Mögliche neue Materieform: Physiker entdecken mysteriöses Teilchen

KEK High Energy Accelerator Research OrganizationEs ist viermal so schwer wie ein Proton, sehr kurzlebig und elektrisch geladen: Ein parallel an zwei Beschleunigern nachgewiesenes Teilchen lässt Forscher rätseln. Es heißt Z(3900) und könnte aus vier Quarks bestehen - das wäre ein Novum.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-906452.html
  1. #1

    Das Universum ist Klasse

    es kommt nie Langeweile auf.
    jedesmal wenn wir glauben das die Antwort vielleicht doch 42 ist, kommt es daher und zeigt uns etwas was noch viel seltsamer ist.
  2. #2

    4 Quarks

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist viermal so schwer wie ein Proton, sehr kurzlebig und elektrisch geladen: Ein parallel an zwei Beschleunigern nachgewiesenes Teilchen lässt Forscher rätseln. Es heißt Z(3900) und könnte aus vier Quarks bestehen - das wäre ein Novum.

    Neue Materieform: Physiker entdecken mysteriöses Teilchen - SPIEGEL ONLINE
    Sollte es vielleicht doch eher heißen: "2 Quarks und 2 Antiquarks"? Wegen Farbneutralität und ganzzahliger elektrischer Ladung. Ein "Doppelmeson" quasi...
  3. #3

    Anspruchsvoller Artikel

    Stelle mich nicht gegen diese neuen Erkentnisse, Allerdings sind 10 hoch -23 Sekunden Lebensdauer sehr kurz. Und 466 Events bei Millionen Messungen wäre in der Chemie ein Messfehler bzw. Geräte-und oder Versuchsaufbauanomalie. Ist dies mal unabhänig überprüft worden oder handelt es sich hier um ein Artefakt dem man nachjagt? Wenn Forscher etwas finden wollen, sehen sie es irgenwann! Wäre gut wenn die Leute in Genf am LHC CERN den Versuch mal nachstellen und die Resultate verifizieren
  4. #4

    D. Adams

    Zitat von felisconcolor Beitrag anzeigen
    es kommt nie Langeweile auf.
    jedesmal wenn wir glauben das die Antwort vielleicht doch 42 ist, kommt es daher und zeigt uns etwas was noch viel seltsamer ist.
    Die Antwort ist 42.

    Nur, die Wissenschaftler glauben es n o c h nicht.
    Dies ganzen Experimente liegen noch vor 42...
  5. #5

    Energieunschärfe

    Zitat von donald_rumsfeld Beitrag anzeigen
    Stelle mich nicht gegen diese neuen Erkentnisse, Allerdings sind 10 hoch -23 Sekunden Lebensdauer sehr kurz. Und 466 Events bei Millionen Messungen wäre in der Chemie ein Messfehler bzw. Geräte-und oder Versuchsaufbauanomalie....
    "10 hoch -23 Sekunden Lebensdauer"
    ergibt dann auch eine prinzipiell unbestimmte (genaue) Masse, nach Heisenberg. Und das mit den "Messfehlern", da gibt es schon ziemlich gute Filter inzwischen...
  6. #6

    Lebensdauer ?

    Zitat von donald_rumsfeld Beitrag anzeigen
    Stelle mich nicht gegen diese neuen Erkentnisse, Allerdings sind 10 hoch -23 Sekunden Lebensdauer sehr kurz.
    Für mich stellt sich da noch eine andere Frage:

    Wenn dieses Teilchen nach einer Kollision mit fast Lichtgeschwindigkeit (ca. 300*10^6 m/s ) wegfliegt, müsste der Detektor schon ziehmlich nahe am Kollisionszentrum dran (und winzig) sein, damit das Teilchen während seiner Lebensdauer noch erfasst werden kann.

    Wie wurde nun dieses Teilchen nachgewiesen?
  7. #7

    1+1=3

    Wenn ich das Ganze richtig verstehe, handelt es sich nicht um ein Teilchen, sondern um zwei Teilchen, die sich knapp 10^-23 Sekunden lang ganz doll lieb haben.
  8. #8

    Zitat von Tom07 Beitrag anzeigen
    Für mich stellt sich da noch eine andere Frage:

    Wenn dieses Teilchen nach einer Kollision mit fast Lichtgeschwindigkeit (ca. 300*10^6 m/s ) wegfliegt, müsste der Detektor schon ziehmlich nahe am Kollisionszentrum dran (und winzig) sein, damit das Teilchen während seiner Lebensdauer noch erfasst werden kann.

    Wie wurde nun dieses Teilchen nachgewiesen?
    Wie alle kurzlebigen Teilchen, über seine Zerfallprodukte.

    Vereinfacht(!) vorgestellt:

    Ein kurzlebiges Teilchen zerfällt in zwei Protonen, die werden beide nachgewiesen (mit Flugbahn). Wenn man dann feststellt, indem man die Flugbahn zurückverfolgt, daß die zum gleichen Zeitpunkt am gleichen Ort waren, dann "entstehen" die dort, und zwar, weil dort ein anderes Teilchen "zerbrochen" ist. Die Masse des Teilchens kann man dann aus der Flugbahn unserer beiden Protonen berechnen (habe ich vergessen, wie das geht).

    Komplizierter wird es natürlich, wenn Teilchen A in Teilchen B + ... zerfällt, Teilchen B aber auch kurzlebig ist und in C und D zerfällt ... Dann muß man schon Detektivarbeit leisten.
  9. #9

    Holzweg

    Das ist doch alles "alte Physik". Wir denken immer noch in "Teilchen" – ein Spiel mit kleinen Kügelchen auf einem Subatomaren Billardtisch.
    Wirklich weiter kommen wir in der Physik erst, wenn wir begreifen, das Materie körperlos ist.