Proteste in Brasilien: Frohsinn und Fußball reichen nicht mehr

AP/dpaBrasiliens Fußballer jubeln über ihren Halbfinal-Einzug beim Confed Cup. Doch die Demonstranten vor dem Stadion in Fortaleza lassen sich davon nicht beeindrucken. Die Proteste überschatten längst das Sportfest - und stellen die Spieler vor ein Problem.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-906810.html
  1. #1

    Erinnert sehr an die Türkei. Erst wird wegen der WM protestiert, jetzt wird schon ein ?besseres Brasilien? gefordert. Mal sehen wo sich das hinentwickelt.
  2. #2

    Keine schlechte Entwicklung!

    Endlich wachen die Ersten auf und erkennen, dass sie selbst diejenige Zielgruppe ist, zu deren Lasten dieser Sport geht. Wie überall, wenn es um Großveranstaltungen geht! Einige wenige profilieren sich auf Kosten der Veranstalter und Sponsoren. Die Leistungen der Sportler finden meine hohe Anerkennung, aber: Sport ist die schönste Nebensache, mehr auch nicht. Zumal sehr viel Randsportarten wie in der Leichtathletik zu finden oder Gewichtheben, mindestens denselben Einsatz erfordern und überhaupt nicht honoriert werden, aber quasi als "Begleiter" der großen Veranstaltungen willkommen sind.
  3. #3

    Höchste Zeit

    Es war höchste Zeit, dass das brasilianische Volk mal gegen die eitel-Sonnenschein-Philosophie der politischen Gerne-Gross-Kaste wehrt, die sich schon auf der Zielgeraden zur Weltmacht wähnten, während Millionen in Slums ohne Perspektive leben müssen. Und dann kommt WM und Olympia und einige dieser ärmsten verlieren sogar noch ihr jämmerliches Heim, damit irgendein Favela dem Sport Touristen nicht so unangenehm ins Auge sticht oder weil Platz für einen Parkplatz benötigt wird...

    Brasilien ist eben doch noch ein Entwicklungsland, aber nur mit gutem Willen ein Schwellenland was die sozialen Verhältnisse angeht.
  4. #4

    10 Jahre wirtschaftliche Verbesserung - der Sozialisten durch Korruption

    Wer kennt das schöne Brasilien? Frohe Menschen, schöne Landschaften und Strände. Unter Cardoso und früher gab es soziale Probleme. Am schlimmsten wurde es jedoch mit den großen sozialistischen Hoffnungsträgern.
    Luiz Inacio Lula da Silva der Hoffnungsträger der Armen wurde zum Heilsbringer für die Sozialisten - frei nach dem Motto: Wer in der Partei ist, fülle sich die Taschen.
    Um dieses System beizubehalten hat Lula selbst seine Nachfolgerin ausgesucht, Dilma Rousseff, eine gebürtige Bulgarin, von Kindheit gewohnt in solchen Systemen zu leben.
    Die Korruption wurde weiter verfeinert. Staatliche Aufträge wurden storniert, um nochmals Kasse zu machen.
    Ein Land, welches aufgrund seines Reichtums unter den Top 5 der Welt stehen könnte - siehe Argentinien.
    Es zeigt wieder einmal auf traurige Weise, wie vermeintliche Heilsbringer erstmal gierig sich selber ihre sozialistischen Taschen füllen möchten, frei nach dem Motto "In den x-Jahren meiner Herrschaft muss ich von 0 Kapital auf 100 kommen.
  5. #5

    Was habe ich da ...

    [QUOTE=nadennmallos;13021708] ....Einige wenige profilieren sich auf Kosten der Veranstalter und Sponsoren. ...

    ... für einen Mist geschrieben?!?!, es muss heißen: Einige wenige, dazu gehören Veranstalter und Sposoren, profilieren sich auf Kosten vieler Sportbegeisterter. Sorry.
  6. #6

    Geheuchelter Frohsinn reicht nicht mehr

    Zitat von LeBreton Beitrag anzeigen
    Die Korruption wurde weiter verfeinert. Staatliche Aufträge wurden storniert, um nochmals Kasse zu machen.
    Ein Land, welches aufgrund seines Reichtums unter den Top 5 der Welt stehen könnte - siehe Argentinien.
    .
    Endlich - denn nach wie vor gilt der altrömische Spruch: Brot und Spiele.
    Aber wenn das "Brot" für die breite Masse nicht stimmt - lässt sich diese auch mit "Spielen" nicht mehr ruhig halten.

    Und genau das ist das Faustpfand, das die "Aufständischen" haben, und mit dem sie die Herrschenden erpressen können - die gefühlte Sicherheit bei den Spielen.

    Ich hoffe, dass diese Erkenntnis auch bei zukünftigen olympischen Spielen zum Tragen kommt.
  7. #7

    Fußball-WM und andere Unsinn

    Zitat von drmedwurst Beitrag anzeigen
    Erinnert sehr an die Türkei. Erst wird wegen der WM protestiert, jetzt wird schon ein ?besseres Brasilien? gefordert. Mal sehen wo sich das hinentwickelt.
    Es erinnert nicht nur an die Türkei, sondern es zeigt sehr deutlich auf, dass die Menschen die übertriebenen Spiele jeglicher Art satt haben, es geht nur um Profite einiger wenigen und das zu Lasten der Bürger jedes Landes.
    Macht endlich damit Schluß, der einfache Bürger hat doch nichts davon, denn wer kann sich schon eine so hoch überteuerte Eintritsskarte erlauben?
    Auch Deutsche konnte das nicht bezahlen, es waren meines Erachten Verrückte die diese Karten gekauft hatten.
    Jedes Land hat eine ernorme sehr teure Leistung zu vollbringen, dafür bleiben die normalen gesellschaftlichen Aufgaben liegen und nur weil die Herren sich präsentieren wollen, tut das gefälligst auf eure eigenen Kosten.
    Ob Olympia Fußball-WM, andere Sport-WMs, oder Weltausstellungen, sie alle werden schon lange zu groß aufgezogen und sie alle haben mit dem was sie eigentlich sein sollten nichts mehr zu tun.
    Geht alle auf die Straßen und zeigt das ihr gegen diese Protzveranstalungen seid.
    Die Arroganz der Politik und ihrer vielen Handlanger sind zu oft der Grund für all diese Demonstrationen, so war es auch am 17. Juni 1953 in der DDR.
    HR
  8. #8

    Wann kapiert endlich der Letzte,

    dass die ganzen Sportgroßveranstaltungen (Olympia, Weltmeisterschaften etc.) eigentlich nur große "Kapitalistenspiele" sind. Den Investoren vor Ort in Brasilien und der Regierung sind doch die Armen total egal. Hauptsache Brasilien hat gezeigt, wie "Weltoffen" sie sind usw...dieses Geschwafel...Die Brasilianischen Fußballer verdienen Millionen, sie schwimmen im Geld, Konzerne nutzen die Öffentlichkeit um die Weltmeisterschaft und fahren ebenfalls Millionen und Milliarden ein, während hingegen der durchschnittliche Brasilianer draußen bleiben muss (hohe Eintrittspreise) und weiter in bitterer Armut leben müssen.

    Ich hoffe, es ist erst ein Anfang des Aufstandes der Armen!!
  9. #9

    Nur tun sich natürlich...

    Zitat von r.weidenfeller Beitrag anzeigen
    dass die ganzen Sportgroßveranstaltungen (Olympia, Weltmeisterschaften etc.) eigentlich nur große "Kapitalistenspiele" sind. Den Investoren vor Ort in Brasilien und der Regierung sind doch die Armen total egal. Hauptsache Brasilien hat gezeigt, wie "Weltoffen" sie sind usw...dieses Geschwafel...Die Brasilianischen Fußballer verdienen Millionen, sie schwimmen im Geld, Konzerne nutzen die Öffentlichkeit um die Weltmeisterschaft und fahren ebenfalls Millionen und Milliarden ein, während hingegen der durchschnittliche Brasilianer draußen bleiben muss (hohe Eintrittspreise) und weiter in bitterer Armut leben müssen.

    Ich hoffe, es ist erst ein Anfang des Aufstandes der Armen!!
    die Armen schwer, in deren Land zufällig keine WM, Olympische Spiele usw. stattfinden. Werden die auch von uns gehört? Ich glaube nicht, siehe Bahrain, was war der Aufruhr groß als die F1 dort fuhr, und was jetzt? Die Fußballer, Funktionäre usw verdienen ihre Mio's auch ohne dass mal wieder eine WM stattfindet, wo bleibt da der #Aufschrei?