24-Stunden-Rennen: Erneut schwerer Unfall in Le Mans

AFPIn Le Mans hat sich der nächste schwere Crash ereignet: Nach dem tödlichen Unfall des Dänen Allan Simonsen prallte wieder ein Aston Martin in die Leitplanken. Der Fahrer blieb offenbar unverletzt. Jetzt ist eine Sicherheitsdebatte entbrannt.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/ne...-a-907391.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jetzt ist eine Sicherheitsdebatte entbrannt.
    [/url]
    Schwachfug. Ich schaue das Rennen von Start weg, mit Außnahme von 6h während der Nacht bisher ohne Pause. Und wirklich KEINER hat bisher von Sicherheitslücken oder gar einer Sicherheitsdebatte gesprochen! Jeder dieser Profis ist sich der Gefahren bewusst. Absolut falsch und reißerisch, diese Überschrift...
  2. #2

    Le Mans

    Le Mans war schon immer eins der Rennen, das besonders gefährlich ist: Sehr hohe Geschwindigkeiten bei extremer Belastung der Fahrer, ein sehr großes Feld mit großen Geschwindigkeits- und auch Erfahrungsunterschieden (GT Am), dazu eine spektakuläre Strecke - Le Mans wird immer gefährlich sein. Klammert man aber mal den tödlichen Unfall aus, war dieses Jahr kein Unfall dabei, der sich besonders von dem abgehoben hätte, was man sonst so in Le Mans zu sehen bekommt.

    Es ist halt der Tanz auf der Rasierklinge im Motorsport: Geschwindigkeit vs Sicherheit. Auch wenn es jetzt aufgrund des Unfalls eine Debatte und Konsequenzen geben wird (berechtigterweise) - auch in Zukunft wird es schwere Unfälle und evtl. auch Todesopfer geben. Natürlich ist es richtig, geltende Sicherheitsstandards zu überarbeiten und/oder zu verbessern - auch in diesem Bereich profitiert der private Autofahrer von dem, was zunächst für die Strecken entwickelt wird - aber ausschließen können wir solche Unglücke nicht. Vermutlich ist die Gefahr einfach vielen Zuschauern nicht mehr so präsent, weil die 'Königsklasse' (glücklicherweise) jetzt seit fast 20 Jahren von einem Todesfall verschont wurde, aber der Sport bleibt weiter sehr gefährlich.

    Abseits vom Thema will ich eben ein Lob für die sehr gelungene Übertragung von Eurosport aussprechen! Danke, Jungs!! So macht es Spaß, Rennsport zu gucken - Kompetenz, Humor, Leidenschaft! Kein Vergleich zu den Formel 1-Übertragungen von RTL.
  3. #3

    Das Risiko im Motorsport ist

    durchaus kalkulierbar, aber bestimmte Wagen haben bei Les Mans einfach nichts zu suchen. Mit einem aufgemotzten Straßensportwagen oder Tourenwagen mit den richtigen Rennsportmaschinen mitzufahren ist ein hartes Los. Es will ja keiner Letzter werden.
  4. #4

    Die Physik überwindet niemand

    Ich bin auch ein Freund schneller Autos und besitze auch ein solches.

    Allerdings würde ich niemals die Grenzen der theoretischen Leistungsfähigkeit ausreizen.

    Man braucht sich nur mal die Videos in YouTube zur Nordschleife des Nürburgrings anzusehen, auf dem zwar Laien, aber doch Fahrgeübte ihre Autos zu Schrott fahren und z. T. schwer verunglücken.

    Wie die Geier warten die Zuschauer auf Unfälle und stellen die Videos ins Netz.
    Man sieht aber ganz deutlich, wie die Physik das Auto beherrscht und nicht umgekehrt.

    Ab einer bestimmten Geschwindigkeit ist das Auto nicht mehr beherrschbar, von keinem.
  5. #5

    Bitte?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Le Mans hat sich der nächste schwere Crash ereignet: Nach dem tödlichen Unfall des Dänen Allan Simonsen prallte wieder ein Aston Martin in die Leitplanken. Der Fahrer blieb offenbar unverletzt. Jetzt ist eine Sicherheitsdebatte entbrannt.
    Eine Sicherheitsdebatte ist entbrannt? Wo denn? Also bis jetzt habe ich davon nichts mitbekommen.
    Der Artikel ist lediglich reißerischer Boulevard-Journalismus mit dem Ziel möglichst vieler Klicks.
  6. #6

    ein überholtes sinnloses Spektakel

    nachdem es jetzt jahrelang im Rennsport relativ sicher zuging, auch in Les Mans, jetzt wieder ein tödlicher Unfall, der mich nachdenklich stimmt. Les Mans ist soweit ich weiß nicht Teil einer Rennserie und das Rennen dauert einfach viel zu lang. Da kommen dann Materialermüdung und körperliche Übermüdung der Fahrer zusammen, selbst wenn die sich abwechseln fährt jeder dabei wesentlich länger als ein F1-Fahrer (nicht Pilot - das sind Flieger).

    Schafft diesen Anachronismus ab, man kann so einen Renntag auch mit mehreren kurzen Rennen bestreiten, bei denen man dann auch gleich die unterschiedlichen Klassen einzeln starten lässt. So wie es jetzt läuft sind die Teilnehmer einfach zu unterschiedlich motorisiert, da kann man ja gleich noch LKW und Traktoren mitfahren lassen.
  7. #7

    nicht die Motorräder vergessen!

    Zitat von cafe_kehse Beitrag anzeigen
    Ich bin auch ein Freund schneller Autos und besitze auch ein solches.

    Allerdings würde ich niemals die Grenzen der theoretischen Leistungsfähigkeit ausreizen.....
    Man sieht aber ganz deutlich, wie die Physik das Auto beherrscht und nicht umgekehrt.

    Ab einer bestimmten Geschwindigkeit ist das Auto nicht mehr beherrschbar, von keinem.
    Das sehe ich genauso, besondere Angst habe ich aber von Motorrädern die auf deutschen Straßem mit über 300km/h fahren dürfen.

    Schon mit 230 ist es im Auto wegen des übrigen Verkahrs ausgesprochen gefährlich auf Autobahnen. Ich fahre das nur auf der 3. Spur wenn in der Mitte keiner fährt - das ist sehr selten der Fall und 230 ist ja heute nichts besonderes mehr. Mein erstes Auto mit dieser Höchstgeschwindigkeit war im Jahr 2000 ein riesiger Sprung von den ca. 210 km/h des Vorgängers.

    Heute kann man gegen Aufpreis simple Audi oder Mercedes auf 280 freischalten lassen - ich gönne jedem ein PS-starkes Auto aber man sollte auch an die Risiken denken, die solche Geschwindigkeiten im Alltag mit sich bringen.
  8. #8

    Schafft lieber die Autos ab!

    Zitat von reflexxion Beitrag anzeigen
    Schafft diesen Anachronismus ab, man kann so einen Renntag auch mit mehreren kurzen Rennen bestreiten...
    Hey, man könnte auch einfach nur die Autos weglassen!
    Wir Skater lieben unsere 24 Stunden von Le Mans über alles, ob als SOLO, DUO oder in Mannschaften von bis zu 10 Teilnehmern. Und es ist noch keiner zu Tode gekommen dabei!
    Wie sagen die Franzosen? Es lebe die sanfte Mobilität!
  9. #9

    280 km/h

    Zitat von reflexxion Beitrag anzeigen
    Das sehe ich genauso, besondere Angst habe ich aber von Motorrädern die auf deutschen Straßem mit über 300km/h fahren dürfen.

    Schon mit 230 ist es im Auto wegen des übrigen Verkahrs ausgesprochen gefährlich auf Autobahnen. Ich fahre das nur auf der 3. Spur wenn in der Mitte keiner fährt - das ist sehr selten der Fall und 230 ist ja heute nichts besonderes mehr. Mein erstes Auto mit dieser Höchstgeschwindigkeit war im Jahr 2000 ein riesiger Sprung von den ca. 210 km/h des Vorgängers.

    Heute kann man gegen Aufpreis simple Audi oder Mercedes auf 280 freischalten lassen - ich gönne jedem ein PS-starkes Auto aber man sollte auch an die Risiken denken, die solche Geschwindigkeiten im Alltag mit sich bringen.
    Mein Auto könnte 280 km/h fahren und ist freigeschaltet bis zu diesem Limit. Das Auto ist für mich ein Hobby für Freizeit, Urlaub, aber nicht mehr.
    Man kann für kurze Zeit am Sonntag morgen für kurze Zeit mal 220 km/h fahren auf der Autobahn, aber ansonsten Finger weg vor solchen Geschwindigkeiten.
    Es braucht an normalen Tageszeiten nur ein LKW/Bus plötzlich ausscheren auf die Überholspur und man hat keine Chance ein Auffahren zu verhindern. Man liegt dann unter der LKW-Lagefläche und man kann dann abgekratzt werden.

    Motorrad gehört schon längst verboten, weil anachronostisch. Dieses Gefährt hat keinerlei Knautschzone, der Fahrer klammert sich mit Muskelkraft an der Lenkstange, der Sozius an ihm. Bei einer Geschwindigkeit schon über 50 km/h ist die kinetische Energie gar nicht mehr aufzufangen. Motorradfahren ist legalisierter potenzieller Selbstmord.
    Ich empfehle jedem Motorradfahrer das Video von Reinhold Roth 1990, der als Spitzenfahrer einen Auffahrunfall erlitt und seither ein extremer Pflegefall ist.