Zum Tod von Robert Enke

Er war ein großartiger Fußballer und ein sensibler Charakter. Robert Enkes Karriere verlief extrem wechselhaft. Nun hat er sich das Leben genommen. Wie behalten Sie Robert Enke in Erinnerung? Wie sehen Sie seinen tragischen Tod?
  1. #1420

    Video

    Zitat von desktopper Beitrag anzeigen
    Das Video um das es ging, ist von der Seite entfernt, das steht ganz oben auf der Seite.
    Es sind aber noch weitere Videos von der Trauerfeier auf der Seite, die natürlich nicht beanstandet wurden.
    Kann sein. Vorhin, wo ich auf den Link geklickt habe, hebe ich einige angeschaut. Es war eines dabei, bei dem der Originalton ausgeblendet war, und stattdessen wohl verschiedene Original Laufbänder eingeblendet waren. Dazu war es mit der Musik von (ich vermute mal) Enja hinterlegt. Eine Verunglimpfung war das aber auch nicht.

    Auf die Musikhinterlegung hatte ich mich mit dem Ausdruck "Homage" bezogen - am Ende kam noch ein Bild vom Robert Enke. Wenn man aus ihm heute, schon ein paar Tage nach seinem Tode, einen Jumi Hendrix, John Lennon, Elvis Presley, Jim Morrison, oder James Dean macht, ist das vielleicht nicht angebracht, weil die Werke eines Fussballers keinen längeren Bestand haben. Eine derartige Überhöhung als Verunglimpfung zu betrachten, ist aber sehr sehr an den Haaren herbeigezogen. Wenn dieses Video ironisch gemeint sein sollte - was ich mir nicht vorstellen kann - dann hätte es bestimmt einen entsprechenden Titel oder Kurzkommentar in diese Richtung gegeben.
  2. #1421

    und eben sehe ich nen Beitrag über ne 5-jährige Stapplerin.
    Bei Johannis B. Kerner.
    Was ein medialer Depp.
    Widerlich.

    Hat der nicht noch irgendwie den Tod von Herrn Enke zu verarbeiten?

    Da ist er ja schon wieder. Der "Hoch-jubler-Kerner"
  3. #1422

    Zitat von turo Beitrag anzeigen
    Ich finde in dem ganzen Thread keinen Sinn mehr.
    Warum??.
    Weil ich eben mal wieder nen TV-Beitrag von Johannes B. Kerner geehen habe. In dem er 5-jährige "hypt".
    Das ist so widerlich. Ich kann gar nicht so viel essen wie ich k..... möchte
  4. #1423

    Zitat von catalina67 Beitrag anzeigen
    Das Stadion von Hannover'96 sollte in Robert-Enke-Stadion umbenannt werden, das wäre ein wirkliches Zeichen, um ihn in Erinnerung zu behalten. Oder waren es wieder nur Lippenbekenntnisse, die abgegeben wurden?
    .....

    Wenn jedem Suizideur in Deutschland ein Stadion gewidmet werden soll, müssen aber noch einige Tausend Stadien gebaut werden...
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  5. #1424

    Zitat von desktopper Beitrag anzeigen
    (Das Folgende bezieht sich NICHT nur auf Beiträge von Ihnen).
    Nichts hat er damit am Hut und auch keiner und keine der 40000 im Stadion! An der Beerdigung hat keiner teilgenommen, sondern an einer TRAUERfeier.
    Das sagt Leuten wie Ihnen nicht viel, weil sie Gefühle wie echte Trauer nicht empfinden können und sie deshalb auch anderen absprechen, ja.....
    Ich schliesse mich diesem Beitrag an.
  6. #1425

    Zitat von Clarus234 Beitrag anzeigen
    ..und wer denkt an die Psyche der betroffenen Lokführer?? Habe Männer gekannt, die nach einem solchen Vorfall völlig fertig waren und niemals mehr einen Fahrstand betreten konnten, sondern wie Gefangene ständig in der Wohnung auf und ab gingen und mit den Türen knallten. Mithin, wenn schon einer aussteigen will, sollte er vielleicht von einer Brücke springen und Unbeteiligte damit nicht belasten
    Erstaunlich, wieviele Menschen hier im Forum sich äußern, die Zugführer kennen, die wie verzweifelt in einem Käfig hin und her laufen. Und wieviele schon oft an zerfetzten Leichen vorbeigefahren sind.

    Wem wollen Sie den Ihren Ratschlag mit der Brücke unterbreiten. Erkennen Sie vorher wer plant sich das Leben zu nehmen. Und von welcher Brücke? In den Fluß geht nicht, weil der Körper sich automatisch gegen das Ertrinken wehrt.
    Oder auf die Autobahn, wo er Unfälle produziert und Menschen in Lebensgefahr bringt. Oder durch eine Kugel in den Kopf, wobei die Gefahr besteht ein lebender Leichnam zu werden? Oder Aufhängen, wobei der Strick reißen kann oder der Balken bricht. Oder durch Vergiften, wo einem der Magen ausgepumpt wird.

    Bleibt nur der Sturz aus dem 10.Stock oder das Werfen vor den Zug, der einen Erfolg garantiert. Und wenn ich mir meine Zeitung hole, vermeide ich immer noch das Quadrat zu betreten, auf dem ich ein aufgeklatsches Mädchen habe liegen sehen. Und einen Passanten den sie verletzte vor dem Aufschlagen. Das Einzige, dass wir wirklich versuchen müssen
    ist die Umstände, die zu dem Wegwerfen des Lebens führen, so weit wie möglich zu eliminieren.

    Nicht die Depression führt zum Selbstmord, sondern die Umstände, die zur Depression führen. Das sind Schuldgefühle, Geldprobleme, Erfolgsdruck, Mobbing, Liebeskummer, Einsamkeit, unheilbare Krankheit und so weiter. Nicht alles können wir eliminieren, Aber einiges können wir lindern. Man kann kein Mädchen zwingen mit einem Jungen nicht Schluss zu machen, aber man kann es schonender
    tun, als mit einem abrupten: "Ich habe einen Anderen". Nicht zu mobben dürfte auch nicht schwer sein und einsame Menschen in den Arm nehmen. Und Zeit für sie zu opfern.

    Liebe und Zeit ist das Allerwichtigste und wichtiger als jede professionelle Therapie. Ich habe eine fürchterliche Angewohnheit. Ich berühre Menschen gerne. Manche sehen mich entsetzt an, aber andere schenken mir dafür ein dankbares
    Lächeln.

    manchmal trete ich auch ins Fettnäpfchen. Heute Nachmittag
    habe ich in einer Schlange gestanden, als vor mir ein etwa 10jähriges Mädchen eine Magazin kaufen wollte, ihr aber 50 Cent fehlten, als ich ihr trauriges Gesicht sah, konnte ich nicht umhin 50 Cent der Verkäuferin zu geben. Das Mädchen wollte es nicht annehmen, aber ich habe sie überzeugt. Das und das ich nun unerwartet weitere 50 Cent rauskramen musste, benötigte natürlich Zeit und schon fin g das Gemurmel hinter mir an. Wegen dem verpasse ich meinen Zug und weiter hinten so etwas wie, ein alter Knacker der sich an Kinder macht und noch weiter hinter ein Gemurmel, was sich so anhörte wie Kinderschänder.

    In was für einer Gesellschaft leben wir.
    zu umarmen
  7. #1426

    Zitat von GlassOnion Beitrag anzeigen
    Ich bin eine junge Frau von 27 Jahren, ich begleite Hannover 96 seit Jahren im Stadion, bin mit dem Herzen dabei und ich fühle mich meiner Heimat verbunden.
    Ich denke, dass ich dazu in der Lage bin, atomsphärische Eindrücke aufzunehmen, ich habe eigene wahrhaftige Gefühle, bin aber nicht blind gegenüber .....
    Danke für diesen Beitrag. Ich habe die Trauerfeier am TV verfolgt. Vorab hatte ich auch ein ungutes Gefühl ob eventueller Entgleisungen. Diese Befürchtung war unbegründet. Die Entscheidung der Familie und des Vereins, diese Form zu wählen, war richtig.
  8. #1427

    Zitat von mickis Beitrag anzeigen
    Volle Zustimmung ... PV zur Trauerfeier, gehts noch? Frage ist wirklich, ob sich das ein R.E. in seiner "Verfassung" so gewünscht hätte.
    Ob es der Robert so gewollt hätte ist erst mal Egal. Es war der Wunsch seiner Frau, die Ihren Mann wohl besser kannte als alle anderen. Und der Wunsch der Frau ist Kommentarlos zu repektieren!!! Und diejenigendie Trauerfeier gestern Pietätlos fanden, haben ehrlich gesagt, schwer einen an der Klatsche. Die Trauerfeier war sehr angemessen, und jeder Redner hat den richtigen Ton getroffen. Und für die, die diese Trauer immer noch nicht verstehen können, sollten sich wohl mal genauer mit der Person Robert Enke beschäftigen. Es gibt wohl kaum jemanden, der trotz seiner eigenen Probleme, den Verlust seiner Tochter Lara so sozial engagiert war wie Robert Enke. Auch sollte man sich die Interviews die er gegeben hat einmal zu Gemüte führen, vielleicht wachen hier einige mal auf und schreiben nicht mehr soviel Unsinn! Unglaublich wie kalt einige sind.
  9. #1428

    Recht auf Trauer

    Zitat von aqualung Beitrag anzeigen
    Es ist aber auffällig, wieviele Menschen sich berufen fühlen sozusagen stellvertretend, zum Teil in wüster Sprache, Vorwürfe an Robert Enke zu richten.

    Dazu ist IMHO genau eine Person berechtigt: der betroffene Lokführer. Ob und in welcher Form er dieses tut oder tun wird, sei ihm überlassen. Soweit ich weiss, hat er keine Stellvertreter autorisiert.
    Dem kann ich nur voll zustimmen.
    Und noch eins: Jeder hat ein Recht auf seine Trauer. Von Frau Enke bis zum letzten Fan. Und wie berechtigt dies sei oder wie intensiv oder aus welcher Motivation heraus diese erlebt wird, ist die Sache jedes Einzelnen. Und darüber sollte niemand richten oder dies relativieren, wie man es jetzt so oft lesen kann.