Kritik von Attac: Großteil der Griechenland-Milliarden ging an Banken

DPAWer profitiert von der Griechenland-Rettung? Jedenfalls nicht die Bürger, behaupten die Globalisierungskritiker von Attac. Sie haben errechnet, dass mehr als drei Viertel der Hilfskredite an Banken und Anleger geflossen sind. Das ist aber allenfalls die halbe Wahrheit.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-906065.html
  1. #1

    Teilweise haben sie recht ...

    So wie die Rettungspakete ausgelegt sind, muss ich ATTAC zustimmen, dass die Rettungspakete nicht wirklich den Leuten helfen, sondern sich eher der Eindruck aufdrängt, dass ihre Aufgabe ist, den Zusammenbruch zu verschleppen damit die internationalen Kreditgeber, was auch z.B. die deutschen Banken sind, ihre Verluste zu verringern können.
  2. #2

    optional

    Zitat: "Denn ohne vernünftig ausgestattete Banken könne eine Volkswirtschaft nicht funktionieren."

    Sicher eine "alte" Lehre der Volkswirtschaften. Das müsste man bei den heutigen "Banken" mal ausprobieren.
  3. #3

    Wer hätte das gedacht?

    Die Banken kassieren billiges Geld für 0,5 % und deren Kunden weigern sich doch tatsächlich das Geld gegen die teuren Kredite aufzunehmen...
  4. #4

    ...

    [Quote]
    "Die weit verbreitete und von europäischen Politikern öffentlich vertretene Position, dass das Geld der sogenannten 'Rettungspakete' den Menschen in Griechenland zugutekommen würde, ist damit widerlegt" [/qoute]

    Griechenland hat eine Schuldenkrise und Schulden hat man nuneinmal bei Banken und Anlegern.
    Die Griechen kaufen deutsche Produkte über Kredit bei deutschen Banken und am Ende gibt Deutschland Griechenland Geld damit sie ihre Schulden bei deutschen Banken zahlen können.

    Wie man es dreht und wendet der Verlierer ist die deutsche Bevölkerung, die Griechen haben auf kosten anderer auf pump gelebt und nun zahlen wir noch deren Schulden.
  5. #5

    ---

    Die Zahlen sind vielleicht leicht zugänglich, aber zumindest hat Attac diese genannt, in der Stellungsname unserer Regierung, fehlen diese wie so oft völlig. Da muss man sich auf schwammige Aussagen verlassen, die 5 Hintertürchen + doppelten Boden enthalten. Und alternativlos ist es ja eh. ;-)
  6. #6

    optional

    Es ist bekannt und auch logisch, dass die Hilfskredite an jene Akteure geflossen sind, die dem griechischen Staat Geld geliehen haben.
    Nein, es ist überhaupt nicht logisch. Wer jemandem etwas leiht, hat ein Risiko für einen Totalausfall. DESHALB GIBT ES ZINSEN. Die Banken hätten eigentlich abgesichert sein müssen.

    Waren sie aber nicht. Das ist das Problem. Die Zahlungen hätten nie erfolgen dürfen, wenn Bankenlobbyisten und deren willfährige, korrupte Politiker die Gesetze nicht ausgehebelt hätten, dann hätten wir keine Krise.
    Wo ist also hier die "halbe Wahrheit"? Was Attac da sagt, ist die ganze Wahrheit.
  7. #7

    Es gibt eine Alternative für den Staat...keine neuen Schulden.

    Es ist schon eine widersinnige Situation. Auf der einen Seite spricht man von den bösen Kapitalanlegern, auf der anderen Seite wünscht man sich aber, dass genau diese Gruppe dem Staat weiterhin für einen geringen Zinssatz Kredite vergeben. Wenn man schon so gegen die Staatsanleihen ist, dann sollte der Staat eben keine neue Schulden mehr machen und die alten ablösen. Aber viele haben sich selbst in eine Situation gebracht, in der sie nicht mehr in der Lage sind genügend Geld einzunehmen. Die Alternative wäre den Staat pleite gehen zu lassen. Verbunden mit einem Sturm auf die Banken und entsprechenden Schockwellen in ganz Europa.
  8. #8

    Ross und Reiter nennen

    Bitte auch die Banken benennen. Wer waren diese Banken, aus welchen Laendern?
    1. Frankreich
    grosser Abstand, ca. 50 Mrd

    2. Deutschland

    Deutschland wollte vor 2 Jahren einen Schuldenschnitt nur Frankreich war dagegen.
  9. #9

    Boah

    welch neue Erkenntnisse. Diese sind dem politisch und wirtschaftlich interessierten Bürgern schon seit Jahren bekannt.
    Der Rest, der nicht an die Banken ging, landete in der unproduktiven Staats- und Beamtenfinanzierung.