Unbeliebte Lehrberufe: "Nicht jeder wird sofort Jamie Oliver"

DPAArbeiten, wenn andere Freizeit haben? Das klingt für angehende Azubis wenig attraktiv. Wegen sinkender Schülerzahlen geht Hotels und Gaststätten und manchem Handwerk der Nachwuchs aus. Die Firmen müssen sich etwas einfallen lassen.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...-a-907258.html
  1. #1

    die angesprochenen Berufe

    vereinen: beschissene Arbeitszeiten, miese Bezahlung und jede Menge unbezahlter Überstunden.
    Und jetzt überlegen wir mal, warum wohl die Azubi-Zahlen in diesen Berufen sinken...
  2. #2

    Einfach nur frech

    Selbst schuld kann man da nur sagen.

    Beschissene Bezahlung, beschissene Arbeitszeiten, beschissene Ausbildung, beschissene Zukunftsaussichten.

    Ziemlich dreist, dass ausgerechnet das "Gewerbe" jammert, das mit weitem Abstand den Niedriglohnsektor anführt und Löhne und Gehälter durch den Statt subventionieren lässt.

    Und auch die Transportunternehem haben kein Recht sich sich zu beschweren. Jahrzehnte lang habe diese Parasiten vom Wehrdienst profitiert, indem sie vollausgebildete Kraftfahrer geschenkt bekamen.

    Und jetzt, wo die anfangen müssen endlich in Ausbildung und vernüftige Arbeitsbedingen zu investieren, fangen die prompt an zu jammern.

    Einfach nur widerlich.
  3. #3

    Fehlen jedoch....

    Zitat von Altvater Beitrag anzeigen
    Beschissene Bezahlung, beschissene Arbeitszeiten, beschissene Ausbildung, beschissene Zukunftsaussichten.
    .. die häufig ebenso ...hm... Vorgesetzten und Ausbilder sowie der wirklich besch.... Umgangston unter Stress - und den haben die tagtäglich.
  4. #4

    Abi

    mit 3,1.
    Keine Chancen. Studieren? Numerus Clausus hier in NRW verbreitet eingeführt - aber keine Info uber die geforderten Noten zu erhalten. Kaufmann: Praktikum von 4 Wochen gefordert - und eigenes Auto! Anderes Praktikum 5 Tage - Du bist dieses Jahr der 13. und unser Chef hat noch nie einen Azubi eingestellt...
    Automobilkaufmann - aber nur mit Muckis, da fürs Lager zuständig...
    Zum K.tzen!
  5. #5

    optional

    Da haben doch sowohl die Industrie als auch die Politik lange Zeit vollkommen versagt. Es gab mal eine Zeit, da musste der Bäckerlehrling fast den Doktortitel haben um einen Ausbildungsplatz zu bekommen; im Anschluss wurde Hinz und Kunz genommen und auch Mädchen in Männerberufe gedrängt (mit welchem Erfolg?); jetzt ist es wieder mal soweit: Die Wirtschaft sucht und braucht. Na, dann soll die Politik der Wirtschaft doch bitte junge, fleißige, hochgebildete Lehrlinge mit 20 Jahren Berufserfahrung besorgen. Die gibt es nämlich in Polen und Spanien nur zur Genüge.
  6. #6

    Tja, Angebot und Nachfrage.

    Ich habe nicht einen Funken Mitleid mit den Unternehmen. Hört auf zu jammern, und seht zu, dass eure Ausbildungsplätze attraktiver werden.

    Ist halt immer das Gleich mit den Skla... äh, den Arbeitern von Heute. Freie Arbeitsplatzwahl und so...
  7. #7

    Zitat von lobbie Beitrag anzeigen
    mit 3,1.
    Keine Chancen. Studieren? Numerus Clausus hier in NRW verbreitet eingeführt - aber keine Info uber die geforderten Noten zu erhalten. Kaufmann: Praktikum von 4 Wochen gefordert - und eigenes Auto! Anderes Praktikum 5 Tage - Du bist dieses Jahr der 13. und unser Chef hat noch nie einen Azubi eingestellt...
    Automobilkaufmann - aber nur mit Muckis, da fürs Lager zuständig...
    Zum K.tzen!
    Naja, aber jammern bringt's doch auch nicht!!!

    Wieso suchen Sie sich nicht etwas, was Sie interessiert und bei der ASTA oder in der Studienberatung nach dem N.C. nachfragen.
    Oder eben eine richtige Ausbildung beginnen, die mit dem Wunschberuf korreliert und dann nach den Wartesemestern mit dem Studium beginnen?

    Eine Freundin hatte ein schlechteres Abi (allerdings ein bayerisches) aufgrund ihrer Jugend und ihrer Nervosität (wir waren aufgrund der Privatschule "Sonstige Bewerber", konnten also keine Punkte sammeln und nur die reine Abiturprüfungsnote zählte) , hatte auch beim Medizinertest Prüfungspanik und konnte so natürlich kein Studium der Medizin beginnen. Was tun? Eine Ausbildung zur Krankenschwester! Nach 3 Jahren wurde ihr die Ausbildung für das AIP angerechnet und heute ist sie erfolgreiche Kinderärztin.

    BTW: Ich hatte in den Semesterferien viel schlechtere Jobs - und auch viel bessere. Als Schülerin habe ich jahrelang im Restaurant ausgeholfen und konnte mir damit meinen eigenen Golf kaufen, als ich 18 wurde. So übel ist das nicht.

    Wenn Sie allerdings nur dem Geld hinterherrennen und sonst keinen Plan haben, dann können Sie allerdings einpacken, als "nur Abiturient" haben Sie tatsächlich nichts besonderes in der Tasche, um sich von den anderen abzusetzen.
  8. #8

    Was für ein Beispiel.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    [...]"Nicht jeder wird sofort Jamie Oliver"[...]
    Der Fachkräftemangel im Hotel- und Gaststättengewerbe hat mit der vorgeschützten mangelnden Ausbildungsreife der Bewerber ungefähr soviel zu tun wie die Koch'künste' eines Jamie Oliver mit dessen Medienpräsenz. Die ordentlichen Ausbildungsbetriebe, die es ja auch in diesem Bereich (wenn auch häufiger in CH als in D) gibt, würden Jamie die Tür weisen. Nur Schaumschlagen reicht nicht für einen guten Koch.

    Grüße, tutmosis
  9. #9

    Da helfen auch die Fernsehköche nichts

    Wer irgendwas im Hirn hat, der merkt nach zwei Tagen, dass die Welt der Gastronomie und Hotellerie anders aussieht, als es in den Vorabendserien vorgegaukelt wird. Schlechte Bezahlung, rauher Umgangston, viel Alkohol/Nikotin und wenig Anerkennung von den Gästen. Besonders die Hotellerie lebt mit zwei großen Lügen: Wer sich im Luxus bewegt, gehört noch lange nicht dazu, denn die spannenden Leute stehen vor den Tresen und die Mär "vom Tellerwäscher zum Hoteldirektor": Hoteldirektor kann nicht jeder werden - bei 400 Angestellten meistens nur das rücksichtsloseste A....