Sciencestarter.de, der ersten Crowdfunding-Plattform für wissenschaftliche Projekte, einsammeln. Mittlerweile lief ihr Crowdfunding-Projekt aus, erfolgreich. 5.856 € hat Lydia über Sciencestarter einsammeln können und kann damit ihre Unkosten für Flug und Material abdecken. Im Gegenzug bekommen die Unterstützer von Lydia tolle Dankeschöns, wie zum Beispiel Urkunden mit einem Ameisenbärenhaar oder sogar einen exklusiven Vortrag von Lydia zu Ihrer Forschung.
    Ihr Projekt könnt ihr euch hier anschauen: http://www.sciencestarter.de/ameisenbaer

    Wir wünschen Lydia viel Erfolg für ihre nächste Feldforschung in Brasilien!