Mobilfunk: Der Apps-Boom

Zusatzprogramme für Multimedia-Handys stoßen auf wachsende Begeisterung - bei den Nutzern, aber auch bei professionellen Software-Entwicklern und Hobby-Tüftlern. Sie alle wollen mitverdienen, doch das große Geschäft macht nur einer: der iPhone-Anbieter Apple.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,659046,00.html
  1. #1

    Trinkgeldrechner

    Also wenn ich das lese mit dem Trinkgeldrechner (was macht der? 10% auf die Rechnung draufschlagen?), dann bedauere ich es schon, nicht in so banalen Bahnen denken zu können...
  2. #2

    Multimedia muss sterben

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zusatzprogramme für Multimedia-Handys stoßen auf wachsende Begeisterung - bei den Nutzern, aber auch bei professionellen Software-Entwicklern und Hobby-Tüftlern. Sie alle wollen mitverdienen, doch das große Geschäft macht nur einer: der iPhone-Anbieter Apple.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,659046,00.html
    Für die meisten Leute wäre es erheblich sinnvoller, wenn sie in der Lage wären, mal 200 Seiten eines Buches zu lesen, anstatt sich das Gehirn mit vielen bunten Bildchen wegzudaddeln.
  3. #3

    .

    Zitat von DJ Doena Beitrag anzeigen
    Also wenn ich das lese mit dem Trinkgeldrechner (was macht der? 10% auf die Rechnung draufschlagen?), dann bedauere ich es schon, nicht in so banalen Bahnen denken zu können...
    Das Program kann schon ein bischen mehr als 10% draufschlagen, was ich allerdings nicht verstehe, sind die 2000Euro Entwicklungs Kosten.
    OK, der normal Sterbliche zahlt einmalig $99 fuer das Account. Und was noch? Selbst wenn das Maedel 20std dagesessen haette und sich die App zusammengeklickt hat, wie kommt sie da auf 2000 Euro Kosten?

    Wie kann ein Spiel, welches fuer 8 Euro Tausend mal am Tag verkauft wird, ueberraschenderweise Gewinn einbringen? Bekommen Programmierer mehrer 1000 Euro die Stunde? Hat sich der Author mal angeschaut, wie schnell und einfach selbst Laien sich mit dem (kostenlosen) SDK ein Program zusammenstellen koennen? Der Hauptbestandteil einer guten App ist doch die Idee, nicht die technische Umsetzung.

    mr
  4. #4

    Geschäft macht wohl auch der Spiegel

    Apple macht Geschäft, klar. Aber was hat denn der Spiegel dafür bekommen, ein paar Apps hervorzuheben. So gehen doch jetzt wohl 30% des Eieruhr-Umsatzes an Apple und weitere 30% an den Spiegel.

    That's business, folks. Bitte nicht so scheinheilig.
  5. #5

    Spaßfaktor

    und weil Apple verdient, bleibt uns der Spaßfaktor erhalten!
    Steve sei Dank.
    Ein Großteil der apps ist kostenlos - ein andere großer Teil kostet 79 cent.

    Apple bekommt von den kostenpflichtigen Programmen 30% des Preises, die kostenlosen laufen einfach so durch, werden von Apple trotzdem vorher geprüft.
    Spaßfaktor, Augenzwinkern und (wohlwollende) Ironie sowie Begeisterung an Erweiterung der Kommunikation durchzieht die ganze Apple-Geschichte.
    Ohne solide Finanzgrundlage wäre eine solche Entwicklung kaum möglich (in unserer real existierenden Welt...)
    Und das geht offensichtlich gut, trotz weitgehender Restriktionsfreiheit seitens Apples, was z.B. das Kopieren des Mac OSX und aller anderen hauseigenen Programme betrifft.

    Wer das Geld hat, bezahlt - wer es nicht dicke genug hat bleibt trotzdem nicht ausgeschlossen... natürlich wird man diese Aussage nirgends auf einer Appelseite finden, aber in praxi scheint es so zu sein.

    Haben Sie eine DVD von OSX (oder eine Kopie davon) in Ihren Händen, können Sie installieren.
    Keine Frage nach einer Seriennummer, keine Aufforderung, ein Programm nachzuladen, dass herausfinden will, ob Sie auch wirklich "berechtigt" sind, das OS zu benutzen...

    Wäre noch die Hardware, die man braucht, (und nicht kopieren kann) um das alles benutzen zu können.
    Die ist hochwertig, hat gutes Design, ist meist zuverlässig und mit hohem Wiederverkaufswert.
    So what!
  6. #6

    ...

    Zitat von DJ Doena Beitrag anzeigen
    Also wenn ich das lese mit dem Trinkgeldrechner (was macht der? 10% auf die Rechnung draufschlagen?), dann bedauere ich es schon, nicht in so banalen Bahnen denken zu können...
    "Mit dem Tipulator sind Trinkgelder oder Aufschläge im Restaurant schnell berechnet. Einfach den Betrag eingeben, einen Prozentsatz auswählen und die Anzahl der Personen angeben, und schon errechnet Tipulator das Trinkgeld und teilt die Rechnung zwischen dir und deinen Freunden auf."

    Also wer DIESES Programm wirklich benötigt, stellt sich selbst ein ziemliches Armutszeugnis aus..
  7. #7

    Die meisten Entwickler sehen das AppStore positiv...

    ... vorallem wenn Sie den Vergleich zu den anderen Stores machen können.
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zusatzprogramme für Multimedia-Handys stoßen auf wachsende Begeisterung - bei den Nutzern, aber auch bei professionellen Software-Entwicklern und Hobby-Tüftlern. Sie alle wollen mitverdienen, doch das große Geschäft macht nur einer: der iPhone-Anbieter Apple.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,659046,00.html
    Apple bietet für einen geringen Betrag eine hochverfügbare Platform an, über die jeder Entwickler seine Software verkaufen kann. Das schliesst einen Review Prozess mit ein, der von den Entwicklern nicht bezahlt werden muss. Ob er damit Gewinn einfährt liegt wohl kaum in der Verantwortung von Apple.
    Ausserdem ist man nicht zwingend auf eine gute Positionierung im AppStore angewiesen. Man kann auf Webseiten direkt ins AppStore verlinken und auch andererseits dafür Werben - wenn man das will.
    Die Beteiligung von Firmen, wie id, Navigon, TomTom etc. zeigt, dass es sich wohl lohnen muss, denn ansonsten wären sie nicht im AppStore derart prominent vertreten.

    Das Apple Store gefällt mir aus Anwender Sicht sehr gut, vorallem wenn man mal die Preise mit dem WiMo Store vergleicht, die ca. 10-20x so hoch sind für die durschnittlichen Anwendungen. Ausserdem sind die dortigen Bedingungen insgesamt wesentlich unfreundlicher für kleinere Softwarefirmen.
  8. #8

    tststs

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zusatzprogramme für Multimedia-Handys stoßen auf wachsende Begeisterung - bei den Nutzern, aber auch bei professionellen Software-Entwicklern und Hobby-Tüftlern. Sie alle wollen mitverdienen, doch das große Geschäft macht nur einer: der iPhone-Anbieter Apple.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,659046,00.html
    Uiuiui, lieber sysop. Da haben Sie aber gegen eine Grundregel verstossen: Geschäft machen und Apple in einem Atemzug erwähnen.
    Eieiei, das macht man nicht. Das darf man nur im unmittelbaren Zusammenhang mit Windows oder Bill Gates oder Gazprom tun.
    Aber die Sekten- sorry Mac-Jünger sind ja fleissig dabei, diesen Vorwurf wieder schönzureden. Süss.
  9. #9

    Eher "Taschen"Rechner als Telefon

    Zitat von tetaro Beitrag anzeigen
    Für die meisten Leute wäre es erheblich sinnvoller, wenn sie in der Lage wären, mal 200 Seiten eines Buches zu lesen, anstatt sich das Gehirn mit vielen bunten Bildchen wegzudaddeln.
    Bestimmt. Ich tue beides (ob sich das Gehirn dadurch "wegdaddelt", oder ob man von Heavy Metal zum Teufelsanbeter wird, sei allerdings dahingestellt - bislang kann ich keinerlei Symptome dieser Art bei mir feststellen. stellen. stellen. nellets. ;-).

    Das iPhone halte ich - nach erheblicher Skepsis für großartig. Ich bin in 10 verschiedene Läden gerannt, um einen Malus auszumachen, als Grund das Teil nicht zu kaufen. Einkauf nach "Negativprinzip, sozusagen. Vergeblich. Und: Ich habe bei den ersten 2-3 Mal die Verkäufer gebeten, mir - ohne ständig zu wiederholen, wie toll doch das iPhone ist - ausschließlich Alternativen vorzuführen. Außer dem LG KM900 Arena kommt keines der Vorführmodelle verschiedenster Marken auch nur im Entferntesten an das iPhone heran. Und das LG eben auch nur, naja, lückenhaft.

    Klar sind im AppStore viele MüllApps dabei - aber im Großen und Ganzen finde ich schon, dass z.B. viele praktische Office-, Kommunikations- und "Geo"-Apps dabei sind.

    Viele Apps sind im Prinzip so logisch, dass man sich fragt, weshalb anscheinend noch niemand vorher darauf gekommen ist, ähnliches zu entwicklen.
    Ich habe ansonsten mit Apple nix am Hut, finde iTunes z.B. eher schwergängig (PC-Version) - allerdings finde ich, kann man auch hier die Einwand freie Synchronisation von Kontakten etc. aus Oulook lobend erwähnen.

    Summa summarum: Ein Mobiltelefon, welches durch seine durchdachte Oberfläche auch technisch weniger versierten "neue Welten" eröffnet - "selbst" meine Frau, die zwar ihre Autoreifen selbst wechselt, aber technisch eher, sagen wir oft kapituliert, ist überzeugt, von dem Telefon.
    Wobei, "Telefon" trifft es eben nicht. Eher "Taschen"Rechner, der eben auch telefonieren kann.
    Amen.