Reaktionen auf Ullrich-Geständnis: "Zu wenig und viel zu spät"

REUTERSJan Ullrich sagt im "Focus", er habe mit Eigenblut gedopt - aber keine verbotenen Substanzen benutzt. Dopingjäger Werner Franke bezichtigt ihn nun der Lüge. Auch Radsport-Präsident Scharping und DOSB-Präsident Bach sehen das Geständnis kritisch.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/ja...-a-907320.html
  1. #1

    Aufmerksamkeit

    Es wurde ruhig um Herrn Ulrich - deshalb rückt er scheibchenweise mit dem Gedöns raus. Damit sein Name mal wieder in der Presse erscheint. Langweilig - wen interessierts eigentich noch? Alle von den Herren dopen - mehr muss man doch gar nicht wissen, um das Thema Radsport abzuhaken.
  2. #2

    Es sollte nicht unerwähnt bleiben,

    obwohl hier ja nur ein offenes Geheimnis verkündet wurde, welches nicht gerechtfertigt werden kann:
    Der Radsport ist auch deshalb anfälliger Prügelknabe, weil ohne Lobby. Das nämlich Radael Nadal und dreiviertel der Spieler von ReaalMadrd auch zum Fuentes- Klientel gehör/ten; interssiert seit Langem niemand- die entsprechenden Verbände (und Interessen) sind zu stark...- hier traut sich nicht einmal ein Nachfrager aus der Deckung.
  3. #3

    Schade

    Natürlich war Jan Ullrich im Jahr 97 unser Tour de France Held, aber nur mit Apfelsaft kommt man nunmal nicht über die Berge. Trotzdem hat er viel zu spät reinen Tisch gemacht, hat viel zu lang gewartet und getäuscht, hat damit Andere gedeckt. Er hat seinen Sport, seine Fan's, die Tour de France lächerlich gemacht und verraten!
  4. #4

    Das hat doch jeder gewusst.

    Das er gedopt hat war laenglich bekannt. Damals noch verhement abgestritten, allen gedroht die behaupten er wuerde dopen und jetzt auf einmal will er ehrlich sein? Zu spaet mein Freund. Was will er denn jetzt noch? Vergebung der Oeffentlichkeit damit er wieder schoen Werbung in eigener Sache machen kann? Zu spaet. Er hat gedopt und muss damit selber klar kommen. Kann er ja auch privat mit sich selber regeln. Er muss deshalb ja auch kein schlechter Mensch sein. Aber was soll jetzt das ganze oeffentliche Getue und die Aufklaerung? Meint er dann, dass alle ihn wieder lieb haben werden und er wieder Werbung machen kann? Dafuer ist es zu spaet. Viel zu spaet. Sein oeffentliches Gestaendniss ist wie blanker Hohn.
  5. #5

    Doping ist zu verurteilen ohne wenn und aber

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jan Ullrich sagt im "Focus", er habe mit Eigenblut gedopt - aber keine verbotenen Substanzen benutzt. Dopingjäger Werner Franke bezichtigt ihn nun der Lüge. Auch Radsport-Präsident Scharping und DOSB-Präsident Bach sehen das Geständnis kritisch.

    Jan Ullrich: Reaktionen auf Eigenblut-Doping-Geständnis - SPIEGEL ONLINE
    Und vor allem ist ein Sportsystem (Funktionäre, Sportmedizin, Organisatoren,Journalisten,Verbände etc.) zu verurteilen, daß Sportlern keine Chancengleichheit bietet.
    Es ist davon auszugehen, daß die Wenigsten von Anfang an mit den Gedanken rangehen, sich durch Doping Vorteile zu verschaffen, viele werden irgendwann mit Dopen beginnen, um überhaupt eine Chance im Dopingsport zu bekommen.
    Wenn hier einige Funktionäre wieder glauben Klugreden zu müssen,
    Ullrich kam quasi noch als Kind zum bundesdeutschen Radsport und wurde dort zum Dopen herangeführt.
    Und ja, die Dopingvergangenheit der Bundesrepublik Deutschland harrt noch immer der Aufklärung.
    Einige Sportler tragen von sich heraus zur Aufklärung bei, die Verantwortlichen aus Sport und Politik verweigern eine solche weiterhin beharrlich!
  6. #6

    Dopingjäger-Hexenjäger

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jan Ullrich sagt im "Focus", er habe mit Eigenblut gedopt - aber keine verbotenen Substanzen benutzt. Dopingjäger Werner Franke bezichtigt ihn nun der Lüge. Auch Radsport-Präsident Scharping und DOSB-Präsident Bach sehen das Geständnis kritisch.

    Jan Ullrich: Reaktionen auf Eigenblut-Doping-Geständnis - SPIEGEL ONLINE
    Jeder Mensch mit Verstand muss doch merken, das Doping in der heutigen Form des Leistungssports unverzichtbar ist. Einen Dopingfreien Leistungssport wird es nie geben. Jeder tut es, aber keiner darf es zugeben. Und warum? Weil die Sportler letztlich als Sündenböcke herhalten müssen, die kassieren die harten Strafen. Sportärzte, Trainer, Teamchefs und Funktionäre sind fein raus.
  7. #7

    Tour de France

    In einer Woche geht es los.
    In jeder Beziehung(Rad-Sport, Doping, usw.):
    the same procedure as every year, gähn
  8. #8

    Siegfried Köhler ...

    Zitat von antirechthaber Beitrag anzeigen
    Jeder Mensch mit Verstand muss doch merken, das Doping in der heutigen Form des Leistungssports unverzichtbar ist. Einen Dopingfreien Leistungssport wird es nie geben. Jeder tut es, aber keiner darf es zugeben. Und warum? Weil die Sportler letztlich als Sündenböcke herhalten müssen, die kassieren die harten Strafen. Sportärzte, Trainer, Teamchefs und Funktionäre sind fein raus.
    ... (den Namen aber schnell vergessen) war vor der sogenannten "Wende", die eher einer Kenterrolle entspricht (untertauchen und nach einer mittleren Weile an gleicher Stelle wieder auftauchen), Volleyballtrainer bei Dynamo Berlin und gelegentlich auch DDR-Nationaltrainer.
    Nach 1990 wurde er im "Westen" Nationaltrainer und danach Sportdirektor des DVV (das ist der Volleyballverband der BRD)), obwohl viele wussten oder annehmen konnten, dass er an seine Sportlerinnen Dopingpillen verteilte. Ich kenne den Herrn persönlich seit seiner Assistenztrainerzeit in Leipzig und kann meine Aussagen belegen.
    Im Volleyball immer noch keine Aufarbeitung. Der kürzlich verstorbene Trainer Jenter (u.a. Weltmeister 1970) wird heute noch gedeckt auch wegen anderer, viel schwerwiegenderer Vergehen (ein milder Ausdruck für seine Untaten), die aktenkundig sein sollten.
    Mich hat das Wissen darum meine Trainerkarriere erheblich behindert.
    Entschuldigung, dass es nicht den Radsport oder Fußball betrifft.
  9. #9

    1000 Worte

    In Erinnerung geblieben ist sein minutenlanges Schweigen bei Reinold Beckmann, als er gefragt wurde, was für ihn denn Doping sei. Das sagte in der Tat mehr als die berühmten 1000 Worte.